Der Azubi-Rap: manchmal fällt es schwer mutig zu sein.

Alexis, Philipp und Luca haben einiges gemeinsam. Die drei jungen Männer sind Freunde, sie sind Azubis bei McDonald’s und sie sind es gern. Sie lieben ihren Job. Und da gibt es noch etwas, dass sie verbindet: die Liebe zur Musik, und daraus ist etwas Tolles entstanden, der “Azubi-Rap”.

Doch der Reihe nach: Zur Begrüßung unserer neuen Azubis findet jedes Jahr eine große Einführungsveranstaltung statt, bei der die bestehenden Azubis die Gelegenheit haben, den neuen Azubis die Ausbildung bei McDonald’s näher zu bringen. Daraufhin hatten die drei Azubis aus Nürnberg eine besondere Idee. Man könnte doch einen Song über ihre Tätigkeit bei McDonald’s schreiben, cool, lässig und vor allen Dingen, anders. Alle drei waren sofort begeistert. Sie fingen an zu texten, was das Zeug hielt. Änderten, verbesserten, und heraus kam dann schließlich ein Rap der außergewöhnlich ist. Außergewöhnlich in Melodie und Text, gemacht mit viel Leidenschaft und Authentizität.

Ich hörte das Lied Ende letzten Jahres zum ersten Mal, und der Rap zog mich sofort in seinen Bann. Die Tätigkeit von unseren Azubis wird darin so passgenau und treffsicher beschrieben, dass man direkt das Bedürfnis verspürt, den Song mit der ganzen Welt zu teilen. Bei einem persönlichen Treffen mit den drei “Rappern” habe ich gespürt, die meinen was sie singen.

Mein Team und ich trafen die Entscheidung, unseren Azubis, die den Song ursprünglich nur mit einem iPhone aufgenommen haben, die Möglichkeit zu geben, alles im Tonstudio nochmal professionell aufzunehmen und ein Musikvideo zu drehen. Inhaltlich haben wir uns weitestgehend rausgehalten, wir wollten nicht, dass die Authentizität verloren geht. Alexis, Philipp und Luca hatten seitdem mehrfach die Gelegenheit ihren “Azubi-Rap” live auf internen Veranstaltungen zu performen, mit Riesenerfolg und viel Gänsehaut übrigens.

Oft höre ich, das Ding hat Potenzial zur Hymne. Soweit so gut, jetzt stellt sich natürlich die Frage wie geht es weiter mit dem Rap? Sollen wir das Video auf unsere Facebook Karriereseite, auf Youtube und auf die sonst gängigen Social Media Plattformen online stellen? Hier teilt sich mein Team in zwei Lager: Die Mutigen würden es am liebsten sofort und überall live stellen und teilen. Auch unsere drei Azubis fänden das cool.

Es gibt aber auch die “Warner”, die einen Shitstorm für möglich halten und für die die Unversehrtheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität hat. Azubi- und Unternehmenssongs sind ja in der Vergangenheit nicht unbedingt auf positive Resonanz gestoßen.

Wir haben uns entschieden, das Video mit dem Artikel erstmal auf meinen Blog zu stellen und weiterhin für interne Veranstaltungen zu verwenden.

Und wir würden gerne Ihre Meinung dazu erfragen: also mutig sein und Risiken eingehen? Oder sind Unternehmenssongs schon zu verbrannt und wir sollten das Video weiterhin vorrangig intern nutzen?

Ich freue mich über Ihr Feedback!

Zum Video

Kommentare

  1. Hallo Herr Goebel,

    erstmal Gratulation zu Ihren Blog-Aktivitäten! Ich wünschte mehr Top-Manager würden diese Möglichkeiten der Kommunikation nutzen – das ist aus meiner Sicht für die Arbeitgebermarke mindestens so wichtig wie sämtliche Raps dieser Welt. ;-)

    Ich muss gestehen, ich bin vom Fach und daher vorbelastet, aber ich würde – alleine schon um die jungen Kollegen zu schützen – das Video nicht allzu zentral der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Das Thema ist vorbelastet, denken Sie nur an die an die Shitstorms, die andere schon erdulden mussten – für die Protagonisten sicher keine schöne Erfahrung. Natürlich denkt jeder “mein Rap ist besser” – aber entscheiden werden dass die Zuschauer (und die haben Dank Bohlen & Co. die Tendenz gnadenlos zu sein).

    Erschwerend kommt hinzu, dass es mittlerweile maximal zu einem “me-too”-Effekt kommt. OK, jetzt hat halt auch McDonalds sein Azubi-Rap – Jahre nach BMW, Edeka, Sparda und wie sie alle heissen. Abgesehen davon sehe ich keinen grossen Mehrwert in Bezug auf die Arbeitgebermarke. Da leisten einige der Videos in Ihrem YouTube-Kanal bessere Dienste. Prinzipiell finde ich die Idee die Azubis ein Video machen zu lassen, grossartig, denn wer könnte Ihr Unternehmen authentischer zeigen? Toll wenn Sie den Raum gewähren, aber Rap oder die 200ste Pharrell-Williams-Happy-Kopie muss nicht mehr sein.

    Um Missverständnisse auszuschliessen: Ich will hier nicht die Leistung der Jungs schmälern, ich glaube sie haben Rap-technisch einen tollen Job gemacht, aber ich würde mich für die interne Verwendung entscheiden.

