Wolfgang Goebel • 23.12.2014 •

“Tarifvertrag abgeschlossen”

Da war ein hartes Stück Arbeit, aber hat es sich gelohnt. Letzten Mittwoch um 01:50 Uhr, konnten wir vermelden: Entgelttarifvertrag für zwei Jahre und Manteltarifvertrag für fünf Jahre zwischen dem Arbeitgeberverband BdS (Bundesverband der Systemgastronomie) und der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) unter Dach und Fach. Und das ist auch gut so!
Man kann sich die Frage stellen, warum mussten wir über fünf Monate, über vier Runden mit Spitzengesprächen zwischendurch, verhandeln? Hätten es sich beide Parteien nicht auch einfacher machen können, um schneller zur Entscheidung und zu einer Vereinbarung zu kommen? Eine klare Antwort, ein klares „Nein“.
Ein Verhandlungsergebnis ist immer ein Kompromiss und um einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen, benötigt man ein zähes Ringen. So ist nun mal die Dramaturgie. Zu Beginn stieg die Gewerkschaft mit ihren Maximalanforderungen ein und der BdS war am Anfang nur zu geringen Mehrleistungen bereit. Denn für uns als Arbeitgeber bestand bereits die Herausforderung, den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2015 einzuführen. Das ist die Basis auf der ein neuer Tarifvertrag zu verhandeln war und das machte es zusätzlich schwierig. Und eine Besonderheit kam dazu. Die Tarifkommission der NGG vertrat über alle Verhandlungsrunden hinweg die Auffassung die 8,50 EUR – also der Mindestlohn – seien ja durch Andrea Nahles gesetzt und die Frage sei jetzt nur: „Was packen die Arbeitgeber oben drauf?“. Diese Meinung verkannte völlig die Situation, das ja der Unterschied zwischen den aktuellen tariflichen Einstiegslöhnen und dem gesetzlichen Mindestlohn in den Unternehmen getragen werden muss.
Lassen Sie mich eins zum Ausdruck bringen. Ich finde es richtig und wichtig, dass der Mindestlohn von 8,50 EUR für alle Mitarbeiter gleich fair und transparent umgesetzt wird. Die Möglichkeit, sich in einer Übergangszeit an die 8,50 EUR anzunähern, war für uns keine Option. Genauso müssen wir aber auch sicherstellen, dass die Betriebe in Ost und West wirtschaftlich in der Lage sind, sich die Tarifbindung leisten zu können. Diese Tatsachen machten eben einen Abschluss so schwierig, und dies war auch ein Grund, warum ich die Entscheidung getroffen habe, in meiner Rolle als BdS-Präsident selber aktiv in die Verhandlungen einzusteigen. Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der NGG, entschied sich auf der „anderen Seite“ ebenfalls dazu.
Das war von uns beiden auch ein klares Zeichen, dass wir an einem Abschluss höchstes Interesse hatten. Dass es dann noch bis zum 16. Dezember 2014 gedauert hat, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Gewerkschaft das Ende der Friedenspflicht am 30. November 2014 für mediale Aufmerksamkeit nutzen wollte. Dies wurde dann mit diversen Demonstrationen und Warnstreiks zum Ausdruck gebracht.
Auf jeden Fall war ich froh, dass wir uns am Abend des 1. Dezember, nachdem die Verhandlungen ergebnislos unterbrochen wurden, auf eine freiwillige Schlichtung und auf die Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer geeinigt haben.
Die Schlichterin hat sich hervorragend eingebracht, beide Seiten vor dem 16. Dezember angehört und viele Fragen gestellt. Frau Engelen-Kefer hatte einen ganz großen Anteil daran, dass am 16. Dezember nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon dann doch ein Kompromiss erzielt wurde und damit neue Tarifverträge ab 1. Januar 2015 existieren.
Mit dem Ergebnis gehen die Unternehmen an ihre Belastungsgrenzen, aber das Gute ist: Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben für die nächsten Jahre Planungssicherheit und die Tarifbindung hat gesiegt, hierzu finden Sie die Pressemeldung des BdS mit den Verhandlungsergebnissen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei beiden Tarifkommissionen sowie bei der Schlichterin Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer bedanken. Jeder hat sich sehr engagiert und verdient Respekt. Diesen Respekt vor der Sozialpartnerschaft haben wir als Unternehmen gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern auch in einer ganzseitigen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung und der WELT letzten Samstag zum Ausdruck gebracht.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Blog, wünsche Ihnen schöne Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches 2015.
Ihr Wolfgang Goebel

