Wolfgang Goebel • 27.01.2016 •

Aus McJob wurde McChance: Hürdenlauf zum Dialog mit der Gewerkschaft

Am Anfang war der „McJob“. Ein Job bei McDonald’s stand sinnbildlich für schlechte Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche: lange Arbeitszeiten, nicht vergütete Überstunden, ungerechte Bezahlung und harte Bedingungen. Ein McJob wurde mit unzufriedenen Mitarbeitern und der unbeliebtesten Standspur auf dem Arbeitsmarkt verbunden. Das hat sich gewandelt. Heute erkennen viele Berufseinsteiger, Quereinsteiger, Geringqualifizierte und Neuankömmlinge die Chancen, die ihnen beim größten Arbeitgeber der Gastronomie in Deutschland geboten werden.

Für uns ist „McJob“ längst zur „McChance“ geworden. Wie war dieser Wandel möglich?

Der Wandel wurde maßgeblich durch unser Unternehmen selbst und durch unsere Franchise-Nehmer vorangetrieben. Der Wille zum Wandel war da. Hierfür sind wir neue Wege gegangen. Beispielsweise haben wir alte Vorbehalte gegenüber der Gewerkschaft überwunden. Wir sind einen Schritt aufeinander zu gegangen und haben angefangen, miteinander zu reden.

Als Gründungsmitglied im Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) haben wir uns zusammen mit der NGG bereits 2007 auf einen bundesweit geltenden Tarifvertrag geeinigt. Darin sind die Löhne und weitere tarifliche Leistungen geregelt. Ich selbst war an diesen Verhandlungen beteiligt. Wir haben sehr hart und intensiv gerungen – am Ende stand aber ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sein können.

Inzwischen hat sich ein konstruktiver Dialog und ein Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten aufbauen können und wir sind stolz auf die Errungenschaften der Tarifpartnerschaft und der Tariftreue. Für uns als Unternehmen McDonald’s Deutschland bildet die Tarifpartnerschaft eine feste Leitlinie der Unternehmenspolitik. McDonald’s Deutschland und alle seine 238 Franchise-Nehmer sind seit 2007 tarifgebunden.

McJob ist passé, McChance ist die Zukunft!

McDonald’s Deutschland hat sich vom reinen Arbeitgeber zu einem Chancengeber für rund 58.000 Beschäftigte aus ca. 125 verschiedenen Nationen entwickelt. Kürzlich hat McDonald’s Deutschland der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Sprachkurse zur Verfügung gestellt und damit ein Zeichen für die Willkommenskultur in unserem Land gesetzt. Menschen brauchen Chancen und sie brauchen die Mittel, um diese Chancen nutzen zu können. Für Neuankömmlinge und Flüchtlinge heißt dies vor allem, sie durch Arbeit und Sprache schnell zu integrieren. Junge Menschen, Quereinsteiger oder auch Menschen, die bei uns eine neue Heimat suchen, sollen in Deutschland willkommen sein und ankommen dürfen. Aus unserer Sicht gelingt dies vor allem in den Betrieben und über den Arbeitsmarkt. Bei uns werden sie schnell Teil eines Teams und stehen auf eigenen Beinen. Als Unternehmen schaffen wir zusammen mit unseren Franchise-Nehmern pro Jahr rund 1.000 Ausbildungsplätze. Mit maßgeschneiderten Förder- und Weiterbildungsangeboten bieten wir unseren Mitarbeitern Zukunftsperspektiven.

Wir wollen die konstruktive Gesprächskultur mit der Gewerkschaft fortsetzen. Wir haben in den vergangenen Jahren des Dialogs viel gelernt und vor allem voneinander gelernt. Auch wenn wir in Zukunft gegensätzliche Positionen zu einigen Themen haben werden, wissen wir doch, dass wir in verlässlichem Austausch miteinander zu Ergebnissen kommen können, die für beide Seiten vertretbar sind.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt zu gehen? Ich glaube, den spürt man!

Vor 30 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn bei McDonald’s. In dieser Zeit habe ich sehr viele verschiedene Tätigkeiten mit Freude ausgeführt.