    Aber das ist selbstverständlich nur meine Meinung – kann man auch ganz anders sehen.

    Weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

    Beste Grüsse

    Marcus Fsicher

    • Hallo Herr Fischer,

      vielen Dank für Ihre Einschätzung und die Komplimente zum Video. Ihre Argumente kann ich sehr gut nachvollziehen, sie entsprechen exakt dem, was die warnenden Stimmen aus unserem Hause anführen.
      Viele Grüße

      Wolfgang Goebel

  2. Hallo Herr Goebel,

    als ich das Video damals das erste Mal gesehen habe, dachte ich mir: Wow, wie geil ist das denn? Endlich mal ein Azubi-Rap-Video, was wirklich überzeugt und gut gemacht ist. Richtig gut gemacht. Sinnvoller Text passend zum jeweiligen Bildinhalt, sehr überzeugend agierende Protagonisten (authentisch noch dazu!), eingängie Melodie. Wirklich klasse gemacht und ich wäre sofort Feuer und Flamme gewesen, drüber zu schreiben. Aber ich kann die Warner sehr gut verstehen. Denn leider gibt es ein paar Punkte, die m. E. gegen eine breite Veröffentlichung sprachen:

    - Azubi-Rap generell: gerne immer wieder Kandidat für die Goldene Runkelrübe (die Preisträger in der Vergangenheit haben die Auszeichnung zu Recht erhalten)
    - Das Unternehmen Mc Donalds ist für viele ein rotes Tuch und geht aufgrund verschiedener Aspekte immer mal wieder durch die Medien. Auch die Themen Entlohnung und Arbeitsbedingungen spielten hier eine große Rolle. Das Video könnte somit ein willkommenes Ventil für diejenigen sein, die McD einfach aus Prinzip eins “überbraten wollen”.
    - Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Vor diesem Hintergrund ist es m. E. gut und richtig, auf eine breite Veröffentlichung zu verzichten. Denn Sie als Arbeitgeber tragen eine Fürsorgepflicht für Ihre Mitarbeiter. Die Beispiele Spardabank Südwest oder auch Deutsche Bahn haben gezeigt, welche Ausmaße solch eine Häme annehmen kann. Ob man es seinen Schutzbefohlenen also wirklich antun will, sich einem solchen Shitstorm auszusetzen?

    Natürlich ist das Video keinesfalls mit den o. g. Beispielen vergleichbar, es ist wirklich richtig gut gemacht. Ob das aber so differenziert betrachtet würde, wage ich zu bezweifeln. Insofern finde ich es ausreichend und super, wenn der Song nach wie vor auf internen Veranstaltungen läuft und dort – zu Recht – abgefeiert wird. So wird das Ansehen der jungen Kollegen auch nicht “beschmutzt” und die drei können intern als Markenbotschafter weiter ausgebaut werden.

    Mir schwebt schon seit Längerem ein Artikel “Dürfen Mitarbeiter eigentlich rappen” im Kopf vor – wären Sie dabei und würden mir ein paar Statements dazu abgeben?

    Vielen Dank und beste Grüße nach München,
    Henner Knabenreich

    • Hallo Herr Knabenreich,

      es freut mich sehr, dass unser Video auch bei Ihnen beim ersten Ansehen Begeisterung ausgelöst hat. Und auch Ihren Rat, das Video nur intern zu nutzen werden wir in unsere Entscheidung einfließen lassen. Natürlich stehe ich für Ihren Artikel zum Thema “Dürfen Mitarbeiter eigentlich rappen?” gerne zur Verfügung.
      Viele Grüße

      Wolfgang Goebel

  3. Hallo Herr Goebel,

    ich kann mich auch nur der Meinung der “Vorredner” anschließen.

    Es trifft zwar den Puls der jungen Mitarbeiter in den Stores, aber externe Gäste finden es nicht so
    cool zu hören “Wir sind besser als der Rest…. ” da ist auch meiner Meinung nach
    ein Shitstorm vor programmiert, aber intern auf Veranstaltungen Daumen hoch

    Beste Grüße

    Driffold Cosgood

    • Hallo Herr Cosgood,

      vielen Dank für Ihre ehrliche Meinung.
      Grüße
      Wolgang Goebel

  4. Hallo Herr Goebel,

    auch wir haben uns das Video mal angesehen. Nicht nur einmal, sondern mehrmals. Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit dem Thema Ausbildungsmarketing und Recruiting. Unsere Agentur (www.agentur-jungesherz.de) ist auf diese Themen spezialisiert.

    Unser Vorteil: Wir selbst sind zwar nicht mehr so ganz aus der Zielgruppe, die Jugendlichen mit denen wir arbeiten jedoch schon. Sie möchten ja sicherlich eine ehrliche Meinung: Ich würde das Video wieder löschen bzw. nicht weiter verbreiten.

    Verstehen Sie das nicht falsch: Mit Sicherheit haben sich die Jungs da richtig Mühe gegeben und auch die Umsetzung wirkt sehr hochwertig. Der Inhalt nun mal leider nicht. Rap und HipHop bringen laut öffentlicher Meinung leider (und ungerechtfertigt) das Unternehmen mit einer Zielgruppe in Verbindung, mit dem das Unternehmen nun mal ungern in Verbindung gebracht werden möchte. Ob das nun stimmt oder nicht sei dahingestellt und auch wir haben da eine andere Meinung. Die allgemeine öffentliche Wahrnehmung ist da leider sehr festgelegt.

