Von Trennungen und Beziehungen

Erinnern Sie sich an den Gastbeitrag von Sarah Scholl? Heute möchte ich über das Thema Trennung im beruflichen Umfeld schreiben. Und zwar genau über die vielleicht landläufig als einfachste Variante angesehene – die freiwillige, die von einem Mitarbeiter ausgeht.

Zum Thema: Ob Sie es glauben oder nicht, ich ahne es zumeist schon, wenn ein entsprechender Termin von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter über meine Assistentin vereinbart wird. Vielleicht auch, weil sie oder er wie ich in diesem Fall „das Gras wachsen hört“. Die Person, die mit mir im Vorfeld der Trennung sprechen möchte, ist meistens sehr nervös, schließlich ist es ja auch nicht gerade eine tolle Message, wenn man sagen möchte, dass ein anderes Unternehmen/eine andere Stadt/ein Studium/eine Auszeit/der Vorruhestand/ein neuer Partner etc. attraktiver sind als die jetzige Position. Ich denke, dass viele dieses Gespräch am liebsten auch gar nicht freiwillig führen würden, wenn nicht auf der anderen Seite unsere standardisiertes Exit-Interview anstünde. Und da ist das Gespräch „vorab“ und freiwillig das kleinere Übel. Wenn das Wesentliche, also „ich möchte gehen, weil…“ und meine Reaktion darauf formal erledigt ist, wird es für mich sehr interessant. In diesem Moment gibt’s nämlich kein Halten mehr für wirklich offenen Dialog, ehrliches Feedback und angenehme wie unangenehmen Wahrheiten, gerne auch zum Selbst- wie Fremdbild. Feedbackregeln sollten dabei von beiden Gesprächspartnern berücksichtigt werden. Dann steht einem unglaublichen Erkenntnisgewinn nichts mehr im Wege.

Und wie stehe ich zu diesen Gesprächen? Es ist immer bedauerlich, wenn man talentierte, engagierte Menschen ziehen lassen muss. Vor allem dann, wenn eine gemeinsame Wegstrecke zurückgelegt wurde, oder die Zusammenarbeit sehr eng war. Der zwischenmenschliche Kontakt muss aber deshalb nicht abreißen, bloß weil eine Veränderung eintritt. Oft lande ich bei der Nachbetrachtung bei meinen diversen beruflichen Stationen und den Gesprächen mit meinen jeweiligen Vorgesetzten, wenn es für mich an der Zeit für Veränderung war. Dazu gab es die unterschiedlichsten Reaktionen, zumeist ging es sachlich-verständig zu, aber das eine oder andere mal auch enttäuscht-emotional. Ebenso rückblickend kann ich nur bestätigen, dass man tatsächlich oft Menschen zweimal begegnet. Daher versuche ich es auf die sachliche Tour – kommt manchmal allerdings nicht so gut an, weil die andere Seite Emotionen erwartet oder sogar enttäuscht ist, wenn zu wenig Bedauern rüber kommt.

Zwei Begegnungen in dieser Woche: ein Termin ohne Betreff, ein gutes Gespräch wie oben beschrieben. Eine tolle Perspektive für den anderen, zu der ich gratulieren kann. Weil es mich für unsere Branche und unser Unternehmen stolz macht, wenn man unseren Mitarbeitern solche Potenziale zuschreibt. Bedauerlich, weil eine gute Arbeitsbeziehung schon bald zu Ende gehen wird, die persönliche ganz sicher auf einer anderen Basis Bestand hat. Und ein Telefonat gestern mit einer ehemaligen Kollegin, die McDonald’ zwar zugunsten einer anderen Option verlassen hat, aber nun zu einer geschätzten Dialogpartnerin geworden ist. Genau deshalb gewinnen wir sie vielleicht eines Tages wieder für unser Unternehmen zurück, wenn wir ihr anbieten können „Mach‘ Deinen Weg“ – komm zurück zu McDonald’s. Zum Abschluss daher ein abgewandeltes Zitat, das ich schon sehr oft für Abschiedsgrußkarten verwendet habe und das ich Ihnen heute mit auf Ihren Weg geben möchte: „Man muss immer auf die Art und Weise gehen, dass man zurückgewünscht wird“.

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Mach Deinen Weg auch ohne deutschen Pass – Gastbeitrag

An dieser Stelle möchte ich eine neue Serie beginnen. Das liegt unter anderem an den zahlreichen Emails und persönlichen Rückmeldungen zum Thema „Integration geht“. Auch Rafael Cruces aus unserem People-Team hat sich dazu Gedanken gemacht. Interessant ist, dass die Diskussion um das Thema Migration Menschen wie ihn emotional betrifft, obwohl er für mich ein Musterbeispiel an Integration ist und uns allen im Alltag nicht auffällt, dass die Familie Cruces die letzten Jahrzehnte auch Integrations-Hürden erlebt hat:

Aktuell entbrennen viele Diskussionen über den Erfolg von Integration. Die aktuelle Flüchtlingskrise, übrigens nicht die erste, die Deutschland zu bewältigt hat, droht immer wieder das Land zu spalten. Hinzu kommt die Diskussion über die politische Einstellung in Deutschland lebender Türken und die angeblich gescheiterte Integration der Gastarbeiter.
Ich frage mich seit einigen Wochen, ob ich dazu was schreiben soll… Ich bin nicht der Typ für eine öffentliche Kritik, allerdings habe ich mich am Wochenende mal wieder über die Presse und Politik geärgert und da ist spontan das hier entstanden.