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1.176.575x Dankeschön!
McDonald’s Azubis in Aktion für den guten Zweck

Was man bewegen kann, wenn man sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzt, durfte ich jetzt erst wieder erleben. Die diesjährige Charity-Aktion „Trostpflaster“ zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung fand vom 16. Oktober bis 5. November 2014 in allen teilnehmenden Restaurants statt. Dort konnten unsere Gäste die Trostpflaster-Sets zum Preis von einem Euro erwerben. Dank einer tollen Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie insbesondere des Engagements unserer Azubis war die Aktion ein voller Erfolg: 1.176.575 Trostpflaster-Sets wurden verkauft und ein Reinerlös von 84 Cent pro Set floss direkt an die Stiftung.

Da es uns am Herzen liegt, den jungen Menschen im Unternehmen den Charity-Gedanken näher zu bringen, spielten unsere Azubis und Studenten bei der Aktion eine zentrale Rolle: Sie meldeten die Restaurants nicht nur zur Charity-Aktion an, sondern leiteten die Umsetzung sogar eigenverantwortlich als ‚Paten‘. Dabei war auch Kreativität gefragt: So haben viele Azubis außergewöhnliche Ideen entwickelt, um möglichst viele Spenden zu generieren. Von Autowaschtagen bis hin zum Ponyreiten reichte das Sammelsurium an Aktionen. Zahlreiche ‚Paten‘ verbrachten gemeinsam mit ihren Kollegen auch einen Tag im nächstgelegenen Ronald McDonald Haus, um hautnah zu erleben, was durch ihre Unterstützung bewirkt werden kann.

Zum Ziel hatten wir uns übrigens eine Million verkaufte Sets gesetzt – eine beachtliche Summe, die wir dann sogar noch übertreffen konnten! Für mich Grund genug, um an dieser Stelle allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön auszusprechen!

Auf der jährlichen Benefiz-Gala am 10. November mit 500 Gästen, darunter Sylvie Meis und McDonald’s Franchise-Nehmer Henry Maske, habe ich mich insbesondere darüber gefreut, dass Stefanie Riemann stellvertretend für unsere McDonald’s Azubis anwesend war. Gemeinsam mit Frau Riemann, die als Mutter die Aktion mit besonders viel Herzblut unterstützte, hatte ich die Ehre, den Spendenscheck an die Kinderhilfe Stiftung zu überreichen.

Insgesamt konnte sich die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung an diesem Abend über eine Spendensumme von 885.500 Euro freuen. Chapeau! Und das auch noch im Jubiläumsjähr – vor 40 Jahren wurde das erste Ronald McDonald Haus in den USA eröffnet.

Damit liegt unsere Messlatte für nächstes Jahr entsprechend hoch – aber ich bin mir sicher, unsere Azubis und ihre Teams lassen sich wieder einige Überraschungen einfallen, um sie zu übertreffen!

Karriere bei McDonald’s – Gefällt mir!

Aktuell bin ich auf unserem „Co-op“-Meeting, einem halbjährlichen internen Strategiemeeting mit unseren Franchise-Nehmern. Diesen Anlass in großer Runde haben wir als Gelegenheit genutzt, um den Startschuss für unsere neue Facebook-Karriereseite zu geben: „McDonald’s Deutschland Karriere“ ging live – das Ergebnis intensiver Vorbereitungen mit viel Herzblut meines Teams: eine wichtige Weiterentwicklung für uns als Arbeitgeber.

Während Freunde, Fans und Gäste schon lange auf unserem Facebook-Markenprofil viele News rund um McDonald’s verfolgen können, fand das Thema Arbeitgeber dort nur eingeschränkt Raum. Vorranging aus einem simplen Grund: Die meisten Fans wollen dort mit uns ihre Faszination für gute Burger teilen und sind in der überwiegenden Mehrzahl weniger an Arbeitgeberthemen interessiert. Also entschieden wir uns, das Thema Karriere auszulagern und unabhängig zu bespielen. Der Aspekt, so noch besser in den gezielten Dialog mit unseren Recruiting-Zielgruppen treten zu können, spielte dabei ebenfalls eine große Rolle. Zudem bieten wir unsere Karrierethemen nun dort an, wo sich der Großteil unserer Zielgruppe bevorzugt aufhält. Also können Interessenten noch einfacher an alle Infos kommen, ohne Umwege auf fremde Karrierewebseiten.