    Das wäre ja alles noch zu verkraften und man könnte mit einer gewissen Coolness darüber hinwegsehen. Das Problem an dem Video ist jedoch einfach, dass es aus Ihrer internen Sicht richtig gut und wertig wirkt. Als externer Beobachter ist das aber ganz anders. Unsere Jugendlichen haben danach gesagt, dass sie McDonalds dadurch eher im Status abwerten und peinlich finden. Natürlich ist das keine allgemeingültige Meinung.

    Unser Tipp: Solche Videos zu produzieren ist mutig und verlangt uns auch großen Respekt ab. Nicht, weil das Video das Recruiting von McDonalds enorm nach vorne bringt. Viel mehr, weil Sie als Personaler ihren Azubis eine richtig tolle Chance gegeben haben und man merkt, dass Ihnen die jungen Menschen einfach am Herz liegen. Sie können uns glauben, wenn wir Ihnen sagen, dass das leider nicht mehr Alltag ist. Jedoch empfehlen wir sehr stark, dass dieses Video eher intern genutzt wird. Als „Opener“ für Azubi-Events, als Start von internen Veranstaltungen, bei Mitarbeiterschulungen in dem Bereich oder bei Mitarbeiterversammlungen. Der mögliche Negativ-Effekt bei weiterer Verbreitung wäre einfach zu groß.

    Viele Grüße und machen Sie bitte weiter so!

    • Hallo Agentur Junges Herz,

      vielen Dank für Ihre ausführliche, fachliche Einschätzung des Raps. Langsam häufen sich die Meinungen, die eine weitere Veröffentlichung des Videos eher kritisch sehen. Trotzdem freue ich mich über all die positiven Stimmen, die das Video (wenn es denn intern verwendet wird) eben auch bekommt.

      Herzliche Grüße

      Wolfgang Goebel

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Arbeitsagentur „Da wird Dir geholfen“

Ein starkes Unternehmen braucht fähige und motivierte Mitarbeiter. Die Rekrutierung von Mitarbeitern wird allerdings immer herausfordernder. Um diese Aufgabe effektiv meistern zu können, greifen wir auch gerne auf professionelle Unterstützung zurück. Ein wichtiger Partner bei der Rekrutierung von potentiellen Mitarbeitern ist die Bundesagentur für Arbeit.

Es hat mich sehr gefreut, dass wir vergangene Woche die Möglichkeit  hatten Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit zusammen mit seinem Referenten Daniel Terzenbach in unserem Hause (McDonald’s Hauptservicecenter) begrüßen zu dürfen. Der Besuch fand auf eine Initiative des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS) statt, sie nahmen sich einen ganzen Nachmittag Zeit für uns.

Sich Zeit zu nehmen für die Punkte, die unsere Franchise-Nehmer und uns in der Zusammenarbeit mit der Agentur beschäftigen, war auch für uns sehr wichtig. Wir haben im Vorfeld die Themen, die die Kollegen im Feld bewegen, abgefragt und aufbereitet, so dass wir für die Diskussion mit Herrn Becker gut vorbereitet waren.

Bevor wir in die Gespräche eingestiegen sind, sollten unsere Gäste einen praxisnahen Eindruck vom Restaurant- und Schulungsalltag bekommen.  Im nahe gelegenen McDonald’s Restaurant zeigte sich Herr Becker sehr interessiert an der Ausgestaltung der Arbeitsplätze und der Abläufe im Restaurant. Im Anschluss  hatten unsere Trainer und Operations-Kollegen die Gelegenheit Herrn Becker und Herrn Terzenbach unser Trainingszentrum „Hamburger University“ näher zu bringen und die Vielfalt und Qualität unseres Seminarangebotes zu zeigen.

Besuch von Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, am 11. Mai 2015 bei McDonald’s Deutschland mit Blick hinter die Kulissen, um sich ein Bild von den Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Systemgastronomie zu machen.

Für die Diskussionsrunde hatten wir uns besonders auf folgende Themen vorbereitet:

  • Erleichterung beim Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber und geduldete Menschen
  • Unterstützung durch die Agentur für Arbeit bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland
  • Vermittlung von Menschen mit Behinderungen
  • Transparente Darstellung der angebotenen Fördermaßnahmen

Beeindruckend war, dass Herr Becker bei allen Punkten über konkretes Detailwissen verfügte und somit eine sehr angeregte und fruchtbare Diskussion möglich war. Dies wurde auch dadurch erleichtert, dass beide Seiten offen und authentisch mit den Schwächen und Herausforderungen im jeweiligen System umgegangen sind. Am Schluss des Tages wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, an denen wir uns auch messen lassen.

Ich ziehe ein sehr positives Fazit des Besuchs, nicht zuletzt weil wir  ein weiteres Treffen am Ende des Jahres vereinbart haben,  bei dem wir dann ein Zwischenfazit unserer Zusammenarbeit ziehen können.

