Was geht?

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Neulich hatte ich an dieser Stelle schon mal darüber berichtet, wie Menschen auf McDonald‘s als Arbeitgeber reagieren. Das steht oftmals im krassen Gegensatz dazu, was unsere Mitarbeiter empfinden. So traute sich beispielsweise ein Kollege sogar öffentlich für seinen Arbeitgeber McDonald’s einzutreten https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=479415255586446&id=100005539278092.

Wir in Deutschland haben vor einigen Wochen über unser Mitarbeiterportal die Kolleginnen und Kollegen darum gebeten, uns zu zeigen „Was geht bei McDonald‘s?“. Binnen kürzester Zeit hatten wir über 600 Beiträge dazu. Und aus all diesen Posts haben wir dann die Gesichter und Protagonisten für unsere neue Arbeitgeber-Imagekampagne „WAS GEHT? ARBEITEN WIE DU BIST“ ausgewählt. Zusammen mit professionell fotografierten Mitarbeiterszenen stellen die Bilder den Kern unserer Kampagne dar. Denn wir meinen – bei uns geht so einiges:

Ausbildung geht!
Karriere geht!
Teilzeit geht!
Erfahrung geht!
Zusammen geht!
Arbeiten wie Du bist.

Jeder Mensch ist anders. Viele können und wollen nicht klassisch „nine to five“ arbeiten. Ob Teilzeit, Quereinstieg, Einstieg mit Behinderung, Neustart oder „Von-Null-Start“ – bei uns ist vieles möglich! Bei uns steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt.

Und heute geht auch unsere neue Karriereseite an den Start. Die sich an den Trends orientiert. Mit maximalen Dialogoptionen über Facebook. Mit minimalen Pflichtfeldern für die Bewerbung. Und mit einer authentischen Arbeitgeberwelt – denn viele der Protagonisten sind aus UNSEREM Unternehmen.

Stolz bin ich ganz besonders darauf, dass wir die Kampagne zusammen mit unserer neuen Karriereseite in Berlin gestern öffentlich vorstellen konnten. Und “was geht“ bei Ihnen diese Woche?

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Vorurteile „women@work“

Gleich vorneweg – Verbandsarbeit ist alles andere als langweilig! Diese Woche standen in diesem Zusammenhang wiederum Premieren in meiner neuen Rolle für mich an. Die erste Präsidiumssitzung unseres Bundesverbands der Systemgastronomie, kurz BdS, seit ich das Amt als Präsidentin innehabe. Und am darauffolgenden Tag die jährliche Mitgliederversammlung. Die Arbeit des BdS habe ich schon in meiner alten Rolle, als HR Director bei McDonald’s, eng begleitet. Ein Verband kann – wenn die Mitglieder geschlossen zusammen stehen – doch wesentlich mehr bewirken als ein einziges Unternehmen allein. Dennoch ist es eine Herausforderung, die Zusammenarbeit auf eine solide Grundlage zu stellen, gerade wenn man sich im Markt als Wettbewerber gegenüber steht. Meinem Vorgänger ist das ganz gut gelungen. Sowohl die eigene Marke bestmöglich zu repräsentieren, als auch die Verbandssicht für die Branche immer im Blick zu behalten. Gerade die Arbeit eines Verbandes beruht sehr stark auf Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und dem Ansehen. Nicht nur bei politischen Institutionen und der Gewerkschaft, sondern auch in der Öffentlichkeit. Die Rückmeldungen „unserer“ Mitgliedsunternehmen waren übrigens sehr positiv. Denn bei diesem Anlass werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Herausforderungen unserer Branche und für anderthalb Tage wird nicht spürbar, dass wir auf dem Markt im harten Wettbewerb stehen. Zusammenhalt macht uns ins dieser Beziehung gegenüber all unseren Anspruchsgruppen stärker. Nach diesem Start kann es gerne so weiter gehen.

