Virtuelles Teamwork

Heute mache ich mich auf den Weg nach Oakbrook, Illinois, der Zentrale von McDonald’s weltweit. Dort entstehen zumeist die Strategien, die Leitlinien und damit die Grundlage für unsere Unternehmenskultur. Im Bereich People arbeiten wir gerade an neuen Strukturen der Zusammenarbeit und notwendigen Veränderungen insbesondere in der gelebten Unternehmenskultur. Oder sagen wir besser: an einem zukunftsfähigen Miteinander.

Wie in vielen großen Unternehmen hat sich die Art der internationalen Kooperation geändert. Vieles wird virtueller, über Ländergrenzen hinweg flexibler. Beispielsweise sitzen internationale Teams nicht mehr zwingend am gleichen Standort. Kommunikation wie Führung ändert sich damit natürlich auch. Und damit folgt die Frage, wie man sich so ein gutes Miteinander erarbeiten kann, selbst wenn man sich ganz selten persönlich begegnet. Ich habe für mich festgestellt, dass ich im internationalen Umfeld wie auch innerhalb Deutschlands via Email, Telefon oder Conference-Tools klarkomme. Präsenzkultur ist für mich nicht entscheidend für das Arbeitsergebnis. Auf der Beziehungsebene fällt es mir allerdings deutlich leichter, eine Unterhaltung zu beginnen, wenn ich meinem Gegenüber schon mal persönlich begegnet bin.

Und wie arbeiten wir diese Woche an so gewichtigen Themen? Ausnahmsweise nicht virtuell! Wir als internationale Personalverantwortliche gestalten an einem Ort gemeinsam das „Wie“ unserer Zusammenarbeit von Morgen mit. Als ein Team, das sich größtenteils nicht oder nur sporadisch „in echt“ begegnet ist. Ich freue mich darauf – und auf eine intensive „quality time“ „face to face“.

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Gut gebunden! – Gastbeitrag

„Nachdem wir neulich einen entsprechenden Kommentar auf diesem Blog in Verbindung mit der Frage nach Mitarbeiterbindung bei McDonald’s erhalten haben, möchte ich nun meine Kollegin Jennifer Bessner zu Wort kommen lassen. Sie beschäftigt sich während ihrer Werkstudententätigkeit und nun auch im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit dem Themenkomplex Mitarbeiterbefragungen, die wir regelmäßig in unseren eigenen Restaurants durchführen. Daher ist sie auch eine kompetente Ansprechpartnerin zu den Fakten. Lassen Sie mich an dieser Stelle verraten, dass es nicht die Mitarbeiterangebote sind, ein überall nutzbares Intranet oder andere „Benefits“, die den Ausschlag machen… viel Spaß bei der Lektüre!“

Was bindet Mitarbeiter an ein Unternehmen? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich selbst befinde mich am Ende meines Studiums und bin als Werkstudentin bei McDonald’s in der Personalabteilung tätig. Begonnen habe ich als Praktikantin in der Personalentwicklung und habe danach in die Personalabteilung gewechselt und mich der herausfordernden Aufgabe als Betreuerin der Mitarbeitermeinungsumfrage im Restaurant gestellt.

Warum bleiben manche Mitarbeiter lange in einem Unternehmen? Weil ich diese Frage so spannend finde, wollte ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit damit beschäftigen – und gleichzeitig verlängere ich damit auch wieder meine Zeit bei McDonald’s. Man könnte sagen, dass ich mich selbst ganz gut gebunden fühle 🙂

Zurück zum Thema:
Mitarbeiterbindung gehört zu den wichtigsten Themen eines Unternehmens, denn wo einst hochqualifizierte Bewerber Schlange standen, setzen heute Unternehmen und auch Führungskräfte alles daran, um an gute Mitarbeiter zu gelangen und diese auch zu halten. Auch McDonald’s tut sehr viel für die Mitarbeiterbindung. Mit den sog. „Happy Deals“ können die Mitarbeiter tolle Angebote von Partnern nutzen und richtig sparen. Anerkennung schafft Anreiz, deshalb gibt es bei McDonald’s Awards für Betriebsjubiläen und auch für Teamleistungen, beispielsweise in Form von Crewparties. Diese Arten von Benefits werden landläufig oft genannt, wenn man von Mitarbeiterbindung spricht. Aber ich frage mich, ob das für mich oder andere Mitarbeiter auschlaggebend ist, gerne für McDonald’s zu arbeiten.