V.l.n.r.: Stefan Fehr, Training McDonald’s, Wolfgang Goebel, Vorstand Personal McDonald’s, Gabriele Fanta, HR McDonald’s, Andrea Belegante, stellvertr. Geschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Marcel Kolb, Training McDonald’s, Raimund Becker Vorstand Regionen Bundesagentur für Arbeit, Julia Reiser, Berufsausbildung McDonald‘s, Nicole Betzien, Franchise-Nehmerin McDonald’s, Melanie Misch, Berufsausbildung McDonald’s, Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Daniel Terzenbach, Referent Bundesagentur für Arbeit

Was sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit der Agentur für Arbeit?

Alles ist digital! Ist digital alles?

Zunächst sorry, der letzte Blogartikel ist schon eine ganze Weile her. Zum Schreiben brauche ich Ruhe und Zeit zum Nachdenken, beides war in den letzten Wochen nicht so gegeben.

Aber jetzt zum Thema:

Die meisten Einladungen, die ich derzeit bekomme, um als Redner bei Veranstaltungen aufzutreten, drehen sich rund um das Thema „Digitale Welt“: digitales Recruiting, digitale Performance Reviews, digitale Administration, etc.

Mir ist klar, dass es heute für ein Unternehmen selbstverständlich sein muss, beim Thema „Digital“ spitze zu sein. Uns ist auch klar, dass es für potenzielle Bewerber heutzutage ein absolutes Arbeitgeberattraktivitätskriterium und ein Zeichen von Modernität ist, wo man hier steht und wie man hier agiert.

Mit Stolz darf ich auch sagen, dass wir bei McDonald’s auf dem Weg sind, in der digitalen Welt nach vorne zu kommen und in dem Bereich ordentlich Gas geben, gerade auch im People Bereich. Doch ist digital das Nonplusultra? Es gibt  auch Momente in denen ganz andere Dinge zählen. Bei all dem modernen „Schnickschnack“, bei dem man heute auf jeden Fall  dabei sein mag, lebt vor allem das People Business von Menschen, die mit Herzblut und Leidenschaft dabei sind. Also: Echte Emotionen. Echte Menschen.

Dies erleben wir auch jeden Tag im Restaurant. Wäre es das Gleiche, wenn eine Maschine einem Kind mit dem Happy Meal einen Luftballon überreicht? Nein. Daher wird es nie dazu kommen, dass unsere Restaurants komplett digital werden.

Ich komme gerade von unserer Restaurant Manager Roadshow, bei der Service am Gast ein großes Thema war. Es war eine durchweg faszinierende Live-Veranstaltung, von Menschen für Menschen.

Sechs Städte in zwei Wochen, Aufbau – Abbau – Aufbau – Abbau und insgesamt mehr als 2500 Teilnehmer, Dauer jeweils sechs Stunden. Eine gelungene Mischung aus Information und Entertainment, die zum Ziel hatte unsere Restaurant Managerinnen und Restaurant Manager auf die Reise mit dem Titel „ich liebe es 2.0“ einzuladen.

Tolle Präsentationen von Marketing, Operations und natürlich auch aus dem People Bereich. Eine großartige Möglichkeit, auch für die Vortragenden ihre Performance auf der Bühne weiter zu verbessern und die Kolleginnen und Kollegen zu begeistern. Und auch der Spaß kam natürlich nicht zu kurz. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit 360° Fotos zu machen und diese anschließend über unser online Mitarbeiterportal in ihren sozialen Netzwerken zu teilen. Durchaus digital, aber auch hier standen die Menschen im Vordergrund.

Am besten kam aber ein „Azubi Rap“ an, eine Komposition von 3 Azubis, die in Sprechgesangform über ihr Leben als Azubis berichten – echt coole Sache.

Frage: „Hätte man die gesamte Veranstaltung nicht auch als Webcast, Podcast oder Town Hall Meeting inszenieren können? Klare Antwort: Ja schon, aber…, McDonald’s ist Emotion und Emotion ist McDonald’s und ich bin fest davon überzeugt, wenn man Menschen im Herzen treffen und sie auf eine Reise zum Erfolg mitnehmen möchte, so ist eine „Live Roadshow“ immer noch das Beste.

Mein Dank gilt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren.

#FürVielfalt

Die furchtbaren Terrorereignisse in Paris und die weltweiten Reaktionen auf diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit bewegen mich zutiefst – und das auch Tage danach.

Gleichzeitig betrüben mich, insbesondere aus der Sicht eines Personalverantwortlichen, die neuen „Montagsdemonstrationen“ beispielsweise in Dresden, die von PEGIDA organisiert werden. Denn ich dachte eigentlich, dass wir in Deutschland in den letzten Jahren beim Thema Integration bereits einen Schritt weitergekommen wären… scheinbar ein Trugschluss!

Denn selbst wenn wir vielleicht noch nicht in allen Lebensbereichen in Deutschland bewiesen haben, dass wir Integration perfekt beherrschen, blicken wir in der Personalwelt hierzulande doch auf eine sehr positive Entwicklung zurück. Und das bereits seit dem sogenannten „Wirtschaftswunder“ vor vielen Jahrzehnten, das ohne unsere Gastarbeiter von damals niemals möglich gewesen wäre.

In den letzten Jahrzehnten haben wir Anerkennung, Wertschätzung und Achtung der Vielfalt in Deutschland vorangebracht. Gerade auch bei McDonald’s schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung.

Nicht zuletzt arbeiten bei McDonald’s heute 130 Nationen unter einem Dach – sie alle profitieren von der Vielfalt untereinander, lernen voneinander und sind gleichzeitig damit auch ein Spiegelbild der Vielfalt unserer Gäste in Deutschland.