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Neue BdS-Geschäftsräume: v.l.n.r. Andrea Belegante, Valerie Holsboer. Marcus Lettschulte und Gabriele Fanta

Und wie bekomme ich dieses Ehrenamt nebenbei hin? Glücklicherweise unterstützt hierbei die BdS-Geschäftsstelle perfekt. Mit einem Netzwerk, Hintergrundinformationen oder auch mal als moderierende Einheit. Deshalb ist es schade, dass ich zu Beginn in diesem Amt vielen Unkenrufen trotzen musste. Anknüpfend an „women@work“ hier die Besonderheit zu „unserem“ Verband – sowohl die Geschäftsführung als auch das Präsidentenamt ist aktuell rein weiblich besetzt. So viele Frauen auf einmal, ob das was werden kann, außer ein Zickenkrieg? Fakt ist, dass wir die Phase des Übergangs gemeinsam gemeistert haben, durch genau die Prinzipien, die für die Zusammenarbeit auch sonst von Bedeutung sind. Vielleicht klappt Offenheit „unter Frauen“ sogar manchmal besser, weil eben kein Revier zu verteidigen ist, sondern nur gemeinsam Terrain gut gemacht werden kann. Freue mich drauf und grüße sehr herzlich Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin, und Andrea Belegante, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin.

women@work

Eigentlich wollte ich mich gar nicht explizit um dieses Thema bemühen. Irgendwie geht’s aber auch nicht ohne, denn ich werde damit im Beruf wie auch im Privaten ständig konfrontiert. Mensch bei der Arbeit ist ein unerschöpfliches Themenreservoir, und mir scheint, als ob die arbeitende Frau nochmals mehr an Fragen aufwirft. Zurück zu mir. Ich arbeite. Bin Führungskraft. Und Frau. Was ist daran so außergewöhnlich? Warum werden fast alle Fragen mit letzterem Fakt eingeleitet „Für Sie als Frau…“? Ich selbst fühle in meinem Alltag eigentlich nur ganz selten diese Abgrenzung. Vielleicht, weil ich in Branchen tätig war, in denen sich traditionell mehr männliche Kollegen tummeln. Jetzt ist es zum ersten Mal anders. Dennoch werde ich permanent zum Frau sein in meiner Funktion angesprochen. Oftmals durch Frauen, die sich mehr und tiefer mit ihrer Berufstätigkeit auseinander setzen dürfen – oder müssen. Für Sie, liebe Leserinnen, sozusagen auf Besucherwunsch, starten wir den Dialog zu women@work. Ihre Anregungen, Wünsche und Erfahrungen sind willkommen. Übrigens ebenso, wenn Sie zu ‚men@work‘ gehören. Bis bald!

Gabriele Fanta • 22.04.2016•

Mach Deinen Weg!

Neulich ist es mir schon wieder passiert – meine Kollegen und Mitarbeiter wissen wovon ich spreche – im Rahmen einer Konferenz unterhalte ich mich ganz ungezwungen mit einer Personalerin eines anderen Unternehmens, meine Jacke samt Namensschild hängt noch am Stuhl, damit sind Status wie (unternehmensseitige) Herkunft für meine Gesprächspartnerin also unbekannt. Schlagartig ändert sich das, als die Kollegin ungläubig in der Kaffeepause mein Namensschild ins Visier nimmt. „Wie, SIE arbeiten bei McDonald’s?“ Die Frage hat mich dann doch ein wenig verwundert. Was ist daran schlimm, beim Marktführer der Systemgastronomie zu arbeiten? Ich bin stolz darauf, Mitglied der McFamily zu sein. Wir sind Chancengeber für viele, die zum ersten Mal überhaupt ein Arbeitsverhältnis eingehen und denen auf dem klassischen Arbeitsmarkt nicht immer der rote Teppich ausgerollt wird.

Was viele nicht wissen – wir schauen dort genauer hin, wo andere aufgrund fehlender formaler Kriterien Bewerber ausschließen. Abschluss? Zeugnis? Lebenslauf? Schön, wenn vorhanden, es geht aber auch ohne!