Mit der Facebook-Karriereseite positionieren wir uns nun also auch im aktuell beliebtesten sozialen Netzwerk in Deutschland als Arbeitgeber und erweitern unsere starke Präsenz im Social-Media-Bereich. Mit regelmäßigen Beiträgen werden wir auch diesen Kanal nutzen, um nah und authentisch über McDonald’s als Arbeitgeber zu berichten, und den Dialog auf Augenhöhe mit unseren Zielgruppen weiter auszubauen. Neben der Information und dem Austausch mit potentiellen Bewerbern sollen auch attraktive Online-Kampagnen dafür sorgen, Bewerbungen zu generieren.
Unsere neue Seite bietet eine Plattform für vielseitigen Content: Dort werden in Zukunft Posts aus der Arbeitswelt bei McDonald’s zu finden sein. Egal, ob ein Schnappschuss aus dem letzten Training, Rückmeldungen von Azubi- und Mitarbeiterevents, Zitate, Erfahrungen, Highlights aus internen und externen Mitarbeiterwettbewerben oder ganz besondere Mitarbeitergeschichten – ich bin gespannt auf Kommentare, Likes und Shares, die unsere Seite erst zum Leben erwecken. Also am besten nichts verpassen und gleich liken unter www.facebook.com/mcd.karriere!

Viele Grüße!

Startschuss Ausbildung 2014:
Welcome Day für unsere Azubis

In meinem letzten Artikel hatte ich mich mit dem Thema Azubi-Mangel befasst und den ernsten Konsequenzen, die Unternehmen dadurch drohen. Neben strukturellen und operativen Veränderungen bedeutet diese Herausforderung natürlich auch, dass „softe“ Faktoren wie z.B. die Willkommenskultur auf den Prüfstand müssen. Denn Azubis sollen die Wertschätzung auch spürbar erleben können. Bei uns beginnt diese Wertschätzung bereits zum Ausbildungsbeginn. Denn Anfang September war es wieder so weit: Zahlreiche Azubis starteten bundesweit in unseren Restaurants ins Berufsleben. Der erste Tag in einem neuen Betrieb ist immer aufregend – auch bei McDonald’s. Den Auftakt zum neuen Ausbildungsjahr bildet bei uns jedes Jahr traditionell der „Welcome Day“.

Was es mit dem Welcome Day auf sich hat? Zum Ausbildungsstart in den drei McDonald’s Regionen Nord-Ost, West und Süd findet jeweils ein Welcome Day statt – und das schon seit vielen Jahren. Wie der Name schon sagt, geht es darum, unsere Neuzugänge willkommen zu heißen, sich gegenseitig zu beschnuppern, den Teamspirit zu wecken und den ersten Ausbildungstag gebührend zu feiern.

Um den Azubis den Start bei McDonald’s und seinen Franchise-Nehmern besonders eindrucksvoll zu gestalten, sind die Veranstaltungsorte unserer Welcome Days jedes Jahr aufs Neue einzigartig: Da können sich die Azubis unter Umständen auch schon einmal in einem Fußballstadion oder auf einem Schiff wiederfinden. Der diesjährige Welcome Day der Region West hat beispielsweise im malerischen Kurhaus des Kurorts Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz stattgefunden.

Die Betreuer stellten den jungen Kollegen vor, was sie in der ereignisreichen Ausbildung bei uns erwartet und beantworteten die bohrenden Fragen der Neuankömmlinge. Gefolgt von einem historischen Ausflug in die erfolgsgekrönte McDonald’s Geschichte: An dieser Stelle sorgen die Werbespots aus den Anfangstagen immer wieder für viele lächelnde Gesichter. Ein buntes Rahmenprogramm mit Spaß-Garantie, leckere Köstlichkeiten zwischendurch und das Trommel-Teambuilding zum Schluss ließen den Welcome Day, der sich über die Jahre zu einer Tradition entwickelt hat, zu einem echten Erfolg werden. Ein Tag, an dem neue Bekanntschaften geknüpft, Ängste ausgeräumt und Ziele gesteckt wurden.