Aktuell sind wir in vielen Branchen, ganz gleich ob in der Pflege, in der Landwirtschaft, aber auch in der Hotellerie und Gastronomie dringend auf Mitarbeiter aus dem Ausland angewiesen. Anders können wir die offenen Stellen gar nicht mehr besetzen. Genau deswegen müssen wir als Personalverantwortliche in unseren Unternehmen eindeutige Zeichen setzen – für Vielfalt.

Denn:

  • In vielen Regionen Deutschlands herrscht de facto Vollbeschäftigung. Für künftiges Wachstum benötigen wir dringend weitere Menschen, die in unserem Land leben wollen. Denn der demografische Wandel hat Deutschland fest im Griff. Es gibt volks- wie betriebswirtschaftlich betrachtet keine Alternative zu Zuwanderung und Integration.
  • Integration von Menschen anderer Herkunft heißt ein gutes Stück Arbeit und Engagement. Egal, ob es um die Unterstützung bei Ämterbesuchen und bei der Suche nach angemessenen Unterkünften geht, oder um interkulturelles „Ankommen“, z.B. mithilfe eines Sprachkurses. Integration kann man nicht an die neuen Kollegen aus dem Ausland delegieren, wir müssen ihnen Angebote machen und sie tagtäglich unterstützen – eben integrieren!
  • Wir im Personalbereich haben als „Kulturträger“ im Unternehmen eine gewichtige Verantwortung: Für Toleranz, Offenheit und Transparenz einzutreten und Veränderungsprozesse anzustoßen. Vielfalt hilft – sie inspiriert, schafft Kreativität und erweitert den Horizont.

Es ist an der Zeit, sich diesen Herausforderungen stärker zu widmen, es ist unsere Aufgabe als Personaler weiterhin persönlich eine „Willkommenskultur“ im Unternehmen zu schaffen und auch zu prägen.

„Wir tragen nicht nur Verantwortung für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ (Voltaire)

#FürVielfalt – geht nur mit allen!

“Tarifvertrag abgeschlossen”

Da war ein hartes Stück Arbeit, aber hat es sich gelohnt. Letzten Mittwoch um 01:50 Uhr, konnten wir vermelden: Entgelttarifvertrag für zwei Jahre und Manteltarifvertrag für fünf Jahre zwischen dem Arbeitgeberverband BdS (Bundesverband der Systemgastronomie) und der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) unter Dach und Fach. Und das ist auch gut so!
Man kann sich die Frage stellen, warum mussten wir über fünf Monate, über vier Runden mit Spitzengesprächen zwischendurch, verhandeln? Hätten es sich beide Parteien nicht auch einfacher machen können, um schneller zur Entscheidung und zu einer Vereinbarung zu kommen? Eine klare Antwort, ein klares „Nein“.
Ein Verhandlungsergebnis ist immer ein Kompromiss und um einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen, benötigt man ein zähes Ringen. So ist nun mal die Dramaturgie. Zu Beginn stieg die Gewerkschaft mit ihren Maximalanforderungen ein und der BdS war am Anfang nur zu geringen Mehrleistungen bereit. Denn für uns als Arbeitgeber bestand bereits die Herausforderung, den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2015 einzuführen. Das ist die Basis auf der ein neuer Tarifvertrag zu verhandeln war und das machte es zusätzlich schwierig. Und eine Besonderheit kam dazu. Die Tarifkommission der NGG vertrat über alle Verhandlungsrunden hinweg die Auffassung die 8,50 EUR – also der Mindestlohn – seien ja durch Andrea Nahles gesetzt und die Frage sei jetzt nur: „Was packen die Arbeitgeber oben drauf?“. Diese Meinung verkannte völlig die Situation, das ja der Unterschied zwischen den aktuellen tariflichen Einstiegslöhnen und dem gesetzlichen Mindestlohn in den Unternehmen getragen werden muss.
Lassen Sie mich eins zum Ausdruck bringen. Ich finde es richtig und wichtig, dass der Mindestlohn von 8,50 EUR für alle Mitarbeiter gleich fair und transparent umgesetzt wird. Die Möglichkeit, sich in einer Übergangszeit an die 8,50 EUR anzunähern, war für uns keine Option. Genauso müssen wir aber auch sicherstellen, dass die Betriebe in Ost und West wirtschaftlich in der Lage sind, sich die Tarifbindung leisten zu können. Diese Tatsachen machten eben einen Abschluss so schwierig, und dies war auch ein Grund, warum ich die Entscheidung getroffen habe, in meiner Rolle als BdS-Präsident selber aktiv in die Verhandlungen einzusteigen. Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der NGG, entschied sich auf der „anderen Seite“ ebenfalls dazu.
Das war von uns beiden auch ein klares Zeichen, dass wir an einem Abschluss höchstes Interesse hatten. Dass es dann noch bis zum 16. Dezember 2014 gedauert hat, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Gewerkschaft das Ende der Friedenspflicht am 30. November 2014 für mediale Aufmerksamkeit nutzen wollte. Dies wurde dann mit diversen Demonstrationen und Warnstreiks zum Ausdruck gebracht.
Auf jeden Fall war ich froh, dass wir uns am Abend des 1. Dezember, nachdem die Verhandlungen ergebnislos unterbrochen wurden, auf eine freiwillige Schlichtung und auf die Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer geeinigt haben.
Die Schlichterin hat sich hervorragend eingebracht, beide Seiten vor dem 16. Dezember angehört und viele Fragen gestellt. Frau Engelen-Kefer hatte einen ganz großen Anteil daran, dass am 16. Dezember nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon dann doch ein Kompromiss erzielt wurde und damit neue Tarifverträge ab 1. Januar 2015 existieren.
Mit dem Ergebnis gehen die Unternehmen an ihre Belastungsgrenzen, aber das Gute ist: Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben für die nächsten Jahre Planungssicherheit und die Tarifbindung hat gesiegt, hierzu finden Sie die Pressemeldung des BdS mit den Verhandlungsergebnissen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei beiden Tarifkommissionen sowie bei der Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer bedanken. Jeder hat sich sehr engagiert und verdient Respekt. Diesen Respekt vor der Sozialpartnerschaft haben wir als Unternehmen gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern auch in einer ganzseitigen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung und der WELT letzten Samstag zum Ausdruck gebracht.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Blog, wünsche Ihnen schöne Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches 2015.
Ihr Wolfgang Goebel

