Moderne Restaurants verlangen nach modernen HR Prozessen

 

Heute schreibt Martin Seitner, ein noch relativ „neuer“ Kollege im HR-Bereich, über ein Projekt, dass unser gesamtes People-Team wie auch weitere Fachabteilungen dieses Jahr ganz schön beschäftigen wird. „MyPeople“ soll ein zukunftsfähiges System werden, dass uns Personalern, wie aber auch allen Restaurantleitern, das Leben im Backoffice entscheidend erleichtern soll. Und gleichzeitig für unsere Zielgruppen alle Prozesse nutzerfreundlicher gestalten wird. Von der Einstellung – bis zur Rente. Sie sind neugierig? Ich ehrlich gesagt auch… wir freuen uns über Feedback zu Ihren Erfahrungen mit Personalmanagementsystemen!

 

Mit diesem ersten Beitrag einer kleinen Reihe möchte ich Sie einladen, mich und meine Kolleginnen und Kollegen bei unserem Human Resources Transformationsprojekt „MyPeople“ zu begleiten. Ich, Martin Seitner, bin seit drei Monaten Teil eines tollen McDonald’s People Teams in der Hauptverwaltung in München. Dabei kann ich viele Erfahrungen und Kenntnisse aus meiner vorherigen Tätigkeit als Unternehmensberater für HR IT Transformationen in das „MyPeople“ Projekt einbringen. Gleichzeitig lerne ich sehr viel über die umfangreiche und komplexe Struktur von McDonald’s in Deutschland.

Eine ganz entscheidende Erfahrung durfte ich bereits machen: Bei McDonald’s Deutschland werden die Entwicklungen im HR Bereich keineswegs losgelöst betrachtet. Dies betrifft nicht nur Prozesse anderer Abteilungen, sondern vor allem Prozesse in unseren Restaurants – seien es unsere eigenen oder eines von unseren 238 Franchise-Nehmern geführten Restaurants. Ganz im Gegenteil: Für McDonald’s gelingt die Zukunft dann, wenn Restaurant- und HR- Prozesse Hand in Hand gehen und beide gleichermaßen modern, effizient, innovativ und digital in einander greifen. Dies ist in Unternehmen keineswegs selbstverständlich.

McDonald’s befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel. Besonders gut ist das an unseren neugestalteten Restaurants zu sehen. Wir nennen das Konzept „Restaurant der Zukunft“. Wenn Sie z.B. mal am Frankfurter Flughafen oder den Berliner Zooterassen zu Besuch sind, können Sie sich selbst ein Bild davon machen. Die neuen Restaurants sind offener und heller gestaltet. Viele Produkte können individuell verfeinert werden oder bieten dem Gast ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Dabei steht ein persönlicher und flexibler Service zusammen mit interaktiven und vor allem digitalen Elementen im Mittelpunkt. Wie Sie sehen sind Individualisierung, Flexibilität und Digitalisierung zentrale Bestandteile des Restaurants der Zukunft. Sie decken sich damit gleichzeitig mit den zentralen Anforderungen der sogenannten „Generation Z“, also jener Menschen, die ab dem Jahr 1995 geboren wurden und nun in die Lebensselbstständigkeit streben. Mit den Restaurants der Zukunft will McDonald’s zum einen gezielt auf die Erwartungen, Wünsche und Ziele dieser noch jungen „mobile-only“ Generation eingehen und gleichzeitig allen Gästen jeder Generation ein hoch modernes und noch nie dagewesenes Besuchserlebnis bieten.

Es sind die Frauen und Männer der Generation Z, die zukünftig ins Ausbildungs- und Berufsleben einziehen – mit bestimmten Erwartungen, Wünschen und Zielen an ihre zukünftige Tätigkeit und Ihren Arbeitgeber: Effizienzsteigerung durch Automatisierung von Standardprozessen, Innovationen durch Zugriff auf Wissen, Ideen und Erkenntnisse von überall und zu jeder Zeit, Grenzen überschreitende Kooperation und Kommunikation – one2many und many2many – und ausgeprägte Freiheitsgrade in Bezug auf Arbeitsort und –zeit.