Nicht nur die Azubis, auch wir sind happy darüber, dass sie ihren Karriereweg bei uns oder einem unserer Franchise-Nehmer einschlagen. Das Thema Ausbildung hat bei McDonald’s einen hohen Stellenwert, denn die Azubis von heute sind die Führungskräfte in den Restaurants von morgen. Das sehen auch die Jugendlichen und nehmen ihre Chance wahr. Und der große Dank meinerseits gilt natürlich allen, die sich mit riesigem Engagement um die Organisation und das herzliche Willkommen unserer neuen Mitarbeiter gekümmert haben!

Sehen Sie hier selbst, wie beim „Welcome Day“ der Region West unsere Azubis in die McFamily aufgenommen wurden!

Azubimangel allerorten

Laut DIHK gibt es in diesem Jahr ca. 55.000 weniger Schulabgänger als noch vor einem Jahr.
Es bleiben in 2014 voraussichtlich rund 100.000 offene Ausbildungsplätze unbesetzt, 2013 waren es 20 Prozent weniger. Dazu kommt, dass es pro Jahrgang mittlerweile 30 Prozent mehr Studienanfänger gibt als noch vor zehn Jahren.
Deswegen möchte ich das Thema Ausbildungssituation hier nochmal aufgreifen, weil diese Zahlen mittlerweile als dramatisch anzusehen sind. Einige Gedanken hierzu:

Man könnte von einer Überakademisierung der Gesellschaft sprechen, auf der anderen Seite ist es auch eine tolle Errungenschaft, dass so vielen jungen Menschen der Zugang zu einem höheren Bildungsgrad ermöglicht wird. Auffällig ist aber, dass immerhin ca. 30 Prozent der Erststudierenden ihr Studium abbrechen. Also ist die Entscheidung für ein Studium nicht grundsätzlich die richtige.

Die duale Ausbildung in Deutschland steht noch nicht vor dem Aus. Sie ist eine bewährte Form der Qualifizierung junger Menschen. Allerdings wird die Ausbildung mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns bei Jugendlichen unter monetären Gesichtspunkten an Attraktivität einbüßen. Ich denke es ist an der Zeit, die Vorteile dieser Ausbildung mit konzertierten Maßnahmen wieder in den Vordergrund zu rücken. Wir brauchen ein Bekenntnis von allen Beteiligten zur dualen Ausbildung in Deutschland mit einem fest definierten Maßnahmenkatalog.

Die Situation am Ausbildungsmarkt kommt für niemanden überraschend. Gesellschaft, Politik, Unternehmen, Verbände und auch Gewerkschaften tragen in ihrem Bereich Verantwortung. Das Thema muss immer wieder auf die Tagesordnung, schließlich geht es um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Die Lösung des Problems kann nur gelingen, wenn sich alle Verantwortlichen möglichst schnell zum gemeinsamen Handeln verpflichten. Wir brauchen eine genaue Analyse der bestehenden Schulformen auch aus dem föderalen Blickwinkel heraus. Viel zu lang schon nehmen wir hin, dass jedes Jahr mehr als 50.000 Schüler die Schule ohne einen Abschluss verlassen.

Und wir brauchen eine deutlich verbesserte Integrationspolitik mit Schaffung einer realen und toleranten “Willkommenskultur”.

Die ausbildenden Unternehmen in Deutschland sind zu jeder Unterstützung bereit und tun heute schon sehr viel, um junge Menschen beim Start ins Berufsleben tatkräftig zu begleiten.
Das gilt auch für McDonald’s und seine Franchise-Nehmer.

Ich freue mich auf Ihre Meinungen,
herzlichst Wolfgang Goebel

Ein Tag auf dem Bauernhof

Teambuilding auf dem Bauernhof

Teambuilding auf dem Bauernhof

Vielleicht kennen Sie die Situation – Sie nehmen sich etwas vor, aber der Alltag an Ihrem Arbeitsplatz treibt Sie in eine andere Richtung.