Wir können zu Recht behaupten, dass für uns nicht immer die besten Noten oder die Beschäftigung bei namhaften Arbeitgebern zählen. Egal für welche Position: wir suchen Menschen, die eine „Hands on“ Einstellung haben und gerne im Team arbeiten. Die Chancen, die wir losgelöst von formaler Einstiegsqualifikation anbieten, sind vielfältig und werden gern in Anspruch genommen. Nachweisbar rekrutieren wir mehr als 1/3 unserer Restaurant Manager aus der Crew. Der größte Teil unserer Auszubildenden und Dualen Studenten besteht ebenfalls aus ehemaligen Crew Mitarbeitern, die sich dazu entschlossen haben, ihre Ausbildung bei uns zu machen und ihren beruflichen Weg mit uns zu gehen. Einige gehen über das Restaurant Management ins Mid Management, werden dort Franchise-Berater, IT-ler, Personaler oder auch Controller – manche schaffen es sogar in die Chefetage, wie aktuell 3 von 6 Mitglieder unserer Geschäftsleitung.

Zugegeben, das ist einer der Faktoren, die mich damals vor meiner Wechselentscheidung zu McDonald’s total angesprochen haben. Dass es eben nicht so sehr auf formale Qualifikationen, Zeugnisse, Nachweise oder den lückenlosen Lebenslauf ankommt, sondern auf Leistungsbereitschaft, Engagement, Teamfähigkeit – und im Restaurant natürlich auf die Serviceorientierung, die Freude an der Arbeit für den Gast. Wir sehen uns in der Verantwortung als Chancengeber die Integration aktiv zu fördern. Denn ganz gleich, woher ein neuer Kollege kommt, welche Sprache er spricht oder wie alt er ist – bei uns kommt es sehr darauf an, was er oder sie daraus macht! Unsere Mitarbeiter kommen aus 125 Nationen – Vielfalt oder neudeutsch „Diversity“ ist für mich ein Wert, der uns bereichert. Denn wir können in unseren Restaurants genau die Vielfalt abbilden, die auch in der Gesellschaft vorhanden ist. Und es erfüllt mich mit Stolz, dass wir uns von bürokratischen Hürden nicht abschrecken lassen und Flüchtlingen eine Job-Perspektive bieten.

In jedem Fall schauen wir nicht so auf Schulnoten oder bemängeln verschüttgegangene Dokumente. Wir schauen uns den Menschen an, der vor uns steht, fühlen im Gespräch vor, ob Einsatzbereitschaft und Disziplin für den Einstieg bei uns vorhanden sind und das Potenzial für eine Laufbahn in der Gastronomie. Wenn die Antworten JA! lauten, dann laden wir die Bewerber ein, mit uns ihren Weg zu gehen. Probieren Sie es aus –lassen Sie sich von ungeraden Lebensläufen oder verpatzten Abschlüssen nicht beeinflussen und lernen Sie die Person dahinter kennen. Es lohnt sich!

Alles Gute und bis bald!

 

http://blog.aus-und-weiterbildung.eu/blogparade-koennen/

Gabriele Fanta • 20.04.2016•

„Neu im Job“

Neulich ist mir bewusst geworden, dass ich für Berufseinsteiger direkt zu den Dinosauriern im Unternehmen gehöre, und das bei gerade mal 3 Jahren Betriebszugehörigkeit in diesem Unternehmen. Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Arbeitstag bei McDonald’s, wie eigentlich an jeden jeweils ersten Tag der vorhergehenden Stationen. Der allererste Tag beim ersten „richtigen“ Arbeitgeber ist bestimmt der besonderste – und wie sich der bei McDonald’s anfühlt, beschreibt heute Robert Hoenerbach. Er arbeitet seit kurzem im Bereich Corporate Affairs und kümmert sich dort vor allem um unsere Social Media Themen. Und bei Ihnen… ich bin sicher, dass Sie sich auch so manchen Tag 1 in Erinnerung rufen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Einstieg in das Berufsleben: ein Schritt, den wohl jeder mal erlebt und mancher noch vor sich hat. Unumgänglich, prägend, aufregend. Über meinen persönlichen, der nun etwas mehr als anderthalb Monate zurückliegt, darf ich hier schreiben.