Und wer bin ich?
Ich bin Nichtdeutscher, Migrant, Europäer und auf dem Papier Staatsbürger eines anderen EU-Mitgliedstaates. Wenn man in meinen Kopf schaut, mein Verhalten beobachtet, bin ich deutsch, d.h. wenn ich denke, wenn ich arbeite und natürlich auch wenn ich Steuern zahle. Ich bin allerdings Migrant, wenn ich die aktuelle Diskussion wirklich schmerzlich fühle.

Ich gehöre schon zur 2. Generation von Einwanderern. Mein Vater kam Anfang der 70er ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland. Es war eine Kombination aus politischen und vorwiegend ökonomischen Gründen, die einen jungen Mann dazu brachten, seine Eltern und sein Land zu verlassen und nach neuen Wegen zu suchen, um eine Familie zu gründen. Es sollte eigentlich nur ein Zwischenstopp in Deutschland werden. Seit dem sind über vierzig Jahre vergangen. Zwei Kinder wurden geboren, eines in der Heimat, eines in Deutschland, und beide sind hier aufgewachsen. Wir Kinder, beide Akademiker übrigens, haben inzwischen mit jeweils deutschen Partnern Familien gegründet. Und arbeiten in großen Konzernen.
Es klingt nach gelungener Integration nach dem Lehrbuch… Aber ist es das wirklich, wenn mich die Diskussion emotional aufwühlt?

Im Rahmen der Flüchtlingswelle 2015 wurde ich durch meine Tätigkeit im Bereich Personal-Grundsatzfragen zum „Integrations-Beauftragten“. Seit dem gehören die Stolpersteine der Migration und Integration in den Arbeitsmarkt und deren Behebung zu meinem Alltag.
Ich gebe offen zu, neben der beruflichen Rolle, sind es inzwischen auch persönliche Interessen, die mich motivieren bei der erfolgreichen Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mitzuwirken.
Arbeit und Ausbildung sind aus meiner Sicht der beste Weg Menschen zu integrieren. Warum? Zunächst, weil es auch mein persönlicher Türöffner war und weil Arbeitgeber aufgrund der Rasse, Geschlecht, Weltanschauung, Religion, Behinderung, sexueller Orientierung ihre Arbeitnehmer und Auszubildenden nicht diskriminieren dürfen.

Hinzu kommt, dass wir als Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht haben und Menschen persönlich und beruflich weiterentwickeln. Die unterschiedlichsten Menschen lernen so den Umgang miteinander und viel voneinander.
Für mich persönlich heißt Integration ein Teil der Gesellschaft zu sein und nicht nur über alle Pflichten sondern auch Rechte zu verfügen.

Wir müssen alle gemeinsam viel lernen und wie es aussieht, haben wir einen langen Weg vor uns, Deutsche und Nichtdeutsche.
Ist es wirklich relevant welche Nationalität ich habe oder doch eher wer ich bin und was mich ausmacht?

Lassen Sie uns Integration gemeinsam anpacken. Nach dem Motto „Mach Deinen Weg“ sollte jeder Mensch, der in Deutschland lebt und arbeitet die Möglichkeit haben, sich unter Beachtung aller Rechte und Pflichten individuell zu entwickeln. Wenn ein Job bei McDonald’s der Einstieg für eine neue „deutsche“ Familie sein kann, werden wir die Perspektiven schaffen.

Rafael Cruces


McDonald’s – mein Résumé – Gastbeitrag

McDonald’s lebt ganz entscheidend davon, dass wir Nachwuchs in den eigenen Reihen identifizieren, fördern und weiterentwickeln. Meine Kollegin Sarah Scholl ist in Bezug auf ihr Alter eine ganz schön lange Wegstrecke mit bei uns an Bord gewesen – und das sehr erfolgreich. Klassisch startete ihr Weg in einem unserer Restaurants, führte dann über eine Bachelorarbeit in die Verwaltung und endet nun leider Ende des Monats, weil sich Sarah für ein MBA-Studium in den USA entschieden hat. Aus der Restaurant- wie aus der klassischen Verwaltungswelt nimmt sie nun Erkenntnisse mit, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollten. Sicher gibt es hier einige Aspekte, die sich gut in einer Diskussion vertiefen lassen. Ich schätze Sarahs offene und direkte Art jedoch sehr und freue mich auch mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, auf eine lebendige Diskussion. Liebe Sarah, möge Dein weiterer Weg Dir freundlich entgegen kommen. Alles Gute – Du „machst Deinen Weg“!