Hamburger braten, Pommes schütteln, Gäste bedienen, Toiletten schrubben, Mitarbeiter trainieren, ein Restaurant leiten, Franchise-Nehmer beraten, eine Region anführen, in der Geschäftsleitung mitwirken. Ich habe jede Aufgabe bei McDonald’s gerne gemacht und aus voller Überzeugung. Nun nach zehn Jahren im Vorstand, davon mehr als acht Jahre für das Personalressort zuständig, fühle ich, dass es Zeit ist meinen Platz zu räumen und den Staffelstab zu übergeben. Gerade die Möglichkeit, im Personalbereich zu arbeiten und mitzuhelfen Arbeitsbedingungen zu verbessern, Aus- und Weiterbildung voranzubringen, sich in Tarifverhandlungen für faire Löhne einzusetzen, hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ein Unternehmen, eine Marke, ein Arbeitgeber ist ja nicht etwas völlig losgelöstes, irgendwo im Universum, sondern wird von Menschen für Menschen gemacht und entwickelt. Ich bin so stolz, Teil dieser großartigen Gemeinschaft von Menschen bei McDonald’s zu sein. Und ich bin stolz, über acht Jahre einen Personalbereich geleitet zu haben, der sich in dieser Zeit vom Verwalter zum erstklassigen Dienstleister und Gestalter verwandelt hat. Ich danke meinem Team ausdrücklich dafür!

„Läuft also bei uns“ und warum gehe ich dann? Ich habe mir gewünscht, McDonald’s zu verlassen, wenn ich das Gefühl habe, dass die meisten Menschen es schade finden. Und ich denke, dass es Zeit ist für neue Impulse, neue Sichtweisen und neues Denken. Meine Zukunft sehe ich in einer Non-Profit Organisation. Dafür möchte ich mich ab dem 01.04.2016 beruflich qualifizieren. Darauf freue ich mich, trotz einer Träne im Knopfloch.

Ihr Wolfgang Goebel

Lesen Sie hier die Pressemitteilung: http://www.mcdonalds.de/web/presse/uber-uns

Jobvergabe ohne Vorrangprüfung: eine Chance für Flüchtlinge

Übergabe von 20.000 Sprachkursen für Flüchtlinge an Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Deutschland diskutiert über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen. Und auch McDonald’s bezieht Stellung. In einer Video-Botschaft hat sich vor einigen Tagen  unser Vorstandsvorsitzender Holger Beeck klar positioniert: McDonald’s steht für eine offene Willkommenskultur. Und in dieser Kultur hat Fremdenhass keinen Platz.

Mittelfristig brauchen die vielen Flüchtlinge in Deutschland aber vor allem konkrete Perspektiven. Und ich bin überzeugt: Das beste Angebot, das wir als Gesellschaft den Flüchtlingen machen können, ist ein Arbeitsplatz. Denn damit geben wir den Menschen die Möglichkeit, ihr Leben hier in Deutschland wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Ein Blick auf die aktuelle Gesetzeslage zeigt, dass dies für Asylbewerber in Deutschland nicht so einfach ist. Der Grund hierfür ist die sogenannte Vorrangprüfung: Der zufolge werden Deutsche und EU-Bürger bei der Jobvergabe gegenüber Asylbewerbern bevorzugt. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun empfohlen, Flüchtlinge auch ohne Vorrangprüfung in Deutschland arbeiten zu lassen und die bisherige Regelung für zwei Jahre auszusetzen.

Wir bei McDonald’s begrüßen diesen Vorschlag sehr. Denn Menschen brauchen Chancen und jeder Mensch in unserem Land hat Chancen verdient. Und dies unabhängig von der Herkunft, dem Alter, dem Geschlecht oder dem Bildungshintergrund. Die wichtigste Bedingung, um diese Chancen überhaupt nutzen zu können, ist der Erwerb der deutschen Sprache. McDonald’s fördert darum bereits seit Jahren seine Mitarbeiter mit Sprachkursen. Angesichts der Flüchtlingskrise haben wir uns entschlossen, nun auch in diesem Bereich ein Zeichen zu setzen: Gemeinsam mit unserem Partner LinguaTV stellen wir der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Online-Sprachkurse zur Verfügung.

Als Arbeitgeber sind wir heute mehr denn je auch Chancengeber. Und wir wissen, wovon wir sprechen: Etwa die Hälfte unserer Mitarbeiter hat keinen deutschen Pass. Aktuell arbeiten in unseren Restaurants Menschen aus 125 Nationen jeden Tag friedlich miteinander. Das ist nicht immer einfach. Denn wir alle sind verschieden. Integration gelingt nur, wenn man sich gegenseitig mit Respekt und Verständnis begegnet.