Am 1. März hatte ich meinen ersten Arbeitstag in der Abteilung Corporate Affairs (Unternehmenskommunikation) bei McDonald’s Deutschland. Die ersten Gedanken am Arbeitstag Nummer eins scheinen zunächst recht trivial zu sein: Was ziehe ich an, wann gehe ich das erste Mal (als bekennender Raucher) an die frische Luft, darf ich mir immer weiter Kaffee holen oder wirke ich dann gleich wie ein Junkie, der jede Gelegenheit nutzt, sich vom Schreibtisch abzuwenden? Zu Unrecht glaubt man nämlich, dass jeder Schritt, jede Bewegung von den neuen Kollegen genauestens und mit Argusaugen beobachtet wird. Die neuen Kollegen; sicherlich der Faktor, der am meisten für Spannung und Aufgeregtsein sorgt.

Die erste BegegnuRobert Hoenerbachng war knapp, aber sehr herzlich. Am ersten Morgen wurde ich nämlich gleich ins Abteilungsmeeting geworfen. Erster Gedanke beim Blick in die Runde: Mein Outfit müsste funktionieren, passt hier zu den anderen. Dann wurde ich kurz vorgestellt und stellte mich selbst vor. Nach wenigen Minuten ging es zurück zum Tagesgeschäft. Während mir bis dahin für mich unbekannte Business-Vokabeln (Germanistik-Student) wie „Plan to win“, „Be Our Guest Card (BOG)“ und „Franchise Leadership Council (FLC)“ um die Ohren flogen, blickte ich von Kollege zu Kollege und zwischendurch immer mal wieder an die Wand. „Was das alles heißt, lernst du noch“, sagte meine Tischnachbarin lächelnd zu mir.

Nach wenigen Stunden fühlte ich mich im neuen Team sehr wohl. Mir wurde sehr herzlich, offen und interessiert begegnet, sodass es mir nach kurzer Zeit leicht fiel, Fragen zu stellen und auch nach Arbeit zu bitten – ohne aufdringlich zu wirken. Und Fragen hat man unendlich viele, wenn man das erste Mal die Möglichkeit hat, tiefe Einblicke in ein riesiges und komplexes Unternehmen zu werfen.

Schließlich, wenn man nach einigen Wochen glaubt, das Meiste verstanden zu haben und weiß, was man in Zukunft konkret zu tun hat, ist es an der Zeit seinen Platz innerhalb der Abteilung und im Gesamtkonstrukt des Unternehmens zu finden. Neu für mich ist es, richtige Verantwortung zu übernehmen und mich für meine Projekte, Ideen und Konzepte einzusetzen – auch wenn ich „der Neue“ bin. Ein gewisses Maß an Empathie kann an dieser Stelle hilfreich sein, genauso wie ein gesundes Selbstbewusstsein, gefördert durch das positive Klima am direkten Arbeitsplatz.

Der Einstieg in das Berufsleben: Er ist unbestreitbar enorm aufregend, spannend und lässt einen eine gewisse Unsicherheit spüren, die man von sich sonst vielleicht nicht kennt. Aber das Schöne – um einmal pragmatisch zu sprechen – ist ja, dass es keinen Weg gibt, ihn zu umgehen. Die Gewissheit, dass ihn jeder erlebt, dass die Menschen, die einen am Arbeitsplatz aufnehmen, genauso gespannt auf „den Neuen“ sind und die Tatsache, dass man ja auch aus gutem Grund einsteigen darf, können durchaus beruhigende Wirkung haben. Ich jedenfalls kann sagen – ohne zu übertreiben – dass ich nach spätestens 15 Minuten Spaß am Berufsleben hatte. Mal schauen, wie lange der anhält.

Herzlichen Dank!