Gemeinsam mit Rafael Cruces, der hier auch schon Gastautor war, habe ich nun schon zwei Mal die Mitarbeitermeinungsumfrage in den Restaurants betreut. Neben dem Feedback in Form von Skalen sind die Freitextkommentare, mit denen die Mitarbeiter ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen dokumentieren, ganz besonders interessant. Ganz weit oben bei positiven Bewertungen stehen das Arbeiten im Team und die Arbeitskollegen, aber auch das Aufgabengebiet und die Arbeitsatmosphäre sowie die flexiblen Arbeitszeiten und die Berücksichtigung individueller Wünsche, z.B. bei der Erstellung des Dienstplans. Schaut man sich diese Punkte an wird schnell klar, dass Mitarbeiterbindung vor allem eine Führungsaufgabe ist. Mit ihrem Führungsverhalten und als Vorbild gestalten Vorgesetzte die Arbeitsatmosphäre, das Arbeitsumfeld, die Aufgaben und können so die Arbeitszufriedenheit entscheidend beeinflussen. Nahezu alle für die Mitarbeiter bedeutenden Punkte sind durch die Führungskraft beeinflussbar. Gewünscht wird eine zugängliche Führungskraft, die ihr Team fair und angemessen behandelt und gleichzeitig auf individuelle Wünsche und Sorgen eingeht. Bei allen Fragen rund um die Mitarbeiterbindung fällt auf, dass Kollegen eher wechseln wollen, wenn Führung oder auch Team nicht passen. Insgesamt gesehen kommt über die Jahre dem Thema Führung im Bereich Mitarbeiterbindung eine noch größere Bedeutung zu.

Jennifer Bessner

Was bindet also die Mitarbeiter an McDonald’s? Vor allem eine gute Arbeitsatmosphäre im Team, ein offener, wertschätzender Umgang in der Mitarbeiterführung und Freude an der Arbeit. Und wenn ich mir selbst diese Frage stelle, kann ich das nur bestätigen. Zusätzliche Benefits sind positive Nebeneffekte, entscheidender aber sind die Zusammenarbeit mit meinen Arbeitskollegen, die Wertschätzung meiner Arbeit und vor allem der Spaß.

Gutes tun – und tun, tun, tun

Bereits seit einigen Tagen setzt sich unsere Mannschaft in den Restaurants für den guten Zweck ein – anlässlich der alljährlichen Charity-Aktion zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung.

Dieses Jahr möchten meine Kolleginnen und Kollegen Ihnen zusätzlich zu Ihren Lieblingsprodukten Trostpflaster verkaufen. Während des Aktionszeitraums vom 22. September bis zum 12. Oktober können Gäste in allen teilnehmenden McDonald’s Restaurants in Deutschland und Luxemburg für 1 Euro (UVP) Pflaster-Briefe mit drei unterschiedlichen bunten Pflastern erwerben. Erstmals gibt es in diesem Jahr acht Familien-Motive, die in verschiedenen Kombinationen in die Pflaster-Briefe gemischt werden. Motto: „Sammle die ganze Pflaster-Familie und hilf heilen!“ Denn der Reinerlös von 84 Cent kommt direkt der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung zugute.

Und warum ich heute darüber schreibe? Weil diese traditionelle Aktion ganz erheblich vom Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängt. Von ihrem persönlichen Einsatz bei jedem Verkauf. Angespornt werden sie natürlich durch den Zweck, nämlich den Guten. Im Alltag landen zumeist nur die Cent Beträge in den Sammelboxen an der Kasse. Während dieser Aktion können unsere Mitarbeiter das Spendenaufkommen aktiv erhöhen und das eigene Ergebnis dann im Intranet verfolgen, das Teamergebnis mit anderen vergleichen und zu einem Mehr angespornt werden. Gute Verkaufszahlen werden natürlich belohnt. Die neun Top Restaurants mit den meistverkauften Trostpflastern erhalten einen Zuschuss zu einer Crew-Party. Deshalb kann es auch in diesem Jahr zu gar nichts anderem kommen als zu Höchstleistungen. Für den guten Zweck, ein gutes Miteinander und ein gemeinsames Teamgefühl.