Ein Beispiel von vielen ist die Geschichte von Ahmad Atai: Ahmad kam im Oktober 2009 mit 17 Jahren ohne Deutschkenntnisse aus Afghanistan nach Deutschland,. Das erste Jahr verbrachte er in einem Asylbewerberheim und durfte nicht arbeiten. Im Anschluss bekam er die Chance auf eine Arbeitserlaubnis, wenn er einen Arbeitgeber finden würde, der ihn einstellen und eine Arbeitserlaubnis für ihn beantragen würde.  Bei einem Besuch in einem McDonald’s Restaurant wurde er auf einen arabisch sprechenden Mitarbeiter aufmerksam, was Ahmad ermutigte sich hier als Mitarbeiter zu bewerben. Es handelte sich um den Restaurant Manager, der ihn kurzer Hand einstellte. Seitdem ist Ahmad Atai Teil der McFamily und arbeitet daran, seine Chance bei McDonald’s zu nutzen. Er verbesserte mit großem Engagement seine Sprachkenntnisse bewarb sich im Februar 2013 für eine Ausbildung bei McDonald’s.

Ahmad Atai

Im Juli 2015 bestand Ahmad die IHK-Prüfung zur Fachkraft im Gastgewerbe und erhält nun die Möglichkeit, den Aufbau zum Fachmann für Systemgastronomie in 18 Monaten zu machen. Diese k

aufmännische IHK–Ausbildung kann  ins Restaurant Management führen und ermöglicht Ahmad viele neue Perspektiven in der Zukunft. Ahmad hat es in den letzten Jahren weit gebracht. Er ist

momentan in Deutschland weiterhin nur geduldet, doch er möchte seinen Weg bei McDonald’s unbedingt weitergehen. Und wir werden Ahmad Atai nach Kräften dabei unterstützen. Genauso wie unsere vielen anderen Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln. Denn für uns ist Vielfalt eine Chance.

Ich freue mich über regen Meinungsaustausch.

Der Azubi-Rap: manchmal fällt es schwer mutig zu sein.

Alexis, Philipp und Luca haben einiges gemeinsam. Die drei jungen Männer sind Freunde, sie sind Azubis bei McDonald’s und sie sind es gern. Sie lieben ihren Job. Und da gibt es noch etwas, dass sie verbindet: die Liebe zur Musik, und daraus ist etwas Tolles entstanden, der “Azubi-Rap”.

Doch der Reihe nach: Zur Begrüßung unserer neuen Azubis findet jedes Jahr eine große Einführungsveranstaltung statt, bei der die bestehenden Azubis die Gelegenheit haben, den neuen Azubis die Ausbildung bei McDonald’s näher zu bringen. Daraufhin hatten die drei Azubis aus Nürnberg eine besondere Idee. Man könnte doch einen Song über ihre Tätigkeit bei McDonald’s schreiben, cool, lässig und vor allen Dingen, anders. Alle drei waren sofort begeistert. Sie fingen an zu texten, was das Zeug hielt. Änderten, verbesserten, und heraus kam dann schließlich ein Rap der außergewöhnlich ist. Außergewöhnlich in Melodie und Text, gemacht mit viel Leidenschaft und Authentizität.

Ich hörte das Lied Ende letzten Jahres zum ersten Mal, und der Rap zog mich sofort in seinen Bann. Die Tätigkeit von unseren Azubis wird darin so passgenau und treffsicher beschrieben, dass man direkt das Bedürfnis verspürt, den Song mit der ganzen Welt zu teilen. Bei einem persönlichen Treffen mit den drei “Rappern” habe ich gespürt, die meinen was sie singen.

Mein Team und ich trafen die Entscheidung, unseren Azubis, die den Song ursprünglich nur mit einem iPhone aufgenommen haben, die Möglichkeit zu geben, alles im Tonstudio nochmal professionell aufzunehmen und ein Musikvideo zu drehen. Inhaltlich haben wir uns weitestgehend rausgehalten, wir wollten nicht, dass die Authentizität verloren geht. Alexis, Philipp und Luca hatten seitdem mehrfach die Gelegenheit ihren “Azubi-Rap” live auf internen Veranstaltungen zu performen, mit Riesenerfolg und viel Gänsehaut übrigens.