1.176.575x Dankeschön!
McDonald’s Azubis in Aktion für den guten Zweck

Was man bewegen kann, wenn man sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzt, durfte ich jetzt erst wieder erleben. Die diesjährige Charity-Aktion „Trostpflaster“ zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung fand vom 16. Oktober bis 5. November 2014 in allen teilnehmenden Restaurants statt. Dort konnten unsere Gäste die Trostpflaster-Sets zum Preis von einem Euro erwerben. Dank einer tollen Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie insbesondere des Engagements unserer Azubis war die Aktion ein voller Erfolg: 1.176.575 Trostpflaster-Sets wurden verkauft und ein Reinerlös von 84 Cent pro Set floss direkt an die Stiftung.

Da es uns am Herzen liegt, den jungen Menschen im Unternehmen den Charity-Gedanken näher zu bringen, spielten unsere Azubis und Studenten bei der Aktion eine zentrale Rolle: Sie meldeten die Restaurants nicht nur zur Charity-Aktion an, sondern leiteten die Umsetzung sogar eigenverantwortlich als ‚Paten‘. Dabei war auch Kreativität gefragt: So haben viele Azubis außergewöhnliche Ideen entwickelt, um möglichst viele Spenden zu generieren. Von Autowaschtagen bis hin zum Ponyreiten reichte das Sammelsurium an Aktionen. Zahlreiche ‚Paten‘ verbrachten gemeinsam mit ihren Kollegen auch einen Tag im nächstgelegenen Ronald McDonald Haus, um hautnah zu erleben, was durch ihre Unterstützung bewirkt werden kann.

Zum Ziel hatten wir uns übrigens eine Million verkaufte Sets gesetzt – eine beachtliche Summe, die wir dann sogar noch übertreffen konnten! Für mich Grund genug, um an dieser Stelle allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön auszusprechen!

Auf der jährlichen Benefiz-Gala am 10. November mit 500 Gästen, darunter Sylvie Meis und McDonald’s Franchise-Nehmer Henry Maske, habe ich mich insbesondere darüber gefreut, dass Stefanie Riemann stellvertretend für unsere McDonald’s Azubis anwesend war. Gemeinsam mit Frau Riemann, die als Mutter die Aktion mit besonders viel Herzblut unterstützte, hatte ich die Ehre, den Spendenscheck an die Kinderhilfe Stiftung zu überreichen.

Insgesamt konnte sich die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung an diesem Abend über eine Spendensumme von 885.500 Euro freuen. Chapeau! Und das auch noch im Jubiläumsjähr – vor 40 Jahren wurde das erste Ronald McDonald Haus in den USA eröffnet.

Damit liegt unsere Messlatte für nächstes Jahr entsprechend hoch – aber ich bin mir sicher, unsere Azubis und ihre Teams lassen sich wieder einige Überraschungen einfallen, um sie zu übertreffen!

Karriere bei McDonald’s – Gefällt mir!

Aktuell bin ich auf unserem „Co-op“-Meeting, einem halbjährlichen internen Strategiemeeting mit unseren Franchise-Nehmern. Diesen Anlass in großer Runde haben wir als Gelegenheit genutzt, um den Startschuss für unsere neue Facebook-Karriereseite zu geben: „McDonald’s Deutschland Karriere“ ging live – das Ergebnis intensiver Vorbereitungen mit viel Herzblut meines Teams: eine wichtige Weiterentwicklung für uns als Arbeitgeber.

Während Freunde, Fans und Gäste schon lange auf unserem Facebook-Markenprofil viele News rund um McDonald’s verfolgen können, fand das Thema Arbeitgeber dort nur eingeschränkt Raum. Vorranging aus einem simplen Grund: Die meisten Fans wollen dort mit uns ihre Faszination für gute Burger teilen und sind in der überwiegenden Mehrzahl weniger an Arbeitgeberthemen interessiert. Also entschieden wir uns, das Thema Karriere auszulagern und unabhängig zu bespielen. Der Aspekt, so noch besser in den gezielten Dialog mit unseren Recruiting-Zielgruppen treten zu können, spielte dabei ebenfalls eine große Rolle. Zudem bieten wir unsere Karrierethemen nun dort an, wo sich der Großteil unserer Zielgruppe bevorzugt aufhält. Also können Interessenten noch einfacher an alle Infos kommen, ohne Umwege auf fremde Karrierewebseiten.