Change, Kulturwandel, Generationenwechsel ist ein Dauerbrenner in der öffentlichen Diskussion. Auch McDonald’s befindet sich im Wandel. Unsere Restaurants verändern sich, der Service und natürlich auch die Menschen, die nun zu uns stoßen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Auseinandersetzung mit dem Wandel in unseren Restaurants besser gelingt als in den administrativen Funktionen, aber dazu später mehr. Kurz bevor ich McDonald’s für ein MBA-Studium verlasse, wollte ich vor allem über „mach Deinen Weg“ in unserem Unternehmen schreiben, und was ich mitnehme.

Mein erster Tag bei McDonald’s war der 10.01.2007. Das war nicht nur der Tag an dem mein Kollege Mustafa mir beigebracht hat, wie Cheeseburger, Hamburger und Big Macs zubereitet werden, sondern auch der Beginn einer dreijährigen Tätigkeit, in der ich – zuerst unerwartet, aber dann umso mehr, Dinge gelernt habe, die mich mein restliches Leben begleiten werden. Ich habe gelernt, was es bedeutet Teil eines Teams zu sein, welches kulturell, demografisch und charakteristisch kaum unterschiedlicher sein könnte und gleichzeitig ein gemeinsames Ziel verfolgt (auch wenn es noch so simpel klingt): jeden einzelnen Gast glücklich machen. Und dass jeder einzelne, der an der Kasse teilweise noch so ignorante Gäste bedient, in der Küche Burger zubereitet oder die Toiletten schrubbt (auch das gehört dazu) den größten Respekt verdient hat. Damals in der 12. Klasse, kurz vor dem Abi in einer Kleinstadt im Taunus, stieß mein Nebenjob beim Systemgastronomen mit „McJob“ Klischees behaftet bei einigen meiner Schulkameraden und selbst auch deren Eltern (und auch mir bekannten Gästen) auf großes Unterverständnis. „Wie kann man nur in so einem Laden arbeiten?“. „Da essen ja – aber da arbeiten? Never! Das McDonald’s als Unternehmen kritisiert werden kann, leuchtet mir ein, aber solche Kritik kam nie – es ging immer um „diejenigen die da arbeiten, können nichts. Sind zu doof, um was anderes zu machen“.

Was ich während meiner Zeit im Restaurant in erster Linie gelernt habe, ist, dass jeder an einem Strang gezogen hat, uneingeschränktes Vertrauen ins Team herrschte. Wenn es ein Problem gab, musste dies gelöst werden, egal mit wem, von wem, für wen. Gegenseitiger Respekt, Teamgefühl und Gemeinschaft also. Und dass Vielfalt zählt, egal wo man herkommt, wie alt man ist oder welcher Glaubensrichtung man angehört.

Nach diesen positiven Erfahrung im Restaurant, habe ich entschieden, während meines Studiums ein Praktikum in der Personalabteilung der McDonald’s Deutschland Verwaltung zu nutzen, um mal „die andere Seite kennenzulernen“. Ein Jahr später kehrte ich für meine Bachelorarbeit zurück und wurde anschließend fest angestellt. Meine ersten viereinhalb Jahr in einem „richtigen“ Job war ich Teil des Personal-Teams und habe verschiedenste Projekte leiten dürfen. Und dabei auch viel mitgenommen!

Leider habe ich bei meinem ersten Job aber auch nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht. Beispielsweise, wenn Kolleginnen und Kollegen sich selbst und ihren individuellen Erfolg zu wichtig nehmen. Vielleicht gerade weil sie eine tolle Ausbildung genossen haben. In ihrem Traumjob arbeiten dürfen und das alles mit ganz geregelten Arbeitszeiten und ganz ohne Schichtdienst. Wenn die eigene Karriere und nicht etwa das eine gemeinsame (Unternehmens-)Ziel in den Vordergrund gestellt wird. Oder das Team, Vertrauen in die anderen, gegenseitiger Respekt, auch wenn man mal nicht einer Meinung ist. Wenn das „Ich“ vor das „Wir“ gestellt wird, eine Haltung, die wir uns im Restaurant gegenüber unseren Gästen gar nicht erlauben dürfen. Ich denke, dass dies auch in anderen Unternehmen so ist – vielleicht vor allem auch wenn der Kontakt zur vielgerühmten Basis im Unternehmensalltag etwas verloren geht. Und obwohl alle Verwaltungsmitarbeiter alljährlich Restauranttage absolvieren müssen, kommt dies leider auch bei McDonald’s vor. Wobei ich betone, dass ich hiermit nicht über die ganze Verwaltungsmannschaft spreche.

Vom hohen Ross runter kommen und sich selbst nicht so wichtig nehmen – das ist im Prinzip die ganz entscheidende Wahrheit, die ich aus meinen ersten rund acht Jahren Berufserfahrung mitnehme. Für den notwendigen Wandel, ganz gleich auf welcher Hierarchieebene, in welcher Funktion und an welchem Standort. Und darum bereue ich keine Minute, die ich im McDonald’s Restaurant in Idstein verbracht habe und für mein Leben mitnehmen kann, wie Teams – egal unter welchen Bedingungen – funktionieren und was gemeinsam ein Ziel erreichen bedeutet. Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte bleibt weiter dran, damit das gemeinsame WIR im Vordergrund steht, und wir unsere Gäste auch künftig gemeinsam im Team glücklich machen können!