Oft höre ich, das Ding hat Potenzial zur Hymne. Soweit so gut, jetzt stellt sich natürlich die Frage wie geht es weiter mit dem Rap? Sollen wir das Video auf unsere Facebook Karriereseite, auf Youtube und auf die sonst gängigen Social Media Plattformen online stellen? Hier teilt sich mein Team in zwei Lager: Die Mutigen würden es am liebsten sofort und überall live stellen und teilen. Auch unsere drei Azubis fänden das cool.

Es gibt aber auch die “Warner”, die einen Shitstorm für möglich halten und für die die Unversehrtheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität hat. Azubi- und Unternehmenssongs sind ja in der Vergangenheit nicht unbedingt auf positive Resonanz gestoßen.

Wir haben uns entschieden, das Video mit dem Artikel erstmal auf meinen Blog zu stellen und weiterhin für interne Veranstaltungen zu verwenden.

Und wir würden gerne Ihre Meinung dazu erfragen: also mutig sein und Risiken eingehen? Oder sind Unternehmenssongs schon zu verbrannt und wir sollten das Video weiterhin vorrangig intern nutzen?

Ich freue mich über Ihr Feedback!

Zum Video

Arbeitsagentur „Da wird Dir geholfen“

Ein starkes Unternehmen braucht fähige und motivierte Mitarbeiter. Die Rekrutierung von Mitarbeitern wird allerdings immer herausfordernder. Um diese Aufgabe effektiv meistern zu können, greifen wir auch gerne auf professionelle Unterstützung zurück. Ein wichtiger Partner bei der Rekrutierung von potentiellen Mitarbeitern ist die Bundesagentur für Arbeit.

Es hat mich sehr gefreut, dass wir vergangene Woche die Möglichkeit  hatten Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit zusammen mit seinem Referenten Daniel Terzenbach in unserem Hause (McDonald’s Hauptservicecenter) begrüßen zu dürfen. Der Besuch fand auf eine Initiative des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS) statt, sie nahmen sich einen ganzen Nachmittag Zeit für uns.

Sich Zeit zu nehmen für die Punkte, die unsere Franchise-Nehmer und uns in der Zusammenarbeit mit der Agentur beschäftigen, war auch für uns sehr wichtig. Wir haben im Vorfeld die Themen, die die Kollegen im Feld bewegen, abgefragt und aufbereitet, so dass wir für die Diskussion mit Herrn Becker gut vorbereitet waren.

Bevor wir in die Gespräche eingestiegen sind, sollten unsere Gäste einen praxisnahen Eindruck vom Restaurant- und Schulungsalltag bekommen.  Im nahe gelegenen McDonald’s Restaurant zeigte sich Herr Becker sehr interessiert an der Ausgestaltung der Arbeitsplätze und der Abläufe im Restaurant. Im Anschluss  hatten unsere Trainer und Operations-Kollegen die Gelegenheit Herrn Becker und Herrn Terzenbach unser Trainingszentrum „Hamburger University“ näher zu bringen und die Vielfalt und Qualität unseres Seminarangebotes zu zeigen.

Besuch von Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, am 11. Mai 2015 bei McDonald’s Deutschland mit Blick hinter die Kulissen, um sich ein Bild von den Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Systemgastronomie zu machen.

Für die Diskussionsrunde hatten wir uns besonders auf folgende Themen vorbereitet:

  • Erleichterung beim Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber und geduldete Menschen
  • Unterstützung durch die Agentur für Arbeit bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland
  • Vermittlung von Menschen mit Behinderungen
  • Transparente Darstellung der angebotenen Fördermaßnahmen

Beeindruckend war, dass Herr Becker bei allen Punkten über konkretes Detailwissen verfügte und somit eine sehr angeregte und fruchtbare Diskussion möglich war. Dies wurde auch dadurch erleichtert, dass beide Seiten offen und authentisch mit den Schwächen und Herausforderungen im jeweiligen System umgegangen sind. Am Schluss des Tages wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, an denen wir uns auch messen lassen.

Ich ziehe ein sehr positives Fazit des Besuchs, nicht zuletzt weil wir  ein weiteres Treffen am Ende des Jahres vereinbart haben,  bei dem wir dann ein Zwischenfazit unserer Zusammenarbeit ziehen können.