Robert Hoenerbach

Gabriele Fanta • 06.04.2016•

Raus aus der Komfortzone

Ende dieser Woche steht für mich ein Reise zur weltweit größten Konferenz unseres Unternehmens an. Die sogenannte Worldwide Convention ist eine Veranstaltung der Superlative, die direkt zeigt, wie groß, vielfältig und einfach überwältigend riesig die Welt eines Unternehmens mit über 1,9 Millonen Mitarbeitern ist. Natürlich findet die Convention im Heimatland der Burger statt, den USA. Und jetzt bin ich schon beim Thema – raus aus der Komfortzone.

Zunächst rein in den Flieger und vor Ort durch die Immigration. Und dann geht’s direkt mit dem Programm los. Schließlich geht es für die Teilnehmer nicht nur darum, möglichst viel mitzunehmen. Sondern auch darum, zum Erfolg dieser Veranstaltung beizutragen. Konkret gibt’s für mich jeden Tag eine andere Plattform, auf der ich mich beweisen muss. Einen Vortrag auf Englisch in der Haupthalle am Stand der Personalabteilung halten. Einen weiteren beim internationalen HR-Meeting. Dazu diverse Meetings mit Kolleginnen und Kollegen aus nahezu allen Ländern der Welt. Nicht in meiner Muttersprache, sondern ganz klar auf Englisch. Obwohl ich vor über zehn Jahren eine Weile in den Staaten gearbeitet habe, kostet mich das Überwindung. Weniger das Sprechen vor Publikum, sondern vielmehr die Fragen und Antworten. Die Suche nach dem richtigen Begriff, den man auf Deutsch gerade auf der Zunge hatte, der sich nun im Dialog aber im Kopf nicht ins Englische übersetzen lässt. Der Verlust der Wortgewandtheit. Oder ganz einfach das Überangebot an Eindrücken, Begegnungen und Informationen, das natürlich verarbeitet werden soll.

Meine eigenen Grenzen spüre ich in diesen Tagen deutlich. Auf der anderen Seite ist nichts schöner, als sich selbst beim Überwinden dieser Grenzen zu beobachten. Ganz klar – raus aus der Komfortzone ist zunächst unbequem. Das Zurückkommen ist allerdings richtig Klasse!

Eine schöne Woche & bis bald

NEU und ANDERS

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor ein paar Tagen hat sich mein bisheriger Chef und Vorgänger auf dieser Plattform von Ihnen verabschiedet. Mit dem Employerbranding-Blog.de hat Wolfgang Goebel im Jahr 2011 einen neuen Weg beschritten, aus seinem Arbeitsalltag wie seinem persönlichen Erleben von Trends und Entwicklungen im Bereich Human Resources, oder wie wir den nennen, People zu berichten.

Diese gute Tradition möchte ich fortsetzen, schließlich durfte ich zu Beginn meines Wegs bei McDonald’s Deutschland schon mal als Gast einen Beitrag über das Neu- und Anderssein veröffentlichen. Tja, beide Stichworte passen heute ganz gut: vor ein paar Tagen bin ich NEU in die Position meines Vorgängers gekommen. Und ANDERS wird es jetzt für viele Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch unsere Franchise-Partner, die mit Wolfgang Goebel eine erhebliche Wegstrecke zurückgelegt haben. Wenn jemand über 30 Jahre im Unternehmen ist, dann kennt man sich. Wenn man knapp drei Jahre an Bord ist, bleibt man für viele neu und damit eine Unbekannte. Wie ist die überhaupt so? Was wird sie ändern?

Ganz klar hab‘ ich großen Respekt vor den Fußstapfen. Und dem Erbe. Auf der anderen Seite weiß ich selbst, dass ich nur dann erfolgreich sein werde, wenn ich es „anders“ mache. Auf meine eigenen Art, authentisch also, passend zu meinen Überzeugungen, meinem Führungsstil und so weiter. Und damit andere nachvollziehen können, was so alles anders ist, werde ich häufiger erklären, warum ich was auf welche Art und Weise selbst tue oder erwarte. Nachvollziehbar und klar für die eigenen Teams sein, ist eine wesentliche Säule für den Erfolg einer Führungskraft. Denn nur so gelingt es, Kolleginnen und Kollegen wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzuholen und auf den Weg zu einem Ziel mitzunehmen.