Ganz häufig nehme ich mir vor, mich nicht nur mit Mitarbeitern meines eigenen Bereichs oder Kollegen, mit denen ich gerade zu tun habe, zu beschäftigen. Ich würde gerne öfter Kontakt mit Mitarbeitern anderer Bereiche aufnehmen, sozusagen ins Unternehmen hineinhorchen. Beispielsweise um eine weitere Meinung zu hören, einen neuen Themenkomplex kennenzulernen oder auch, um das klassische „Silodenken“ ein Stück abzubauen.

Vergangene Woche bekam ich mit über 300 Kollegen einen ganzen langen und sonnigen Tag Gelegenheit dazu – beim traditionellen Sommer Infotainment. Dieser Termin im McDonald‘s Jahreskalender hat das Ziel, die Mitarbeiter des Hauptservice Centers über die aktuelle Geschäftslage, die Strategie und Projekte zu informieren (Information) und abseits des Alltags auch das Gemeinschaftsgefühl zu stärken (Entertainment).

Die ganze Veranstaltung fand dieses Jahr auf dem Bauernhof statt, der Teambuilding-Teil interdisziplinär oder neudeutsch „cross-functional“, und auf dem Bauernhofgelände damit auch „cross-country“. Es gab einige sehr interessante Herausforderungen zu meistern: beispielsweise Melken, Traktor Fahren oder Schubkarrenrennen. Mein Fazit: das Team gewinnt immer. Vor allem dann, wenn man die Gelegenheit hat, mit Menschen im wahrsten Wortsinn „an einem Strang“ zu ziehen.

Den anderen anzufeuern, Spaß zu haben oder auch festzustellen, dass ein CEO im Schubkarren-Parcours genau so schwer zu schieben ist wie ein Werkstudent. Oder dass der Finanzvorstand im Kühe melken nicht talentierter ist als ein Marketingmitarbeiter (um an dieser Stelle auch mit berufsständischen Vorurteilen aufzuräumen). Und insbesondere, dass die Vielfalt der bunt zusammengewürfelten Mitstreiter für die besten Ergebnisse sorgt. Wenn das keine validen Erkenntnisse für den Arbeitsalltag sind!!!

Außerdem hätte ich für alle Unentschlossenen, aber Urlaubswilligen, einen ganz tollen Tipp: Ferien auf dem Bauernhof. Garantiert nicht langweilig!

Schönen Urlaub!

Gedanken zum Thema Führung

Im Augenblick fällt mir auf, dass viele Fachmedien sich wieder mit dem Thema „Führung“ beschäftigen. Als ideale Führungskraft wird oftmals diejenige beschrieben, die gut zuhören kann, Mitarbeiter in Entscheidungsprozessen einbindet, delegiert und in schwierigen Zeiten souverän bleibt.

Was mir auffällt, ist, dass in der einschlägigen Literatur und in der Wissenschaft dieses Thema oft von Menschen untersucht und beurteilt wird, die noch nie in verantwortlicher Position in Unternehmen gearbeitet haben.

Führung wie aus dem Lehrbuch habe ich persönlich in meiner mittlerweile fast 30-jährigen beruflichen Laufbahn noch nicht kennengelernt. Aber ich habe Menschen kennengelernt, Chefs gehabt, die unter der Last der Führungsverantwortung schwer zu tragen hatten, und Chefs, denen Führungsverantwortung Flügel verliehen hat.

Deshalb stellt sich für mich immer erst die Frage: Wenn jemand eine neue Führungsposition übernimmt, ist derjenige überhaupt in der Lage, mit den Herausforderungen in der neuen Position umzugehen?

Warum ich denke, dass das so wichtig ist? Ich beobachte, dass Führungsverhalten und Führungspotential oft vom „Wohlfühlempfinden“ desjenigen abhängt, der Verantwortung trägt. Ganz selten stelle ich fest, dass der Umgang mit Mitarbeitern in angenehmen Zeiten sowie in stressigen Zeiten auf gleichem Niveau stattfindet. Und ich kann es nachvollziehen, dass äußere Einflüsse eine direkte Auswirkung haben.