Sarah McFlurry

Integration geht!

Nach ein paar Gastbeiträgen bin ich heute mal wieder dran. Die letzten Wochen war ich viel in Deutschland unterwegs, weil wir uns intensiv mit unseren Franchise-Partnern zu aktuellen wie zu künftigen Themen austauschen. Diese Meetings sind sehr relevant, gerade für den Bereich People. Weil unsere Partner vor Ort nämlich das Gesicht von McDonald’s sind. Unsere Botschafter für die Marke, und eben auch für die Arbeitgebermarke. Schön ist, dass sie das auch so sehen!

Unser Begriff für die Partnerschaft ist zwar ein sehr nüchterner – wir sprechen immer von „System“. In Wirklichkeit ist es aber eine Zusammenarbeit, die von viel Dialog und Diskussion lebt. Und von Herz! Mit dem Beginn der Flüchtlingsdebatte hatten wir uns verständigt, dass wir geflüchteten Menschen keinen Stempel qua Eintrag in die Personalakte geben wollten. Eben weil unsere Unternehmensgeschichte zeigt, dass Integration möglich ist, auch ganz ohne Kennzeichnung der Kolleginnen und Kollegen, die aus einer Notlage aus dem Ausland zu uns kommen. Beispielsweise arbeiten noch heute sehr viele Mitarbeiter bei uns, die in den 90ern aus den Balkanstaaten flüchten mussten. Als in der vergangenen Woche wieder öffentlich diskutiert wurde, wo die aktuelle Flüchtlingswelle im Bereich Beschäftigung hinführt, kam diese Diskussion mitten in die Franchise-Nehmer-Treffen zum Halbjahr.

Und jetzt zum Herz – nach einer spontanen Abfrage haben wir festgestellt, dass wir erheblich mehr geflüchtete Menschen beschäftigen, als wir dachten. Nicht nur weil wir eine außerordentlich positive Arbeitsbeziehung zur Bundesagentur für Arbeit haben, die uns bei dem Projekt, Flüchtlinge in Beschäftigung zu bringen, hervorragend unterstützt. Sondern vor allem, weil viele Franchise-Partner vor Ort ganz großartiges Engagement an den Tag legen. Zeit und Energie investieren, um administrative wie caritative Dinge neben der Einstellung auf die Reihe zu bringen. Und zusammen mit ihren Restaurantteams dafür sorgen, dass sich die neuen Kollegen schnell zugehörig fühlen. Das ist umso wichtiger, weil oftmals keinerlei Deutschkenntnisse vorhanden sind. Wir können Integration auch deshalb so gut, weil die Einstiegshürden in der Systemgastronomie nicht hoch sind: Spaß am Umgang mit Menschen und Freude am Service sind beste Startbedingungen. Den Rest können wir unseren neuen Kolleginnen und Kollegen dann beibringen.

Während die einen kritisieren, dass „Flüchtlinge nur rumhängen“, beschweren sich die anderen „dass die uns die Jobs wegnehmen“ – ein regelrechtes Spannungsfeld, in dem die Betroffenen nur verlieren können! Weil ja bekannt ist, dass Flüchtlinge nur unter gewissen Bedingungen eine Arbeit und Ausbildung aufnehmen dürfen. Und umgekehrt bei einem Rekordniveau an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Arbeitsmarkt in manchen Regionen glücklicherweise wie leergefegt ist – aus Arbeitgeberperspektive. Für unser gemeinsames Engagement in der Systemgastronomie haben wir in den letzten Tagen viel Anerkennung erhalten.

Als Wermutstropfen allerdings haben wir auch total verdrehte Darstellungen gelesen, beispielsweise, dass wir im Gegenzug deutsche Bewerber benachteiligen würden. Oder unser Engagement gegen deutschsprachige Arbeitslose und Hartz4-Empfänger gerichtet ist. Mich macht es sehr nachdenklich, und betroffen. Wenn wir in der Wirtschaft wie in der Gesellschaft diese Gruppen gegeneinander ausspielen, kann Integration nicht gelingen. An dieser Stelle möchte ich meinen Chef zitieren „Fremdenhass hat bei McDonald’s keinen Platz“. Was auf Gästeseite so ist, kann und wird auf Mitarbeiterseite niemals anders sein. Dafür arbeiten wir gerne weiter gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern daran und stehen auch im öffentlichen Dialog weiter für Vielfalt ein.

Auf die Mischung kommt es an!

Liebe Leserinnen und Leser,

Gabriele Fanta, die Gastgeberin dieses People Blogs, wird heute 40 Jahre alt (sie hat mir erlaubt das Alter zu nennen). Dazu meine herzlichsten Glückwünsche!