Mit der Facebook-Karriereseite positionieren wir uns nun also auch im aktuell beliebtesten sozialen Netzwerk in Deutschland als Arbeitgeber und erweitern unsere starke Präsenz im Social-Media-Bereich. Mit regelmäßigen Beiträgen werden wir auch diesen Kanal nutzen, um nah und authentisch über McDonald’s als Arbeitgeber zu berichten, und den Dialog auf Augenhöhe mit unseren Zielgruppen weiter auszubauen. Neben der Information und dem Austausch mit potentiellen Bewerbern sollen auch attraktive Online-Kampagnen dafür sorgen, Bewerbungen zu generieren.
Unsere neue Seite bietet eine Plattform für vielseitigen Content: Dort werden in Zukunft Posts aus der Arbeitswelt bei McDonald’s zu finden sein. Egal, ob ein Schnappschuss aus dem letzten Training, Rückmeldungen von Azubi- und Mitarbeiterevents, Zitate, Erfahrungen, Highlights aus internen und externen Mitarbeiterwettbewerben oder ganz besondere Mitarbeitergeschichten – ich bin gespannt auf Kommentare, Likes und Shares, die unsere Seite erst zum Leben erwecken. Also am besten nichts verpassen und gleich liken unter www.facebook.com/mcd.karriere!

Viele Grüße!

Startschuss Ausbildung 2014:
Welcome Day für unsere Azubis

In meinem letzten Artikel hatte ich mich mit dem Thema Azubi-Mangel befasst und den ernsten Konsequenzen, die Unternehmen dadurch drohen. Neben strukturellen und operativen Veränderungen bedeutet diese Herausforderung natürlich auch, dass „softe“ Faktoren wie z.B. die Willkommenskultur auf den Prüfstand müssen. Denn Azubis sollen die Wertschätzung auch spürbar erleben können. Bei uns beginnt diese Wertschätzung bereits zum Ausbildungsbeginn. Denn Anfang September war es wieder so weit: Zahlreiche Azubis starteten bundesweit in unseren Restaurants ins Berufsleben. Der erste Tag in einem neuen Betrieb ist immer aufregend – auch bei McDonald’s. Den Auftakt zum neuen Ausbildungsjahr bildet bei uns jedes Jahr traditionell der „Welcome Day“.

Was es mit dem Welcome Day auf sich hat? Zum Ausbildungsstart in den drei McDonald’s Regionen Nord-Ost, West und Süd findet jeweils ein Welcome Day statt – und das schon seit vielen Jahren. Wie der Name schon sagt, geht es darum, unsere Neuzugänge willkommen zu heißen, sich gegenseitig zu beschnuppern, den Teamspirit zu wecken und den ersten Ausbildungstag gebührend zu feiern.

Um den Azubis den Start bei McDonald’s und seinen Franchise-Nehmern besonders eindrucksvoll zu gestalten, sind die Veranstaltungsorte unserer Welcome Days jedes Jahr aufs Neue einzigartig: Da können sich die Azubis unter Umständen auch schon einmal in einem Fußballstadion oder auf einem Schiff wiederfinden. Der diesjährige Welcome Day der Region West hat beispielsweise im malerischen Kurhaus des Kurorts Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz stattgefunden.

Die Betreuer stellten den jungen Kollegen vor, was sie in der ereignisreichen Ausbildung bei uns erwartet und beantworteten die bohrenden Fragen der Neuankömmlinge. Gefolgt von einem historischen Ausflug in die erfolgsgekrönte McDonald’s Geschichte: An dieser Stelle sorgen die Werbespots aus den Anfangstagen immer wieder für viele lächelnde Gesichter. Ein buntes Rahmenprogramm mit Spaß-Garantie, leckere Köstlichkeiten zwischendurch und das Trommel-Teambuilding zum Schluss ließen den Welcome Day, der sich über die Jahre zu einer Tradition entwickelt hat, zu einem echten Erfolg werden. Ein Tag, an dem neue Bekanntschaften geknüpft, Ängste ausgeräumt und Ziele gesteckt wurden.

Nicht nur die Azubis, auch wir sind happy darüber, dass sie ihren Karriereweg bei uns oder einem unserer Franchise-Nehmer einschlagen. Das Thema Ausbildung hat bei McDonald’s einen hohen Stellenwert, denn die Azubis von heute sind die Führungskräfte in den Restaurants von morgen. Das sehen auch die Jugendlichen und nehmen ihre Chance wahr. Und der große Dank meinerseits gilt natürlich allen, die sich mit riesigem Engagement um die Organisation und das herzliche Willkommen unserer neuen Mitarbeiter gekümmert haben!

Sehen Sie hier selbst, wie beim „Welcome Day“ der Region West unsere Azubis in die McFamily aufgenommen wurden!