V.l.n.r.: Stefan Fehr, Training McDonald’s, Wolfgang Goebel, Vorstand Personal McDonald’s, Gabriele Fanta, HR McDonald’s, Andrea Belegante, stellvertr. Geschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Marcel Kolb, Training McDonald’s, Raimund Becker Vorstand Regionen Bundesagentur für Arbeit, Julia Reiser, Berufsausbildung McDonald‘s, Nicole Betzien, Franchise-Nehmerin McDonald’s, Melanie Misch, Berufsausbildung McDonald’s, Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Daniel Terzenbach, Referent Bundesagentur für Arbeit

Was sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit der Agentur für Arbeit?

Alles ist digital! Ist digital alles?

Zunächst sorry, der letzte Blogartikel ist schon eine ganze Weile her. Zum Schreiben brauche ich Ruhe und Zeit zum Nachdenken, beides war in den letzten Wochen nicht so gegeben.

Aber jetzt zum Thema:

Die meisten Einladungen, die ich derzeit bekomme, um als Redner bei Veranstaltungen aufzutreten, drehen sich rund um das Thema „Digitale Welt“: digitales Recruiting, digitale Performance Reviews, digitale Administration, etc.

Mir ist klar, dass es heute für ein Unternehmen selbstverständlich sein muss, beim Thema „Digital“ spitze zu sein. Uns ist auch klar, dass es für potenzielle Bewerber heutzutage ein absolutes Arbeitgeberattraktivitätskriterium und ein Zeichen von Modernität ist, wo man hier steht und wie man hier agiert.

Mit Stolz darf ich auch sagen, dass wir bei McDonald’s auf dem Weg sind, in der digitalen Welt nach vorne zu kommen und in dem Bereich ordentlich Gas geben, gerade auch im People Bereich. Doch ist digital das Nonplusultra? Es gibt  auch Momente in denen ganz andere Dinge zählen. Bei all dem modernen „Schnickschnack“, bei dem man heute auf jeden Fall  dabei sein mag, lebt vor allem das People Business von Menschen, die mit Herzblut und Leidenschaft dabei sind. Also: Echte Emotionen. Echte Menschen.

Dies erleben wir auch jeden Tag im Restaurant. Wäre es das Gleiche, wenn eine Maschine einem Kind mit dem Happy Meal einen Luftballon überreicht? Nein. Daher wird es nie dazu kommen, dass unsere Restaurants komplett digital werden.

Ich komme gerade von unserer Restaurant Manager Roadshow, bei der Service am Gast ein großes Thema war. Es war eine durchweg faszinierende Live-Veranstaltung, von Menschen für Menschen.

Sechs Städte in zwei Wochen, Aufbau – Abbau – Aufbau – Abbau und insgesamt mehr als 2500 Teilnehmer, Dauer jeweils sechs Stunden. Eine gelungene Mischung aus Information und Entertainment, die zum Ziel hatte unsere Restaurant Managerinnen und Restaurant Manager auf die Reise mit dem Titel „ich liebe es 2.0“ einzuladen.

Tolle Präsentationen von Marketing, Operations und natürlich auch aus dem People Bereich. Eine großartige Möglichkeit, auch für die Vortragenden ihre Performance auf der Bühne weiter zu verbessern und die Kolleginnen und Kollegen zu begeistern. Und auch der Spaß kam natürlich nicht zu kurz. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit 360° Fotos zu machen und diese anschließend über unser online Mitarbeiterportal in ihren sozialen Netzwerken zu teilen. Durchaus digital, aber auch hier standen die Menschen im Vordergrund.

Am besten kam aber ein „Azubi Rap“ an, eine Komposition von 3 Azubis, die in Sprechgesangform über ihr Leben als Azubis berichten – echt coole Sache.

Frage: „Hätte man die gesamte Veranstaltung nicht auch als Webcast, Podcast oder Town Hall Meeting inszenieren können? Klare Antwort: Ja schon, aber…, McDonald’s ist Emotion und Emotion ist McDonald’s und ich bin fest davon überzeugt, wenn man Menschen im Herzen treffen und sie auf eine Reise zum Erfolg mitnehmen möchte, so ist eine „Live Roadshow“ immer noch das Beste.

Mein Dank gilt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren.

#FürVielfalt

Die furchtbaren Terrorereignisse in Paris und die weltweiten Reaktionen auf diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit bewegen mich zutiefst – und das auch Tage danach.

Gleichzeitig betrüben mich, insbesondere aus der Sicht eines Personalverantwortlichen, die neuen „Montagsdemonstrationen“ beispielsweise in Dresden, die von PEGIDA organisiert werden. Denn ich dachte eigentlich, dass wir in Deutschland in den letzten Jahren beim Thema Integration bereits einen Schritt weitergekommen wären… scheinbar ein Trugschluss!

