Gabriele Fanta • 07.02.2017 •

Möchte was mit „Purpose“ machen

Nach einer kurzen Winterpause möchte ich mit Ihnen Gedanken zu einem Thema teilen, das auch nach Weihnachten aktuell bleibt. Wenn wir Personaler in Bewerbungsgesprächen Kandidaten oder Absolventen fragen, was sie denn beruflich am liebsten tun würden, hört man oft: „Ich möchte was mit Purpose machen“ (dt. Zweck, Ziel, Vorsatz, Sinn, Aufgabe, Intension, Erfüllung etc.). Hier lohnt sich die Nachfrage, wenn schon alleine das Wort dermaßen viele Bedeutungen einschließt. Oft bleiben die Antworten vage. Zum Beispiel eine Tätigkeit, bei der man Leben und Arbeiten ideal verbinden kann. Oder, dass das Unternehmen eine übergeordnete, im Idealfall irgendwie gemeinnützige Sache verfolgen sollte. Oder eine übergeordnete Vision, wie Digitalisierung. Manchmal kommt eine ganz persönliche Sichtweise – dass man etwas machen möchte, das für die Allgemeinheit sinnstiftend ist.

Letzte Woche ist mir jemand zufällig begegnet, der genau diesen Weg konsequent verfolgt hat. Irgendwie war Taxi-Notstand in München angesagt. Mein vorbestelltes Taxi war mehr als 20 Minuten über der Zeit – aber mein Zug war pünktlich. Daher musste schnell ein anderes Taxi her. Das erstbeste war ein Kleinbus, vorbereitet für barrierefreie Beförderung. So eines hatte ich noch nie. Der Fahrer erläuterte mir, dass genau diese Art von Taxi und Personenbeförderung noch eine relativ kleine Nische sei, die aber richtig gut nachgefragt werde. Außerdem seien die Fahrgäste, insbesondere Menschen im Rollstuhl, in der Regel freundlicher und zufriedener. Schließlich bietet ihnen dieser Service ein Plus an Mobilität.

Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe mit „Purpose“, dachte ich, und sagte es dann auch. Das war wohl das Stichwort. Der Fahrer berichtete mir von seinem beruflichen Werdegang, von guten und gutbezahlten Tätigkeiten, vom beruflichen Erfolg – gefolgt von der Frage, der beruflichen Tätigkeit etwas mehr Sinn, etwas mehr im Sinne von Gemeinwohl zu geben. So wurde dann mit Partnern die Idee dieses Taxiservices geboren. Und zwar mit „Purpose“ – und mit sorgfältiger Finanzierung sowie Business Plan, damit das Sinnstiftende, Erfüllende möglich werden kann.

Vielleicht ein guter Tipp für alle, die sich im eigenen Berufsleben etwas mehr Berufung wünschen – am besten kommt man mit Plan zum Ziel.

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Bilanz und Ausblick zum Jahreswechsel

Dieses Jahr rahmen die Feiertage rund um den Jahreswechsel eine nahezu komplette Arbeitswoche ein. Jedenfalls für manche, die nicht im Schnee oder bei Verwandten oder gemütlich zu Hause die Zeit genießen. In unseren Büros geht’s deshalb fast besinnlicher als vor Weihnachten zu. Aufräumen, Ausmisten oder der Jahresabschluss stehen an.

Für die allseits beliebten guten Vorsätze die perfekte Jahreszeit. Was lief im letzten Jahr besonders gut? Was ist verbesserungswürdig? Welche Themen haben uns weiter gebracht? Welche Projekte sind nicht ganz so gut geglückt wie erwartet, oder was ist im Nachhinein vielleicht sogar unnötig gewesen? Die Bestandsaufnahme ist gerade vor Beginn eines neuen Kalenderjahres total wichtig – möglichst aufrichtig natürlich, wenn wir das kommende gut beginnen möchten.

In vielen Unternehmen stehen rund um den Jahreswechsel die Zielerreichungs- und Zielvereinbarungsgespräche an. Ist übrigens auch als Vorgesetzter oder Chef nicht immer das Einfachste, wenn man aus diesen Anlässen das Beste machen möchte. Ich kann nur empfehlen, dass sich beide Gesprächsbeteiligte vorbereiten und das „alte“ Jahr unter die Lupe nehmen – Highlights wie Lowlights im Besonderen. Daraus für 2017 die „guten Vorsätze“ wie beispielsweise Entwicklungsfelder ableiten, realistische – also erreichbare – Ziele vorschlagen und diese in gut portionierte und idealerweise messbare Etappenziele herunterbrechen. Das alles in wertschätzender Atmosphäre, verbunden mit dem guten Vorsatz, dass das nächste Gespräch nicht wieder zum Jahresende stattfinden möge. Das jedenfalls nehme ich mir fest vor.