Meiner Meinung nach ist es deshalb so wichtig, dass ein guter „Leader“ ein Stück weit in sich selbst ruht, mit sich selber gut klar kommt und Selbstbewusstsein ausstrahlt – getreu dem Motto:
„Bevor du dir eine Meinung über andere bildest, hilft es, wenn du eine gute Meinung von dir selbst hast.“

Ich bin mir ganz sicher, dass die Voraussetzung für eine gute Führungskraft ist, mit einer positiven Einstellung an neue Herausforderungen heranzugehen und diese Einstellung beginnt mit einem selbst. Nur so kann man andere auch auf eine „Reise“ zu einem bestimmten Ziel mitnehmen.

Keiner ist jeden Tag gleich gut gelaunt, keiner kann Probleme immer weglächeln, aber ich denke, es gibt zwei Attribute, die für eine gute Führungskraft unerlässlich sind:
1) Menschen, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts und mit welchem Leistungsvermögen mit Respekt zu behandeln.
2) Menschen wertschätzend zu begegnen und in jeder Situation, auch in Krisenzeiten, diese Wertschätzung aufrecht zu erhalten.

Sie denken vielleicht: „Na, wenn das schon alles ist, das ist doch nicht schwer?!“

Denken Sie mit mir gemeinsam nach, kennen Sie einen „Leader“, der diese beiden Umgangsformen immer beherzigt? Oder die Frage anders gestellt an diejenigen von uns, die eine Führungsrolle wahrnehmen: Orientieren wir uns immer an Respekt und Wertschätzung?

Ich darf sagen, dass ich es auf jeden Fall in meiner Führungsfunktion versuche und danach strebe. Wie oft es gelingt und wie oft es daneben geht, kann ich nicht beurteilen. Das können nur die Menschen wissen, mit denen ich zusammenarbeiten darf, offenes und ehrliches Feedback vorausgesetzt.

Was sind Ihre Gedanken dazu?

It’s all about the team – der Teamcup der Systemgastronomie

Wenn ich auf Geschäftsreise bin, dann nicht nur in meiner Funktion als Personalvorstand von McDonald’s Deutschland, sondern auch als Präsident des Bundesverbandes der Systemgastronomie (BdS).  Ende März führte es mich an einem Samstag nach Elmshorn. Elmshorn? Dort fand in diesem Jahr der 5. Teamcup der Systemgastronomie statt. Ich durfte die Veranstaltung eröffnen, eine besondere Ehre für mich.

Was hat es mit dem Teamcup auf sich?
Rund 100 Azubis zur Fachfrau oder zum Fachmann für Systemgastronomie von verschiedenen Branchenbetrieben werden ausgewählt für einen nationalen Teamwettbewerb und zeigen, was sie bereits in ihrer Ausbildung alles gelernt haben. Der BdS möchte auf diese Weise als Ausrichter des Wettbewerbs den Ausbildungsweg bekannter machen und zeigen, dass die Systemgastronomie viele attraktive Karrierewege bietet.  Die Europaschule in Elmshorn ist dafür ein ganz besonderer Austragungsort, sie lebt vom Engagement der Lehrer und der Schüler und das spürt man sofort.

Die diesjährige Teamaufgabe lautete: Das systemgastronomische Konzept der fiktiven Café-Kette „Waffelino“ sollte so überarbeitet werden, dass aus dem eindimensionalen Süßwarenangebot ein attraktives Restaurant-Angebot für den ganzen Tag entsteht. Die Teilnehmer entwickelten neue Produktideen, Marketingkonzepte und drehten sogar eigene Werbespots. Eine echt anspruchsvolle Aufgabe.

Und wie der Name „Teamcup“ schon sagt – hier drehte sich alles um perfekte Teamarbeit. In Vierergruppen ging es darum, Kreativität mit dem umfassenden Wissen rund um alle Restaurantabläufe zu einem überzeugenden Konzept zu kombinieren.

Und genau das mag ich so an unserem Teamcup – hier steht nicht der Einzelkämpfer im Vordergrund, sondern – ganz wie in der Systemgastronomie üblich – die Teamleistung ist entscheidend.  Getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen!

Und wie ich jedes Jahr mit Freude feststelle, die Teilnehmer sind stolz, dabei zu sein und ihr Unternehmen bundesweit und mit Herz zu vertreten. So war der Teamcup für alle ein erfolgreicher Tag: eine tolle Anerkennung für die Besten der Branche mit glücklichen Siegerteams und eine eindrucksvolle Demonstration der Qualität eines der Ausbildungswege in der Systemgastronomie.