Denn selbst wenn wir vielleicht noch nicht in allen Lebensbereichen in Deutschland bewiesen haben, dass wir Integration perfekt beherrschen, blicken wir in der Personalwelt hierzulande doch auf eine sehr positive Entwicklung zurück. Und das bereits seit dem sogenannten „Wirtschaftswunder“ vor vielen Jahrzehnten, das ohne unsere Gastarbeiter von damals niemals möglich gewesen wäre.

In den letzten Jahrzehnten haben wir Anerkennung, Wertschätzung und Achtung der Vielfalt in Deutschland vorangebracht. Gerade auch bei McDonald’s schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung.

Nicht zuletzt arbeiten bei McDonald’s heute 130 Nationen unter einem Dach – sie alle profitieren von der Vielfalt untereinander, lernen voneinander und sind gleichzeitig damit auch ein Spiegelbild der Vielfalt unserer Gäste in Deutschland.

Aktuell sind wir in vielen Branchen, ganz gleich ob in der Pflege, in der Landwirtschaft, aber auch in der Hotellerie und Gastronomie dringend auf Mitarbeiter aus dem Ausland angewiesen. Anders können wir die offenen Stellen gar nicht mehr besetzen. Genau deswegen müssen wir als Personalverantwortliche in unseren Unternehmen eindeutige Zeichen setzen – für Vielfalt.

Denn:

  • In vielen Regionen Deutschlands herrscht de facto Vollbeschäftigung. Für künftiges Wachstum benötigen wir dringend weitere Menschen, die in unserem Land leben wollen. Denn der demografische Wandel hat Deutschland fest im Griff. Es gibt volks- wie betriebswirtschaftlich betrachtet keine Alternative zu Zuwanderung und Integration.
  • Integration von Menschen anderer Herkunft heißt ein gutes Stück Arbeit und Engagement. Egal, ob es um die Unterstützung bei Ämterbesuchen und bei der Suche nach angemessenen Unterkünften geht, oder um interkulturelles „Ankommen“, z.B. mithilfe eines Sprachkurses. Integration kann man nicht an die neuen Kollegen aus dem Ausland delegieren, wir müssen ihnen Angebote machen und sie tagtäglich unterstützen – eben integrieren!
  • Wir im Personalbereich haben als „Kulturträger“ im Unternehmen eine gewichtige Verantwortung: Für Toleranz, Offenheit und Transparenz einzutreten und Veränderungsprozesse anzustoßen. Vielfalt hilft – sie inspiriert, schafft Kreativität und erweitert den Horizont.

Es ist an der Zeit, sich diesen Herausforderungen stärker zu widmen, es ist unsere Aufgabe als Personaler weiterhin persönlich eine „Willkommenskultur“ im Unternehmen zu schaffen und auch zu prägen.

„Wir tragen nicht nur Verantwortung für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ (Voltaire)

#FürVielfalt – geht nur mit allen!

“Tarifvertrag abgeschlossen”