Azubimangel allerorten

Laut DIHK gibt es in diesem Jahr ca. 55.000 weniger Schulabgänger als noch vor einem Jahr.
Es bleiben in 2014 voraussichtlich rund 100.000 offene Ausbildungsplätze unbesetzt, 2013 waren es 20 Prozent weniger. Dazu kommt, dass es pro Jahrgang mittlerweile 30 Prozent mehr Studienanfänger gibt als noch vor zehn Jahren.
Deswegen möchte ich das Thema Ausbildungssituation hier nochmal aufgreifen, weil diese Zahlen mittlerweile als dramatisch anzusehen sind. Einige Gedanken hierzu:

Man könnte von einer Überakademisierung der Gesellschaft sprechen, auf der anderen Seite ist es auch eine tolle Errungenschaft, dass so vielen jungen Menschen der Zugang zu einem höheren Bildungsgrad ermöglicht wird. Auffällig ist aber, dass immerhin ca. 30 Prozent der Erststudierenden ihr Studium abbrechen. Also ist die Entscheidung für ein Studium nicht grundsätzlich die richtige.

Die duale Ausbildung in Deutschland steht noch nicht vor dem Aus. Sie ist eine bewährte Form der Qualifizierung junger Menschen. Allerdings wird die Ausbildung mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns bei Jugendlichen unter monetären Gesichtspunkten an Attraktivität einbüßen. Ich denke es ist an der Zeit, die Vorteile dieser Ausbildung mit konzertierten Maßnahmen wieder in den Vordergrund zu rücken. Wir brauchen ein Bekenntnis von allen Beteiligten zur dualen Ausbildung in Deutschland mit einem fest definierten Maßnahmenkatalog.

Die Situation am Ausbildungsmarkt kommt für niemanden überraschend. Gesellschaft, Politik, Unternehmen, Verbände und auch Gewerkschaften tragen in ihrem Bereich Verantwortung. Das Thema muss immer wieder auf die Tagesordnung, schließlich geht es um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Die Lösung des Problems kann nur gelingen, wenn sich alle Verantwortlichen möglichst schnell zum gemeinsamen Handeln verpflichten. Wir brauchen eine genaue Analyse der bestehenden Schulformen auch aus dem föderalen Blickwinkel heraus. Viel zu lang schon nehmen wir hin, dass jedes Jahr mehr als 50.000 Schüler die Schule ohne einen Abschluss verlassen.

Und wir brauchen eine deutlich verbesserte Integrationspolitik mit Schaffung einer realen und toleranten “Willkommenskultur”.

Die ausbildenden Unternehmen in Deutschland sind zu jeder Unterstützung bereit und tun heute schon sehr viel, um junge Menschen beim Start ins Berufsleben tatkräftig zu begleiten.
Das gilt auch für McDonald’s und seine Franchise-Nehmer.

Ich freue mich auf Ihre Meinungen,
herzlichst Wolfgang Goebel

Ein Tag auf dem Bauernhof

Teambuilding auf dem Bauernhof

Teambuilding auf dem Bauernhof

Vielleicht kennen Sie die Situation – Sie nehmen sich etwas vor, aber der Alltag an Ihrem Arbeitsplatz treibt Sie in eine andere Richtung.

Ganz häufig nehme ich mir vor, mich nicht nur mit Mitarbeitern meines eigenen Bereichs oder Kollegen, mit denen ich gerade zu tun habe, zu beschäftigen. Ich würde gerne öfter Kontakt mit Mitarbeitern anderer Bereiche aufnehmen, sozusagen ins Unternehmen hineinhorchen. Beispielsweise um eine weitere Meinung zu hören, einen neuen Themenkomplex kennenzulernen oder auch, um das klassische „Silodenken“ ein Stück abzubauen.

Vergangene Woche bekam ich mit über 300 Kollegen einen ganzen langen und sonnigen Tag Gelegenheit dazu – beim traditionellen Sommer Infotainment. Dieser Termin im McDonald‘s Jahreskalender hat das Ziel, die Mitarbeiter des Hauptservice Centers über die aktuelle Geschäftslage, die Strategie und Projekte zu informieren (Information) und abseits des Alltags auch das Gemeinschaftsgefühl zu stärken (Entertainment).

Die ganze Veranstaltung fand dieses Jahr auf dem Bauernhof statt, der Teambuilding-Teil interdisziplinär oder neudeutsch „cross-functional“, und auf dem Bauernhofgelände damit auch „cross-country“. Es gab einige sehr interessante Herausforderungen zu meistern: beispielsweise Melken, Traktor Fahren oder Schubkarrenrennen. Mein Fazit: das Team gewinnt immer. Vor allem dann, wenn man die Gelegenheit hat, mit Menschen im wahrsten Wortsinn „an einem Strang“ zu ziehen.

Den anderen anzufeuern, Spaß zu haben oder auch festzustellen, dass ein CEO im Schubkarren-Parcours genau so schwer zu schieben ist wie ein Werkstudent. Oder dass der Finanzvorstand im Kühe melken nicht talentierter ist als ein Marketingmitarbeiter (um an dieser Stelle auch mit berufsständischen Vorurteilen aufzuräumen). Und insbesondere, dass die Vielfalt der bunt zusammengewürfelten Mitstreiter für die besten Ergebnisse sorgt. Wenn das keine validen Erkenntnisse für den Arbeitsalltag sind!!!

Außerdem hätte ich für alle Unentschlossenen, aber Urlaubswilligen, einen ganz tollen Tipp: Ferien auf dem Bauernhof. Garantiert nicht langweilig!

Schönen Urlaub!