In unserer People Strategie haben wir für jedes Strategiefeld einen Anspruch formuliert. Der für Führung lautet:

„Wir unterstützen all unsere Manager dabei, Vorbilder für ihre Mitarbeiter zu werden. Damit wir unsere Führungskultur stärken und Teams erfolgreich machen.“

Das zumindest bleibt bei allem, was neu und auch anders ist, eine gemeinsame Haltung zu einem großen Anspruch, als Führungskraft Vorbild zu sein.

Für den Start in den er-„neuen“ Dialog wünsche ich mir Ihre Gedanken zu diesem Thema.

Herzlichen Dank und bis bald!

Reibungsloser Übergang

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

an dieser Stelle darf ich mich von Ihnen in meiner Funktion als Vorstand Personal von McDonald’s Deutschland verabschieden. Danke sage ich für Ihre jahrelange Treue, Ihr Interesse und Ihr Feedback. Ich habe in meinem Blog versucht die vielen Facetten meiner Arbeit darzustellen, auf einem vielleicht ungewöhnlichen, aber auf jeden Fall sehr persönlichen Weg. Vielleicht war für Sie beim einen oder anderen Artikel ein bisschen Inspiration dabei.

Nun ist es vollbracht, meine Nachfolgerin Gabriele Fanta hat übernommen und ich starte mein Studium Nonprofit-Management and Governance am 01. April an der Uni Münster.

Hier finden Sie einen Artikel über unsere Zeit der Übergabe. Er beschreibt, finde ich, in sehr einfühlsamer Art und Weise die sachliche, aber auch die emotionale Seite der Transition.

Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund,
Ihr
Wolfgang Goebel

Gabriele Fanta • 27.01.2016•

Aus McJob wurde McChance: Hürdenlauf zum Dialog mit der Gewerkschaft

Am Anfang war der „McJob“. Ein Job bei McDonald’s stand sinnbildlich für schlechte Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche: lange Arbeitszeiten, nicht vergütete Überstunden, ungerechte Bezahlung und harte Bedingungen. Ein McJob wurde mit unzufriedenen Mitarbeitern und der unbeliebtesten Standspur auf dem Arbeitsmarkt verbunden. Das hat sich gewandelt. Heute erkennen viele Berufseinsteiger, Quereinsteiger, Geringqualifizierte und Neuankömmlinge die Chancen, die ihnen beim größten Arbeitgeber der Gastronomie in Deutschland geboten werden.

Für uns ist „McJob“ längst zur „McChance“ geworden. Wie war dieser Wandel möglich?

Der Wandel wurde maßgeblich durch unser Unternehmen selbst und durch unsere Franchise-Nehmer vorangetrieben. Der Wille zum Wandel war da. Hierfür sind wir neue Wege gegangen. Beispielsweise haben wir alte Vorbehalte gegenüber der Gewerkschaft überwunden. Wir sind einen Schritt aufeinander zu gegangen und haben angefangen, miteinander zu reden.

Als Gründungsmitglied im Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) haben wir uns zusammen mit der NGG bereits 2007 auf einen bundesweit geltenden Tarifvertrag geeinigt. Darin sind die Löhne und weitere tarifliche Leistungen geregelt. Ich selbst war an diesen Verhandlungen beteiligt. Wir haben sehr hart und intensiv gerungen – am Ende stand aber ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sein können.

Inzwischen hat sich ein konstruktiver Dialog und ein Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten aufbauen können und wir sind stolz auf die Errungenschaften der Tarifpartnerschaft und der Tariftreue. Für uns als Unternehmen McDonald’s Deutschland bildet die Tarifpartnerschaft eine feste Leitlinie der Unternehmenspolitik. McDonald’s Deutschland und alle seine 238 Franchise-Nehmer sind seit 2007 tarifgebunden.