Da war ein hartes Stück Arbeit, aber hat es sich gelohnt. Letzten Mittwoch um 01:50 Uhr, konnten wir vermelden: Entgelttarifvertrag für zwei Jahre und Manteltarifvertrag für fünf Jahre zwischen dem Arbeitgeberverband BdS (Bundesverband der Systemgastronomie) und der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) unter Dach und Fach. Und das ist auch gut so!
Man kann sich die Frage stellen, warum mussten wir über fünf Monate, über vier Runden mit Spitzengesprächen zwischendurch, verhandeln? Hätten es sich beide Parteien nicht auch einfacher machen können, um schneller zur Entscheidung und zu einer Vereinbarung zu kommen? Eine klare Antwort, ein klares „Nein“.
Ein Verhandlungsergebnis ist immer ein Kompromiss und um einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen, benötigt man ein zähes Ringen. So ist nun mal die Dramaturgie. Zu Beginn stieg die Gewerkschaft mit ihren Maximalanforderungen ein und der BdS war am Anfang nur zu geringen Mehrleistungen bereit. Denn für uns als Arbeitgeber bestand bereits die Herausforderung, den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2015 einzuführen. Das ist die Basis auf der ein neuer Tarifvertrag zu verhandeln war und das machte es zusätzlich schwierig. Und eine Besonderheit kam dazu. Die Tarifkommission der NGG vertrat über alle Verhandlungsrunden hinweg die Auffassung die 8,50 EUR – also der Mindestlohn – seien ja durch Andrea Nahles gesetzt und die Frage sei jetzt nur: „Was packen die Arbeitgeber oben drauf?“. Diese Meinung verkannte völlig die Situation, das ja der Unterschied zwischen den aktuellen tariflichen Einstiegslöhnen und dem gesetzlichen Mindestlohn in den Unternehmen getragen werden muss.
Lassen Sie mich eins zum Ausdruck bringen. Ich finde es richtig und wichtig, dass der Mindestlohn von 8,50 EUR für alle Mitarbeiter gleich fair und transparent umgesetzt wird. Die Möglichkeit, sich in einer Übergangszeit an die 8,50 EUR anzunähern, war für uns keine Option. Genauso müssen wir aber auch sicherstellen, dass die Betriebe in Ost und West wirtschaftlich in der Lage sind, sich die Tarifbindung leisten zu können. Diese Tatsachen machten eben einen Abschluss so schwierig, und dies war auch ein Grund, warum ich die Entscheidung getroffen habe, in meiner Rolle als BdS-Präsident selber aktiv in die Verhandlungen einzusteigen. Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der NGG, entschied sich auf der „anderen Seite“ ebenfalls dazu.
Das war von uns beiden auch ein klares Zeichen, dass wir an einem Abschluss höchstes Interesse hatten. Dass es dann noch bis zum 16. Dezember 2014 gedauert hat, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Gewerkschaft das Ende der Friedenspflicht am 30. November 2014 für mediale Aufmerksamkeit nutzen wollte. Dies wurde dann mit diversen Demonstrationen und Warnstreiks zum Ausdruck gebracht.
Auf jeden Fall war ich froh, dass wir uns am Abend des 1. Dezember, nachdem die Verhandlungen ergebnislos unterbrochen wurden, auf eine freiwillige Schlichtung und auf die Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer geeinigt haben.
Die Schlichterin hat sich hervorragend eingebracht, beide Seiten vor dem 16. Dezember angehört und viele Fragen gestellt. Frau Engelen-Kefer hatte einen ganz großen Anteil daran, dass am 16. Dezember nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon dann doch ein Kompromiss erzielt wurde und damit neue Tarifverträge ab 1. Januar 2015 existieren.
Mit dem Ergebnis gehen die Unternehmen an ihre Belastungsgrenzen, aber das Gute ist: Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben für die nächsten Jahre Planungssicherheit und die Tarifbindung hat gesiegt, hierzu finden Sie die Pressemeldung des BdS mit den Verhandlungsergebnissen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei beiden Tarifkommissionen sowie bei der Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer bedanken. Jeder hat sich sehr engagiert und verdient Respekt. Diesen Respekt vor der Sozialpartnerschaft haben wir als Unternehmen gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern auch in einer ganzseitigen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung und der WELT letzten Samstag zum Ausdruck gebracht.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Blog, wünsche Ihnen schöne Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches 2015.
Ihr Wolfgang Goebel

1.176.575x Dankeschön!McDonald’s Azubis in Aktion für den guten Zweck

Was man bewegen kann, wenn man sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzt, durfte ich jetzt erst wieder erleben. Die diesjährige Charity-Aktion „Trostpflaster“ zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung fand vom 16. Oktober bis 5. November 2014 in allen teilnehmenden Restaurants statt. Dort konnten unsere Gäste die Trostpflaster-Sets zum Preis von einem Euro erwerben. Dank einer tollen Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie insbesondere des Engagements unserer Azubis war die Aktion ein voller Erfolg: 1.176.575 Trostpflaster-Sets wurden verkauft und ein Reinerlös von 84 Cent pro Set floss direkt an die Stiftung.

Da es uns am Herzen liegt, den jungen Menschen im Unternehmen den Charity-Gedanken näher zu bringen, spielten unsere Azubis und Studenten bei der Aktion eine zentrale Rolle: Sie meldeten die Restaurants nicht nur zur Charity-Aktion an, sondern leiteten die Umsetzung sogar eigenverantwortlich als ‚Paten‘. Dabei war auch Kreativität gefragt: So haben viele Azubis außergewöhnliche Ideen entwickelt, um möglichst viele Spenden zu generieren. Von Autowaschtagen bis hin zum Ponyreiten reichte das Sammelsurium an Aktionen. Zahlreiche ‚Paten‘ verbrachten gemeinsam mit ihren Kollegen auch einen Tag im nächstgelegenen Ronald McDonald Haus, um hautnah zu erleben, was durch ihre Unterstützung bewirkt werden kann.