Aber warum erwähne ich überhaupt das Alter der Gastgeberin? Weil es alles andere als selbstverständlich ist, dass eine Frau mit gerade einmal 40 Präsidentin eines Bundesverbandes und Personalvorstand im Unternehmen einer der bekanntesten Marken der Welt ist. Gabriele Fanta ist seit April 2016 unsere Verbandspräsidentin und bereichert die Verbandsarbeit nicht nur über die inhaltliche Arbeit. Sie steht zusätzlich für Diversität und Vielfalt. Seit dreizehn Jahren bin ich nun mit voller Leidenschaft in der Verbandswelt tätig, weil die Gestaltungsmöglichkeiten enorm sind. Aber es fällt mir von Jahr zu Jahr stärker auf, dass wir Verbände in Sachen Vielfalt noch erheblichen Nachholbedarf haben. Dies gilt sowohl für das Hauptamt, also die Verbandsgeschäftsführungen, als auch für das Ehrenamt, also die ehrenamtlich engagierten Unternehmensvertreter. In beiden dominieren Männer in tradierten Familienrollenbildern.

Es sind in Deutschland die Verbände, die sozial-, tarif- und wirtschaftspolitisch gegenüber der Politik notwendige Impulse geben, bzw. in der Auseinandersetzung mit Gewerkschaften Lösungen finden. Eine unterschiedliche Sichtweise auf Lebenswirklichkeiten ist hierfür ein entscheidender Faktor. Menschen leben und arbeiten in unterschiedlichsten Konstellationen mit individuellen Ausrichtungen und (Erwerbs-)Biografien. Außerdem ist das Tempo, mit dem Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt auf uns zukommen rasant. Wir haben schlichtweg nicht mehr die Zeit, bei einer neu auftretenden Anforderung Erfahrung und Expertise erst aufwendig zu entwickeln. Diese müssen für das rasche Finden pragmatischer Lösungen in dieser Verbandswelt verfügbar sein und dies kann nur durch gemischte Teams erreicht werden. Die Offenheit für diese breit aufgestellte Kompetenz bei Verbänden ist absolut vorhanden. Es fehlt lediglich noch an Kandidaten. Aus diesem Grund bin ich besonders stolz, dass der Bundesverband der Systemgastronomie mit Gabriele Fanta als Präsidentin hier ein Zeichen setzt.

Liebe Gabriele, nochmals alles Liebe und Gute zum Geburtstag!

Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser – ein Hoch auf die Vielfalt!
Ihre
Valerie Holsboer

Version BdS-Website

men@work – Gastbeitrag

Ich freue mich, dass heute ein Gastautor über eine bedeutende Entscheidung in seinem privaten wie beruflichen Umfeld schreibt. Deutlich ablesen lässt sich, dass eine gute Umsetzung der Elternzeit und des Wiedereinstiegs im Dialog funktioniert. Herr Ottenstein, herzlichen Dank für Ihre Offenheit, mit der Sie beispielgebend für Kollegen wie Kolleginnen sind.

Mein Name ist Simon-Peter Ottenstein. Ich bin seit 21 Jahren bei McDonald‘s tätig und seit über zehn Jahren Restaurant Manager.
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, als ich die Nachricht von meiner Frau bekam, dass sie schwanger sei. Ich saß gerade im Büro, das Telefon klingelte und ich nahm ab. Ich verstand zuerst gar nichts, besser gesagt, wollte nichts verstehen und mein erster Satz war dann auch: „Wie konnte das denn passieren?“.
Ziemlich unbeholfen, oder? Aber wir waren beide geschockt.
Wir standen fest im Berufsleben, unsere ersten beiden Kinder waren schon aus dem Gröbsten raus und ein weiterer Zuwachs war nicht vorgesehen.
Nachdem wir die Situation realisiert hatten und uns dann beide auf das Kind freuten, mussten wir natürlich planen, wie es weitergeht.
Wir entschieden uns, nach eindringlichen Diskussionen, dass sie die ersten zwei Monate und ich dann zwölf Monate Elternzeit nehmen würde.

Allerdings war ich anfangs doch sehr unsicher, wie das Unternehmen auf unsere Entscheidung reagieren würde: Wird man verärgert sein, dass ich als „Mann“ diese Wahl getroffen habe? Würde man versuchen mir diese Entscheidung auszureden? Gäbe es vielleicht sogar Sanktionen irgendwelcher Art? Schließlich hatte ich bisher noch nicht gehört, dass ein Restaurantleiter es „wagte“, Elternzeit in dieser Länge zu nehmen.

Nun, ich überlegte mir, dass meine Anfrage an meine Vorgesetzte, die Operations Managerin, in einer entspannten Situation erfolgen sollte, und so nutzte ich ein Zusammensein am Abend nach einem Team Event in gemütlicher Runde, um ihr meine Absicht mitzuteilen. Zwar verschluckte sie sich nicht an ihrem Glas Wein, sie schaute mich aber doch ungläubig, mit großen Augen, an: „Was? Du als Babysitter? Für ein Jahr? Niemals!“
Sehr schnell vermittelte sie mir aber das Gefühl, dass es okay sei, dass sich natürlich auch McDonald‘s als modernes Unternehmen anpassen müsse. Zum Glück bedauerte sie es auch, dass ich dem Unternehmen für ein Jahr nicht zur Verfügung stehen würde.