Mehr Zeit haben für die Mitarbeiter, für den kontinuierlichen Dialog und für das Dranbleiben an den Zielen wie den Menschen. Rutschen Sie gut rüber in ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2017!

Weihnachtsgeschenke

Nicht, dasMcDonalds_Vielfalt_308x231s Sie denken, ich beschreibe heute die Work-Life-Balance zwischen Online-Shopping, Betriebsweihnachtsfeier und Adventsbacken. McDonald’s wurde in den letzten sieben Tagen gleich doppelt unerwartet beschenkt – indem man unsere Leistungen auf ganz besondere Art und Weise gewürdigt hat. Und da die Vorweihnachtszeit ja viel mit Besinnlichkeit und Innenhalten zu tun hat, möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Euch, liebes Team, und ebenso bei unseren Partnern bedanken. Geschenke bekommt man zumeist nicht ohne Grund und Anlass. Lassen Sie mich auf die beiden schönen Anlässe blicken:

  • Freitag vergangener Woche konnte das People Team den HR Excellence Award in Empfang nehmen. Die Leistung bestand nicht in einer komplexen, strategischen Thematik. Sondern in der Vereinfachung unseres Bewerbungsprozesses, wichtig für die „Candiate Experience“. In einer schnell-lebigen und mobilen Zeit, auf einem Arbeitsmarkt, der für die Bewerber alle Chancen bietet, müssen wir es Kandidaten einfacher machen als bisher und auch technische Hürden abbauen. Das war gar nicht so einfach, wie das Endergebnis letztendlich daherkommt. Was kann man weglassen, was benötigen wir unbedingt, um uns ein Bild von einem Kandidaten zu machen? Sozusagen „Reduce to the max“ – auf insgesamt nur eine Minute. Wir denken, dass wir gerade den jüngeren Recruiting-Zielgruppen damit unglaublich entgegen kommen. Und wir hoffen natürlich, dass wir damit viele junge und ebenso jung gebliebene Talente für Arbeiten bei McDonalds begeistern können. https://www.hr-excellence-awards.de/gewinnerliste-2016/
  • Begeistern konnten wir auf jeden Fall die US-Regierung, die uns heute Nacht den „Award for Corporate Excellence“ verliehen hat. http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2016/12/264982.htm
    Im Übrigen für McDonald’s zum allerersten Mal. Für unser Engagement in Deutschland rund um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Wir glauben trotz der aktuell immer noch sehr divers geführten öffentlichen Diskussion rund um das Thema Migration weiter fest daran, dass mit einer Beschäftigung die Chancen auf gelungene Integration steigen. Diesen Weg werden wir zusammen mit unseren Partnern, Franchise-Nehmern, Sprachkursanbietern und natürlich der Bundesagentur für Arbeit weiter gehen und ausbauen. Integration kann nur zusammen gehen. Die Anerkennung für unser Tun ist ein großer Ansporn. https://www.mcdonalds.de/de/web/presse/uber-uns/home

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit – vielleicht sogar mit dem einen oder anderen unerwarteten Geschenk.

Virtuelles Teamwork

Heute mache ich mich auf den Weg nach Oakbrook, Illinois, der Zentrale von McDonald’s weltweit. Dort entstehen zumeist die Strategien, die Leitlinien und damit die Grundlage für unsere Unternehmenskultur. Im Bereich People arbeiten wir gerade an neuen Strukturen der Zusammenarbeit und notwendigen Veränderungen insbesondere in der gelebten Unternehmenskultur. Oder sagen wir besser: an einem zukunftsfähigen Miteinander.

Wie in vielen großen Unternehmen hat sich die Art der internationalen Kooperation geändert. Vieles wird virtueller, über Ländergrenzen hinweg flexibler. Beispielsweise sitzen internationale Teams nicht mehr zwingend am gleichen Standort. Kommunikation wie Führung ändert sich damit natürlich auch. Und damit folgt die Frage, wie man sich so ein gutes Miteinander erarbeiten kann, selbst wenn man sich ganz selten persönlich begegnet. Ich habe für mich festgestellt, dass ich im internationalen Umfeld wie auch innerhalb Deutschlands via Email, Telefon oder Conference-Tools klarkomme. Präsenzkultur ist für mich nicht entscheidend für das Arbeitsergebnis. Auf der Beziehungsebene fällt es mir allerdings deutlich leichter, eine Unterhaltung zu beginnen, wenn ich meinem Gegenüber schon mal persönlich begegnet bin.

Und wie arbeiten wir diese Woche an so gewichtigen Themen? Ausnahmsweise nicht virtuell! Wir als internationale Personalverantwortliche gestalten an einem Ort gemeinsam das „Wie“ unserer Zusammenarbeit von Morgen mit. Als ein Team, das sich größtenteils nicht oder nur sporadisch „in echt“ begegnet ist. Ich freue mich darauf – und auf eine intensive „quality time“ „face to face“.