Und besonders freut mich natürlich, dass auch unsere Finalisten gut abgeschnitten haben! Das Siegerteam fährt übrigens zum Oktoberfest nach München, ist doch cool, oder?

Wir haben zwei unserer McDonald’s Azubis, Anastasia und Max, bei ihrer Teilnahme am Teamcup begleitet, hier gibt’s das Video dazu!

Zauber aus 1001 Nacht – Restaurant Manager Convention in Dubai

Drei Jahre sind nun schon vergangen, seit wir unsere Restaurant Manager zur sogenannten Convention eingeladen haben, und zwar nach Lappland. Die Temperatur damals -5 °C und Schneefall. Diesmal in Dubai ging es deutlich heißer her, 25 °C und meistens Sonne.

Wir versammeln uns alle drei Jahre in dieser Runde. Wir möchten all denen unsere Wertschätzung entgegen bringen, die mit ihrer Mannschaft im Restaurant dafür sorgen, dass sich tagtäglich weit über 2,5 Mio. Menschen in unseren Restaurants “Willkommen bei McDonald’s” fühlen. Unsere Restaurant Manager sind das Herzstück von McDonald’s. Denn das Gästeerlebnis hängt entscheidend von ihrem Einsatz ab. Sie sorgen dafür, dass Marketing zum Leben erweckt wird, Produkte von hoher Qualität frisch und heiß serviert werden und das Restaurant einladend ist. All diese Themen standen auch auf dem Programm – an zwei Tagen stellte unser Führungsteam die aktuellen Strategien, Kampagnen und Prozesse vor.

Die Dubai-Experience kam dabei nicht zu kurz. In der Dämmerung haben wir die ganz besondere Verbindung von arabischer Historie und Modernität bei einer Rundfahrt auf dem Dubai Creek erlebt, den Zauber aus 1001 Nacht in der benachbarten Wüstenlandschaft. Am Teambuilding Tag kam es am Strand zu einer
Höchstleistung – unsere Restaurant Manager halten nun den Weltrekord im “Größten Wasserballonwerfen”.

Ich war echt beeindruckt, dass unsere Restaurant Manager das geschafft haben. Und ich bin stolz darauf, dass es während der gesamten Zeit zu einem intensiven, hierarchieübergreifenden Dialog kam. Da werden einem auch mal deutlichere Botschaften mit auf den Weg gegeben. Ein Zeichen, dass Commitment und Offenheit zu den ganz starken Werten gehören, die uns prägen.

Mich motiviert das ungemein, gleichzeitig versetzt mich die gemeinsam verbrachte Zeit in die Tage zurück, als ich selbst noch Restaurant Manager war. Damals wie heute beflügeln mich diese Erlebnisse, schaffen und erneuern die Verbindung mit den Menschen in unserem Unternehmen. Ich hoffe, dass dieses Gefühl bei allen Teilnehmern genau so lange vorhält, wie bei mir.

Wie sieht Teambuilding in Ihrem Unternehmen aus? Ich  freue mich über den Erfahrungsaustausch.

Doch bevor es richtig losging, begann das logistische Meisterwerk in Deutschland. Es ist gar nicht so leicht, Locations, Flüge und Unterkunft für fast 1.000 Menschen zu organisieren. Mein Dank geht an dieser Stelle an unsere Eventmannschaft, die einen fabelhaften Job gemacht hat.

Sprache: Integration statt Barriere!

Kennen Sie das berühmte Zitat des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren“? Wir kommunizieren und informieren ständig, auch wenn wir gar nichts sagen. Beispielsweise über Gesten, Mimik, oder unbewusstes Verhalten. Wollen wir anderen etwas mitteilen, bedienen wir uns der Sprache, ohne darüber nachzudenken. Aber was tun, wenn das Gegenüber eine andere Sprache spricht?