Interessanter Weise gab es die meiste Skepsis nicht im Familien- und Freundeskreis oder von meinen Vorgesetzten, nein, es waren eher die Kollegen, die davon ausgingen, dass diese Wahl für mich nicht besonders vorteilhaft wäre. Man prophezeite mir, dass dadurch meine Funktion und meine Chancen auf einen weiteren erfolgreichen Karriereverlauf in diesem Unternehmen in Frage gestellt sein könnten. Andererseits bewunderte man meine Entscheidung: Ein Jahr Auszeit, volle Konzentration auf Kind und Kegel. Das ist doch toll!
Ob ich wiederkommen würde, zweifelten einige Kollegen aber an. Es war schon über mehrere Monate immer wieder Gesprächsthema und ich hatte auch oft das Gefühl mich dafür rechtfertigen zu müssen, dass ich der Familie den Vorzug gab.

Mein Antrag wurde rechtzeitig gestellt, das Elternjahr begann…..
Gut, ich muss zugeben, ich bin lausig beim Kochen, absolut uneffektiv als Putzteufel im Haushalt und Staubsaugen ist mir immer noch ein Graus, aber dieses Jahr mit der Kleinen war einfach unbeschreiblich intensiv und viel zu schnell vorbei.

Drei Monate vor Ablauf der Elternzeit meldete ich mich wieder bei meiner Operations Managerin, um zu besprechen, wie wir meinen Wiedereintritt planen können.

Und, was soll ich sagen, es ging dann alles ganz unkompliziert und schnell. Ich übernahm in meiner alten Position wieder ein Restaurant. Leichter als gedacht war ich schon bald wieder mit allen Abläufen vertraut und einen Monat später ging es dann erst einmal zur Manager Convention nach Dubai, einem weiteren unvergesslichen Erlebnis.

ottenstein

Veränderung

Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt bringt es mit sich: quasi aus dem Nichts erreicht Sie ein verlockendes Jobangebot. Vielleicht haben Sie in dem Moment überhaupt gar kein Interesse, sich auf einen neuen Arbeitgeber, ein neues Arbeitsumfeld oder sogar eine neue Stadt einzulassen. Eben weil es so verlockend ist, Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die eigene Laufbahn zu erhalten, gehen Sie den Weg mit – in ein erstes Gespräch, ein weiteres. Und irgendwann steht die Frage ziemlich offensichtlich vor Ihnen: Gehen oder Bleiben? Spätestens jetzt müssen Sie für sich und Ihr Umfeld eine Bewertung vornehmen. Denn sonst sind Sie in der Endrunde nicht ausreichend vorbereitet, um das Beste nicht nur für sich selbst auszuhandeln, sondern auch Ihrem künftigen Arbeitgeber Ihr Bestes zu geben. Deshalb schreibe ich heute über dieses Thema, denn ich bin gerade dabei, tolle Kandidaten für eine Tätigkeit in unserem Unternehmen zu gewinnen. Und wenn Kandidaten zu Kollegen werden, sollten die natürlich hinter ihrer Entscheidung „für McDonald’s“ stehen. Mit Überreden kommt man da als Personaler nicht wirklich weiter, denn die Bewertung und Überzeugung muss bei den Kandidaten reifen.

Aus eigener Erfahrung darf ich Ihnen sagen, dass Vergütung bei der Bewertung niemals im Vordergrund stehen sollte. Denn eine solche Entscheidung zahlt sich in der Regel nicht aus. Bewertungsportale können Ihnen helfen, mehr über Ihren Arbeitgeber zu erfahren, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ausreichend viele und aussagekräftige Bewertungen vorliegen. Sie kennen das selbst – ist man völlig zufrieden oder komplett unzufrieden, bewertet man eher, als wenn man eine „so lala“ Erfahrung gemacht hat. Daher werden dort häufig eher die extremeren Wahrnehmungen Ihrer potenziell künftigen Kollegen zu finden sein.

Also wie bewertet man „den Spatz in der Hand“ im Vergleich zur „Taube auf dem Dach“?  Die wichtigste Frage ist eine einfache – will ich die Veränderung überhaupt? Wenn ja, genau jetzt? Reizt mich der neue Job in Kombination mit den Möglichkeiten? Was könnte sich aus diesen weiter ergeben; kann ich meinen „Marktwert“ mit diesem Schritt steigern? Wie ist die Unternehmenskultur, passt die zu mir und zu meinem Arbeitsstil? Was konnte ich dazu in meinen Gesprächen beobachten? Kann ich mir die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten vorstellen, stimmt die Chemie? Habe ich Lust, mich auf Lernen und Veränderung einzulassen? Trägt meine Familie die Entscheidung mit? Vor allem den Mehraufwand für den Start? Und ich, habe ich die Kraft, die Anfangszeit, oder neudeutsch, das Onboarding, selbst durchzustehen? Genauso zu bewerten ist der aktuelle Arbeitgeber, die Möglichkeiten, das Umfeld, auch der Wohlfühlfaktor. Denn eins ist klar – niemals können Sie einen neuen Arbeitgeber genau so umfassend im Vorfeld kennenlernen, wie Sie Ihren aktuellen kennen. Jeder mögliche Wechsel erfordert in erster Linie eine Portion Mut. Das gilt übrigens auch, wenn Sie sich in einem größeren Unternehmen von einer Einheit zu einer anderen verändern möchten, oder sogar den Funktionsbereich wechseln. Neben Mut ist vor allem die Lernbereitschaft ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Gelingen einer Veränderung. Klingt banal, heißt aber viel. Sich auf das Neue einzulassen. Kritik und Feedback annehmen und umsetzen können. Eine Durststrecke aushalten können, wenn sich Erfolg nicht direkt einstellt. Hilfe annehmen und öfter mal einen neuen Weg ausprobieren.