Gut gebunden! – Gastbeitrag

„Nachdem wir neulich einen entsprechenden Kommentar auf diesem Blog in Verbindung mit der Frage nach Mitarbeiterbindung bei McDonald’s erhalten haben, möchte ich nun meine Kollegin Jennifer Bessner zu Wort kommen lassen. Sie beschäftigt sich während ihrer Werkstudententätigkeit und nun auch im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit dem Themenkomplex Mitarbeiterbefragungen, die wir regelmäßig in unseren eigenen Restaurants durchführen. Daher ist sie auch eine kompetente Ansprechpartnerin zu den Fakten. Lassen Sie mich an dieser Stelle verraten, dass es nicht die Mitarbeiterangebote sind, ein überall nutzbares Intranet oder andere „Benefits“, die den Ausschlag machen… viel Spaß bei der Lektüre!“

Was bindet Mitarbeiter an ein Unternehmen? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich selbst befinde mich am Ende meines Studiums und bin als Werkstudentin bei McDonald’s in der Personalabteilung tätig. Begonnen habe ich als Praktikantin in der Personalentwicklung und habe danach in die Personalabteilung gewechselt und mich der herausfordernden Aufgabe als Betreuerin der Mitarbeitermeinungsumfrage im Restaurant gestellt.

Warum bleiben manche Mitarbeiter lange in einem Unternehmen? Weil ich diese Frage so spannend finde, wollte ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit damit beschäftigen – und gleichzeitig verlängere ich damit auch wieder meine Zeit bei McDonald’s. Man könnte sagen, dass ich mich selbst ganz gut gebunden fühle 🙂

Zurück zum Thema:
Mitarbeiterbindung gehört zu den wichtigsten Themen eines Unternehmens, denn wo einst hochqualifizierte Bewerber Schlange standen, setzen heute Unternehmen und auch Führungskräfte alles daran, um an gute Mitarbeiter zu gelangen und diese auch zu halten. Auch McDonald’s tut sehr viel für die Mitarbeiterbindung. Mit den sog. „Happy Deals“ können die Mitarbeiter tolle Angebote von Partnern nutzen und richtig sparen. Anerkennung schafft Anreiz, deshalb gibt es bei McDonald’s Awards für Betriebsjubiläen und auch für Teamleistungen, beispielsweise in Form von Crewparties. Diese Arten von Benefits werden landläufig oft genannt, wenn man von Mitarbeiterbindung spricht. Aber ich frage mich, ob das für mich oder andere Mitarbeiter auschlaggebend ist, gerne für McDonald’s zu arbeiten.

Gemeinsam mit Rafael Cruces, der hier auch schon Gastautor war, habe ich nun schon zwei Mal die Mitarbeitermeinungsumfrage in den Restaurants betreut. Neben dem Feedback in Form von Skalen sind die Freitextkommentare, mit denen die Mitarbeiter ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen dokumentieren, ganz besonders interessant. Ganz weit oben bei positiven Bewertungen stehen das Arbeiten im Team und die Arbeitskollegen, aber auch das Aufgabengebiet und die Arbeitsatmosphäre sowie die flexiblen Arbeitszeiten und die Berücksichtigung individueller Wünsche, z.B. bei der Erstellung des Dienstplans. Schaut man sich diese Punkte an wird schnell klar, dass Mitarbeiterbindung vor allem eine Führungsaufgabe ist. Mit ihrem Führungsverhalten und als Vorbild gestalten Vorgesetzte die Arbeitsatmosphäre, das Arbeitsumfeld, die Aufgaben und können so die Arbeitszufriedenheit entscheidend beeinflussen. Nahezu alle für die Mitarbeiter bedeutenden Punkte sind durch die Führungskraft beeinflussbar. Gewünscht wird eine zugängliche Führungskraft, die ihr Team fair und angemessen behandelt und gleichzeitig auf individuelle Wünsche und Sorgen eingeht. Bei allen Fragen rund um die Mitarbeiterbindung fällt auf, dass Kollegen eher wechseln wollen, wenn Führung oder auch Team nicht passen. Insgesamt gesehen kommt über die Jahre dem Thema Führung im Bereich Mitarbeiterbindung eine noch größere Bedeutung zu.

Jennifer Bessner

Was bindet also die Mitarbeiter an McDonald’s? Vor allem eine gute Arbeitsatmosphäre im Team, ein offener, wertschätzender Umgang in der Mitarbeiterführung und Freude an der Arbeit. Und wenn ich mir selbst diese Frage stelle, kann ich das nur bestätigen. Zusätzliche Benefits sind positive Nebeneffekte, entscheidender aber sind die Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen, die Wertschätzung meiner Arbeit und vor allem der Spaß.