Zum Ziel hatten wir uns übrigens eine Million verkaufte Sets gesetzt – eine beachtliche Summe, die wir dann sogar noch übertreffen konnten! Für mich Grund genug, um an dieser Stelle allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön auszusprechen!

Auf der jährlichen Benefiz-Gala am 10. November mit 500 Gästen, darunter Sylvie Meis und McDonald’s Franchise-Nehmer Henry Maske, habe ich mich insbesondere darüber gefreut, dass Stefanie Riemann stellvertretend für unsere McDonald’s Azubis anwesend war. Gemeinsam mit Frau Riemann, die als Mutter die Aktion mit besonders viel Herzblut unterstützte, hatte ich die Ehre, den Spendenscheck an die Kinderhilfe Stiftung zu überreichen.

Insgesamt konnte sich die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung an diesem Abend über eine Spendensumme von 885.500 Euro freuen. Chapeau! Und das auch noch im Jubiläumsjähr – vor 40 Jahren wurde das erste Ronald McDonald Haus in den USA eröffnet.

Damit liegt unsere Messlatte für nächstes Jahr entsprechend hoch – aber ich bin mir sicher, unsere Azubis und ihre Teams lassen sich wieder einige Überraschungen einfallen, um sie zu übertreffen!

1.176.575x Dankeschön!
McDonald’s Azubis in Aktion für den guten Zweck

Was man bewegen kann, wenn man sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzt, durfte ich jetzt erst wieder erleben. Die diesjährige Charity-Aktion „Trostpflaster“ zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung fand vom 16. Oktober bis 5. November 2014 in allen teilnehmenden Restaurants statt. Dort konnten unsere Gäste die Trostpflaster-Sets zum Preis von einem Euro erwerben. Dank einer tollen Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie insbesondere des Engagements unserer Azubis war die Aktion ein voller Erfolg: 1.176.575 Trostpflaster-Sets wurden verkauft und ein Reinerlös von 84 Cent pro Set floss direkt an die Stiftung.

Da es uns am Herzen liegt, den jungen Menschen im Unternehmen den Charity-Gedanken näher zu bringen, spielten unsere Azubis und Studenten bei der Aktion eine zentrale Rolle: Sie meldeten die Restaurants nicht nur zur Charity-Aktion an, sondern leiteten die Umsetzung sogar eigenverantwortlich als ‚Paten‘. Dabei war auch Kreativität gefragt: So haben viele Azubis außergewöhnliche Ideen entwickelt, um möglichst viele Spenden zu generieren. Von Autowaschtagen bis hin zum Ponyreiten reichte das Sammelsurium an Aktionen. Zahlreiche ‚Paten‘ verbrachten gemeinsam mit ihren Kollegen auch einen Tag im nächstgelegenen Ronald McDonald Haus, um hautnah zu erleben, was durch ihre Unterstützung bewirkt werden kann.

Zum Ziel hatten wir uns übrigens eine Million verkaufte Sets gesetzt – eine beachtliche Summe, die wir dann sogar noch übertreffen konnten! Für mich Grund genug, um an dieser Stelle allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön auszusprechen!

Auf der jährlichen Benefiz-Gala am 10. November mit 500 Gästen, darunter Sylvie Meis und McDonald’s Franchise-Nehmer Henry Maske, habe ich mich insbesondere darüber gefreut, dass Stefanie Riemann stellvertretend für unsere McDonald’s Azubis anwesend war. Gemeinsam mit Frau Riemann, die als Mutter die Aktion mit besonders viel Herzblut unterstützte, hatte ich die Ehre, den Spendenscheck an die Kinderhilfe Stiftung zu überreichen.

Insgesamt konnte sich die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung an diesem Abend über eine Spendensumme von 885.500 Euro freuen. Chapeau! Und das auch noch im Jubiläumsjähr – vor 40 Jahren wurde das erste Ronald McDonald Haus in den USA eröffnet.

Damit liegt unsere Messlatte für nächstes Jahr entsprechend hoch – aber ich bin mir sicher, unsere Azubis und ihre Teams lassen sich wieder einige Überraschungen einfallen, um sie zu übertreffen!