Hier bestätigt sich einmal mehr, was auch jeder von uns aus dem Alltag kennt: Nachvollziehbare, gemeinsame Ziele sind die Grundlage für Höchstleistungen im Team.

Kommen Sie bis 12. Oktober doch noch mal selbst bei McDonald’s vorbei: Pflaster kann man immer gebrauchen, vor allem, wenn sie nicht nur Trost spenden sondern auch woanders Gutes tun.

McDonald's Trostpflaster 2016

McDonald’s Trostpflaster 2016

Gedanken zum Berufseinstieg

Morgens lese ich mich zuerst immer durch die Newslandschaft. Ganz gleich, ob es das Tagesgeschehen ist oder eine Handvoll Newsletter zu Themenfeldern, die mich interessieren. In den letzten Tagen ist das Thema Auszubildende ganz vorne dabei. Denn das neue Ausbildungsjahr startet jetzt. In diversen Studien und Betrachtungen wird der Azubi an sich von oben bis unten beleuchtet.

Bei McDonald’s machen wir das auch regelmäßig, vor allem im Bereich Auszubildende (McDonald’s Ausbildungsstudie 2015). Wir haben aus den Erkenntnissen gelernt und ab diesem Jahrgang die Berufsausbildung komplett umgestellt. Wir lassen unsere Azubis jetzt schon während ihrer Ausbildung mehr Selbstständigkeit und Verantwortung erfahren. Das soll sie motivieren, ihre individuelle Entwicklung fördern und mehr Spaß bringen. Genau das wollen die jungen Talente auch. Für uns ist der Start in dieses Ausbildungsjahr also etwas ganz besonders.
Und die Schulabgänger von heute? Nun, die haben alle Chancen auf ihrer Seite. Es gibt eine immer größere Anzahl an Ausbildungsberufen. Und freien Stellen. Und neben der klassischen Wahl Studium versus Ausbildung die ganze Bandbreite an dualen Studiengängen, die beides praxisnah verbindet.
Wie man so schön sagt – wer die Wahl hat… muss sich irgendwann entscheiden. Glücklicherweise entscheiden sich in diesem Jahr rund 500 Auszubildende für einen der drei Ausbildungswege bei McDonald‘s.

Und gut ein Drittel des neuen Jahrgangs sehe ich am Samstag bei der Azubi-Einführungsveranstaltung unserer Region Süd. Was kann ich unserem „Nachwuchs“ mit auf den Weg geben? Zunächst einmal, dass sie eine gute Wahl getroffen haben, weil unser Unternehmen dem Bereich Aus- und Weiterbildung sehr große Bedeutung beimisst. Dass sie bei erfolgreichem Abschluss sehr gute Chancen auf einen Anschlussjob im Restaurant Management haben. Dass bei uns tatsächlich Karrieren vom Restaurant ins Top Management möglich sind, wie aktuell bei 3 von 5 Mitgliedern der Geschäftsleitung belegbar ist.

Und was noch? Dass er ganz schön hart ist, der Berufseinstieg. Das Zusammenspiel vom Lernen in der Praxis und der Theorie, manchem wird das eine, manchem das andere leichter von der Hand gehen. Dass Durchhalten eine ganz entscheidende Fähigkeit für all die Phasen ist, in denen es nicht „läuft“. Ebenso Kommunikation, beispielsweise, um sich Hilfe zu holen, Probleme anzusprechen oder auch andere zu unterstützen. Und dass Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten eine gute Grundlage ist, das Beste aus sich herauszuholen. Dass der Ernst des Lebens auch viel Freude mitbringt, neue Kontakte, Freundschaften, mehr Selbstbewusstsein. Und dass mit dem Ausbildungsstart das Abenteuer Beruf beginnt – und ein ganzes Berufsleben lang nicht endet 🙂 !

Liebe Azubis, alles Gute für den Start, egal in welcher Branche Ihr Euren Weg machen möchtet!