Eine Situation, die auch in unseren Restaurants vorkommt, sei es im Gespräch mit Gästen oder neuen Kollegen. Bei rund 130 verschiedenen Nationalitäten unter den Mitarbeitern allein in Deutschland kann es schon einmal passieren, dass es bei Neuankömmlingen noch nicht so gut klappt mit der neuen Sprache. Auf diese Vielfalt bin ich stolz, mit der unsere Mitarbeiter unsere Unternehmenskultur prägen und geprägt haben. Sie zeigen jeden Tag aufs Neue, dass mit Engagement, Teamgeist und Verständnis solche Probleme gelöst werden können.

Zum „Tag der Muttersprache“ am heutigen Freitag möchte ich Ihnen Ramona D’Andrea vorstellen, sie ist Restaurant-Managerin in einem unserer Restaurants in Frankfurt am Main. Bei ihr arbeiten 12 verschiedene Nationalitäten zusammen, von Marokko bis zu den Philippinen gibt es dort eine interessante Sprachenvielfalt: Man hört Marokkanisches Arabisch, Bulgarisch, Italienisch, Rumänisch, Deutsch, Polnisch, Serbisch, Ungarisch und Slowakisch und trifft Menschen von den Philippinen, aus Sri Lanka, oder dem Irak. Mit ihr sprach ich darüber, wie sich diese (Sprachen-)Vielfalt im Alltag bemerkbar macht. Lesen Sie hier unser kurzes Gespräch:

Wie werden neue Mitarbeiter integriert, die noch nicht so gut Deutsch sprechen?
Mitarbeiter, die schlecht oder wenig Deutsch sprechen, werden von den Kollegen zunächst noch im Küchenbereich auf die Aufgaben im Kassen-/Gastbereich vorbereitet. Viele besuchen auf eigene Initiative einen Deutschkurs und nutzen dazu die Unterstützung von McDonald’s mit dem Crew College-Zuschuss in Höhe von 100 EUR.

Was ist die größte Herausforderung und was ist die schönste Bestätigung, wenn man mit vielen Kollegen aus aller Herren Länder zusammenarbeitet?
Die größte Herausforderung ist es, auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen und zugleich ein gutes Team aus meinen Mitarbeitern zu formen. Zum Glück hat das bisher immer super geklappt, weil sich die Leute aufeinander verlassen können müssen. Bei uns steht der Teamgeist immer ganz oben.

Und zum Thema schöne Belohnung kann ich dieses Beispiel erzählen: Eine Mitarbeiterin, die kein Deutsch sprach, hat immer ihren Freund vorgeschickt, wenn sie eine Schicht tauschen wollte, einen Tag frei brauchte oder ein anderes Anliegen zum Dienstplan hatte. Beim 3. Mal habe ich ihr dann geantwortet, dass ich gerne im Dienstplan alles möglich mache, aber nur, wenn sie selbst danach fragen kann. Und so hat sie dann doch angefangen, sich mit der Sprache auseinanderzusetzen. Heute klappt es viel besser, und ich denke, die Sprachkenntnisse machen ihr Vieles einfacher.

Gerne denke ich auch an eine besondere Mitarbeiterin von mir, eine heute 58-jährige Bulgarin. Sie ist seit 13 Jahren bei uns tätig, die ersten Jahre als Saisonkraft, also immer für drei Monate im Jahr. Anfangs sprach sie kein Wort Deutsch, da habe ich sogar ein paar Worte Bulgarisch gelernt, damit wir uns verständigen konnten. Und heute können wir problemlos miteinander telefonieren.

Bei der Verständigung muss man nicht nur die Sprache des anderen erlernen. Auch kulturelle Unterschiede sind wichtig, zum Beispiel meinen Bulgaren mit einem Kopfschütteln „Ja“ und mit Nicken meinen sie „Nein“. Das hat bei uns zu Beginn natürlich zu so einigen Missverständnissen geführt – aber auch zu vielen Lachern.

Ich denke, diese Offenheit und tolle Teamarbeit ist ein hervorragendes Beispiel für gelebte Integration und Vielfalt. Fremde Sprachen und Kulturen bereichern uns in jeder Hinsicht, das sollten wir uns gerade heute nochmal vor Augen führen.

Und wer Lust hat, sich „Willkommen bei McDonald’s“ auf Tamil, Paschto (gesprochen z.B. in Afghanistan) oder Bulgarisch anzuhören, klickt einfach auf diesen Link, viel Spaß dabei!