Wenn Sie sich mit all dem befasst haben, bleibt nur noch ein ganz wichtiges Thema: Glauben Sie an sich und Ihre Fähigkeiten. Dann schaffen Sie es auch! Seien Sie mutig!

Status – (m)eine Bewertung

Schon eine Weile trage ich mich mit dem Gedanken, über das Thema Status zu schreiben.
Genau genommen erinnert mich jeder Abflug daran, dass ich mal endlich besser im Meilen sammeln werden muss – oder es einfach sein lasse und geduldig bis zum Aufruf der letzten Boarding Gruppe warte. Um dann keinen Platz für mein (kleines) Handgepäck zu finden, weil die anderen, vorauseilenden Status-Inhaber schon längst mit ihrem (großen) Handgepäck alle Gepäckablagen belegt haben. Klar ärgere ich mich dann.
Aber sonst? Wo spielt heute der Status noch eine Rolle? Vielleicht ist das Wort schon so weit aus unserem Leben raus, dass sich ein Klick auf Wikipedia doch lohnt, bevor Sie weiterlesen.

Seit ich im April die neue Aufgabe übernommen habe, ist mir erst richtig bewusst geworden, dass ich in den Augen der anderen oder meines Gegenübers in eine Art anderen Zustand gekommen bin. Plötzlich ist es wichtig, wo ich sitze. Ob ich zuerst bedient werde. Oder ob andere meinen ‚Status‘ genügend würdigen.
Das kann sogar sehr aufdringlich werden, das Bemühen um mich. Obwohl das anders gemeint ist, kann man sich dadurch komplett bevormundet vorkommen.
Wo ich kann, versuche ich zu entkommen. Das Differenzierende gefällt mir nur bedingt. Es kann Nähe, oder sagen wir mal Nahbarkeit und Dialog im Kern ersticken. Auf der anderen Seite kommen Menschen auf mich zu, die mich bislang ignoriert haben. Aber nun unbedingt etwas loswerden, oft sogar verkaufen wollen. Ganz gleich, ob es im Büro passiert, in der virtuellen Welt oder bei Veranstaltungen. Losgelöst vom Business stellt sich die Frage nicht. Meine Nachbarn, meine Familie und meine (echten, langjährigen) Freunde behandeln mich wie immer.
Und: viele Vertreter der Gen Y!

Vielleicht, weil in dieser Generation das Werden, das Ausprobieren und das im Fluss bleiben einen anderen Stellenwert hat als ein Zustand oder eben Status. Das lässt mich hoffen, dass Status in Verbindung mit Machtgehabe eine aussterbende Verhaltensweise ist. Und sich Anerkennung an Einsatz, Leistung und Fähigkeit festmacht.

Deshalb ignoriere ich im beruflichen Alltag weiter den reservierten Platz in der ersten Reihe, wenn ich den nach meinem Empfinden nicht brauche. Grüße zuerst, räume meine gebrauchte Kaffeetasse selbst in die Spülmaschine. Und fahre meinen bisherigen Dienstwagen weiter. Brauche kein größeres Auto. Oder sagen wir’s mal auf die weibliche Art – benutze und kaufe weiterhin Handtaschen, die mir gefallen, egal ob all over das Logo einer Premiummarke gedruckt ist oder nicht.

women@work Gastbeitrag von Yvonne Prang, Senior Director People Team – Rewards & Mobility

Auf den Beitrag women@work wurde ich tatsächlich im Beruflichen wie Privaten oft angesprochen. Sehr oft übrigens von Männern, dazu bei Gelegenheit mehr.

Heute schreibt eine Kollegin einen Gastbeitrag über ihre „besondere“ Situation – besonders vor allem für Außenstehende. Aus unserer langjährigen Zusammenarbeit kann ich nur bestätigen, dass der Einklang von eigenen Ambitionen mit Beruf und Familie ganz natürlich wirken. Vor allem weil sie niemals auf die „Ich bin eine Vorzeige-Karrieremutter“-Karte setzt – sondern einfach einen richtig guten Job macht. Das Ergebnis – echte Anerkennung und Wertschätzung, bei Kolleginnen UND Kollegen.

Als Gabriele Fanta mich fragte, ob ich einen Gastbeitrag zum Thema women@work schreiben würde, war meine spontane Reaktion darauf: „Ja, grundsätzlich gerne, aber was kann ich dazu spannendes beitragen?“
Ich bin eine Frau, habe zwei Kinder, arbeite Vollzeit in einer internationalen Führungsfunktion. Ich habe einen Mann, der seine eigene Karriere verfolgt. Aber ganz ehrlich, was ist daran so besonders?