McJob ist passé, McChance ist die Zukunft!

McDonald’s Deutschland hat sich vom reinen Arbeitgeber zu einem Chancengeber für rund 58.000 Beschäftigte aus ca. 125 verschiedenen Nationen entwickelt. Kürzlich hat McDonald’s Deutschland der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Sprachkurse zur Verfügung gestellt und damit ein Zeichen für die Willkommenskultur in unserem Land gesetzt. Menschen brauchen Chancen und sie brauchen die Mittel, um diese Chancen nutzen zu können. Für Neuankömmlinge und Flüchtlinge heißt dies vor allem, sie durch Arbeit und Sprache schnell zu integrieren. Junge Menschen, Quereinsteiger oder auch Menschen, die bei uns eine neue Heimat suchen, sollen in Deutschland willkommen sein und ankommen dürfen. Aus unserer Sicht gelingt dies vor allem in den Betrieben und über den Arbeitsmarkt. Bei uns werden sie schnell Teil eines Teams und stehen auf eigenen Beinen. Als Unternehmen schaffen wir zusammen mit unseren Franchise-Nehmern pro Jahr rund 1.000 Ausbildungsplätze. Mit maßgeschneiderten Förder- und Weiterbildungsangeboten bieten wir unseren Mitarbeitern Zukunftsperspektiven.

Wir wollen die konstruktive Gesprächskultur mit der Gewerkschaft fortsetzen. Wir haben in den vergangenen Jahren des Dialogs viel gelernt und vor allem voneinander gelernt. Auch wenn wir in Zukunft gegensätzliche Positionen zu einigen Themen haben werden, wissen wir doch, dass wir in verlässlichem Austausch miteinander zu Ergebnissen kommen können, die für beide Seiten vertretbar sind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zu gehen? Ich glaube, den spürt man!

Vor 30 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn bei McDonald’s. In dieser Zeit habe ich sehr viele verschiedene Tätigkeiten mit Freude ausgeführt.

Hamburger braten, Pommes schütteln, Gäste bedienen, Toiletten schrubben, Mitarbeiter trainieren, ein Restaurant leiten, Franchise-Nehmer beraten, eine Region anführen, in der Geschäftsleitung mitwirken. Ich habe jede Aufgabe bei McDonald’s gerne gemacht und aus voller Überzeugung. Nun nach zehn Jahren im Vorstand, davon mehr als acht Jahre für das Personalressort zuständig, fühle ich, dass es Zeit ist meinen Platz zu räumen und den Staffelstab zu übergeben. Gerade die Möglichkeit, im Personalbereich zu arbeiten und mitzuhelfen Arbeitsbedingungen zu verbessern, Aus- und Weiterbildung voranzubringen, sich in Tarifverhandlungen für faire Löhne einzusetzen, hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ein Unternehmen, eine Marke, ein Arbeitgeber ist ja nicht etwas völlig losgelöstes, irgendwo im Universum, sondern wird von Menschen für Menschen gemacht und entwickelt. Ich bin so stolz, Teil dieser großartigen Gemeinschaft von Menschen bei McDonald’s zu sein. Und ich bin stolz, über acht Jahre einen Personalbereich geleitet zu haben, der sich in dieser Zeit vom Verwalter zum erstklassigen Dienstleister und Gestalter verwandelt hat. Ich danke meinem Team ausdrücklich dafür!

„Läuft also bei uns“ und warum gehe ich dann? Ich habe mir gewünscht, McDonald’s zu verlassen, wenn ich das Gefühl habe, dass die meisten Menschen es schade finden. Und ich denke, dass es Zeit ist für neue Impulse, neue Sichtweisen und neues Denken. Meine Zukunft sehe ich in einer Non-Profit Organisation. Dafür möchte ich mich ab dem 01.04.2016 beruflich qualifizieren. Darauf freue ich mich, trotz einer Träne im Knopfloch.

Ihr Wolfgang Goebel

Lesen Sie hier die Pressemitteilung: http://www.mcdonalds.de/web/presse/uber-uns