Von Trennungen und Beziehungen

Erinnern Sie sich an den Gastbeitrag von Sarah Scholl? Heute möchte ich über das Thema Trennung im beruflichen Umfeld schreiben. Und zwar genau über die vielleicht landläufig als einfachste Variante angesehene – die freiwillige, die von einem Mitarbeiter ausgeht.

Zum Thema: Ob Sie es glauben oder nicht, ich ahne es zumeist schon, wenn ein entsprechender Termin von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter über meine Assistentin vereinbart wird. Vielleicht auch, weil sie oder er wie ich in diesem Fall „das Gras wachsen hört“. Die Person, die mit mir im Vorfeld der Trennung sprechen möchte, ist meistens sehr nervös, schließlich ist es ja auch nicht gerade eine tolle Message, wenn man sagen möchte, dass ein anderes Unternehmen/eine andere Stadt/ein Studium/eine Auszeit/der Vorruhestand/ein neuer Partner etc. attraktiver sind als die jetzige Position. Ich denke, dass viele dieses Gespräch am liebsten auch gar nicht freiwillig führen würden, wenn nicht auf der anderen Seite unsere standardisiertes Exit-Interview anstünde. Und da ist das Gespräch „vorab“ und freiwillig das kleinere Übel. Wenn das Wesentliche, also „ich möchte gehen, weil…“ und meine Reaktion darauf formal erledigt ist, wird es für mich sehr interessant. In diesem Moment gibt’s nämlich kein Halten mehr für wirklich offenen Dialog, ehrliches Feedback und angenehme wie unangenehmen Wahrheiten, gerne auch zum Selbst- wie Fremdbild. Feedbackregeln sollten dabei von beiden Gesprächspartnern berücksichtigt werden. Dann steht einem unglaublichen Erkenntnisgewinn nichts mehr im Wege.

Und wie stehe ich zu diesen Gesprächen? Es ist immer bedauerlich, wenn man talentierte, engagierte Menschen ziehen lassen muss. Vor allem dann, wenn eine gemeinsame Wegstrecke zurückgelegt wurde, oder die Zusammenarbeit sehr eng war. Der zwischenmenschliche Kontakt muss aber deshalb nicht abreißen, bloß weil eine Veränderung eintritt. Oft lande ich bei der Nachbetrachtung bei meinen diversen beruflichen Stationen und den Gesprächen mit meinen jeweiligen Vorgesetzten, wenn es für mich an der Zeit für Veränderung war. Dazu gab es die unterschiedlichsten Reaktionen, zumeist ging es sachlich-verständig zu, aber das eine oder andere mal auch enttäuscht-emotional. Ebenso rückblickend kann ich nur bestätigen, dass man tatsächlich oft Menschen zweimal begegnet. Daher versuche ich es auf die sachliche Tour – kommt manchmal allerdings nicht so gut an, weil die andere Seite Emotionen erwartet oder sogar enttäuscht ist, wenn zu wenig Bedauern rüber kommt.

Zwei Begegnungen in dieser Woche: ein Termin ohne Betreff, ein gutes Gespräch wie oben beschrieben. Eine tolle Perspektive für den anderen, zu der ich gratulieren kann. Weil es mich für unsere Branche und unser Unternehmen stolz macht, wenn man unseren Mitarbeitern solche Potenziale zuschreibt. Bedauerlich, weil eine gute Arbeitsbeziehung schon bald zu Ende gehen wird, die persönliche ganz sicher auf einer anderen Basis Bestand hat. Und ein Telefonat gestern mit einer ehemaligen Kollegin, die McDonald’ zwar zugunsten einer anderen Option verlassen hat, aber nun zu einer geschätzten Dialogpartnerin geworden ist. Genau deshalb gewinnen wir sie vielleicht eines Tages wieder für unser Unternehmen zurück, wenn wir ihr anbieten können „Mach‘ Deinen Weg“ – komm zurück zu McDonald’s. Zum Abschluss daher ein abgewandeltes Zitat, das ich schon sehr oft für Abschiedsgrußkarten verwendet habe und das ich Ihnen heute mit auf Ihren Weg geben möchte: „Man muss immer auf die Art und Weise gehen, dass man zurückgewünscht wird“.