Vor etwa achteinhalb Jahren kam ich zu McDonald’s. Meine erste richtige Führungsfunktion. Vor sechs Jahren legte ich eine kurze Babypause ein, stieg direkt nach dem Mutterschutz zunächst in Teilzeit wieder ein, erweiterte nach vier Monaten wieder auf Vollzeit.

Meine Motivation? Ich wollte gerne meinen Job machen, und nicht irgendeinen. Ich wollte beides – eine gute Mutter und eine gute Führungskraft sein.

Wie ich das organisiert habe? Zunächst einmal habe ich einen ganz tollen, modernen Mann. Modern in dem Sinne, dass Familie eine gemeinsame Aufgabe ist, nicht nur die der Mutter. Selbst in einer Führungsfunktion ging er für die Zeit meines Wiedereinstiegs ebenfalls auf Teilzeit in Elternzeit. Weiterhin hatte ich ein sehr unterstützendes berufliches Umfeld. Chefs, die mir Freiräume einräumten; Kollegen, die zusätzliche Aufgaben übernahmen; ein Team, das die angebotenen Chancen zu mehr Verantwortung positiv genutzt hat. Ein großes Maß an Flexibilität, wann und wo ich meine Aufgaben erledige. Denn heutzutage ist es doch ziemlich gleichgültig, wo ich mich gerade befinde wenn ich eine e-mail beantworte oder an einer Präsentation arbeite.

Das war ein Lernprozess für alle Beteiligten, lief aber so gut dass wir dieses Erfolgsmodell vor zwei Jahren für meine Tochter neu aufgelegt haben, nach einem ähnlichen Prinzip. Auch hier stieg ich direkt nach dem Mutterschutz wieder ein und stockte nach vier Monaten auf Vollzeit auf.

Als sich nur einen Monat später die Chance ergab, mich in eine internationale Rolle zu entwickeln ergriff ich diese.  Mit dem nötigen Respekt: mehr Verantwortung, ein virtuelles Team,  mehr Reisetätigkeit. Bestärkt hat mich das Vertrauen, das mein Umfeld in mich hatte, und ein bisschen wollte ich es den Zweiflern beweisen, die den Schritt für zu früh hielten.

Ich will nicht behaupten, dass es immer einfach war und ist. Herausfordernde Momente gibt es immer wieder: Kind krank und ich habe einen wichtigen Abgabetermin. Mein Mann ist unterwegs und der eingeplante Babysitter sagt ab. Aber es lässt sich immer eine Lösung finden.

Was mich antreibt? Ich darf jeden Tag mein Bestes geben – eine gute Mutter und eine gute Führungskraft sein, und beides in mein manchmal etwas verrücktes Leben integrieren. Und am Ende des Tages ein bisschen dazu beitragen dass das traditionelle Rollenbild von women@work sich verändert, denn es geht beides – Kinder und Karriere – und man und frau dürfen auch durchaus beides wollen.

Yvonne Prang

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Yvonne Prang Senior Director People Team – Rewards & Mobility

Was geht?

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Neulich hatte ich an dieser Stelle schon mal darüber berichtet, wie Menschen auf McDonald‘s als Arbeitgeber reagieren. Das steht oftmals im krassen Gegensatz dazu, was unsere Mitarbeiter empfinden. So traute sich beispielsweise ein Kollege sogar öffentlich für seinen Arbeitgeber McDonald’s einzutreten https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=479415255586446&id=100005539278092.

Wir in Deutschland haben vor einigen Wochen über unser Mitarbeiterportal die Kolleginnen und Kollegen darum gebeten, uns zu zeigen „Was geht bei McDonald‘s?“. Binnen kürzester Zeit hatten wir über 600 Beiträge dazu. Und aus all diesen Posts haben wir dann die Gesichter und Protagonisten für unsere neue Arbeitgeber-Imagekampagne „WAS GEHT? ARBEITEN WIE DU BIST“ ausgewählt. Zusammen mit professionell fotografierten Mitarbeiterszenen stellen die Bilder den Kern unserer Kampagne dar. Denn wir meinen – bei uns geht so einiges:

Ausbildung geht!
Karriere geht!
Teilzeit geht!
Erfahrung geht!
Zusammen geht!
Arbeiten wie Du bist.

Jeder Mensch ist anders. Viele können und wollen nicht klassisch „nine to five“ arbeiten. Ob Teilzeit, Quereinstieg, Einstieg mit Behinderung, Neustart oder „Von-Null-Start“ – bei uns ist vieles möglich! Bei uns steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt.

Und heute geht auch unsere neue Karriereseite an den Start. Die sich an den Trends orientiert. Mit maximalen Dialogoptionen über Facebook. Mit minimalen Pflichtfeldern für die Bewerbung. Und mit einer authentischen Arbeitgeberwelt – denn viele der Protagonisten sind aus UNSEREM Unternehmen.

Stolz bin ich ganz besonders darauf, dass wir die Kampagne zusammen mit unserer neuen Karriereseite in Berlin gestern öffentlich vorstellen konnten. Und “was geht“ bei Ihnen diese Woche?