Für Unternehmen jeder Branche entstehen hierdurch ganz neue Herausforderungen. Im modernen HR-Management in Deutschland wurde der Begriff Arbeit 4.0 geprägt. Arbeit 4.0 vereint die gesellschaftlichen, demographischen und technisch-ökonomischen – hierbei besonders die digitale Transformation – Trends und Entwicklungen in der aktuellen und vor allem zukünftigen Arbeitswelt.

Damit Unternehmen angesichts dieser Herausforderungen wettbewerbsfähig bleiben, müssen diese strategisch und frühzeitig angegangen werden. Eines der größten Arbeitspakete in einem solchen Transformationsprozess liegt dabei in der HR-Abteilung eines Unternehmens. Denn: Die Quelle guter Unternehmensperformance ist immer die einzelne Mitarbeiterin und der einzelne Mitarbeiter. Und die Mammutaufgabe der HR-Abteilung ist nicht geringer, als die ganzheitliche Begleitung von Eintritt bis Austritt (Hire-to-Retire).

Für McDonald’s steht der einzelne Mensch im Fokus aller Prozesse – das gilt für Mitarbeiterin und Mitarbeiter sowie für potentielle Bewerberinnen und Bewerber. Aufgabe für McDonald’s Deutschland und seinen 238 Franchise-Nehmern ist es jetzt die Herausforderungen, die die Zukunft der Arbeit mit sich bringt mit diesem Fokus anzugehen. Und genau das tun wir: Bereits Mitte 2016 hat das Unternehmen deshalb das ehrgeizige HR-Transformationsprojekt „MyPeople“ begonnen und damit auch im HR-Management den Weg in die Zukunft eingeschlagen.

In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich Sie in unser „MyPeople“ Projekt mitnehmen und Sie teilhaben lassen an unseren Herausforderungen und Lösungen. Ich freue mich an dieser Stelle auf Ihre Kommentare und Anregungen.

Gabriele Fanta • 07.02.2017•

Möchte was mit „Purpose“ machen

Nach einer kurzen Winterpause möchte ich mit Ihnen Gedanken zu einem Thema teilen, das auch nach Weihnachten aktuell bleibt. Wenn wir Personaler in Bewerbungsgesprächen Kandidaten oder Absolventen fragen, was sie denn beruflich am liebsten tun würden, hört man oft: „Ich möchte was mit Purpose machen“ (dt. Zweck, Ziel, Vorsatz, Sinn, Aufgabe, Intension, Erfüllung etc.). Hier lohnt sich die Nachfrage, wenn schon alleine das Wort dermaßen viele Bedeutungen einschließt. Oft bleiben die Antworten vage. Zum Beispiel eine Tätigkeit, bei der man Leben und Arbeiten ideal verbinden kann. Oder, dass das Unternehmen eine übergeordnete, im Idealfall irgendwie gemeinnützige Sache verfolgen sollte. Oder eine übergeordnete Vision, wie Digitalisierung. Manchmal kommt eine ganz persönliche Sichtweise – dass man etwas machen möchte, das für die Allgemeinheit sinnstiftend ist.

Letzte Woche ist mir jemand zufällig begegnet, der genau diesen Weg konsequent verfolgt hat. Irgendwie war Taxi-Notstand in München angesagt. Mein vorbestelltes Taxi war mehr als 20 Minuten über der Zeit – aber mein Zug war pünktlich. Daher musste schnell ein anderes Taxi her. Das erstbeste war ein Kleinbus, vorbereitet für barrierefreie Beförderung. So eines hatte ich noch nie. Der Fahrer erläuterte mir, dass genau diese Art von Taxi und Personenbeförderung noch eine relativ kleine Nische sei, die aber richtig gut nachgefragt werde. Außerdem seien die Fahrgäste, insbesondere Menschen im Rollstuhl, in der Regel freundlicher und zufriedener. Schließlich bietet ihnen dieser Service ein Plus an Mobilität.

Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe mit „Purpose“, dachte ich, und sagte es dann auch. Das war wohl das Stichwort. Der Fahrer berichtete mir von seinem beruflichen Werdegang, von guten und gutbezahlten Tätigkeiten, vom beruflichen Erfolg – gefolgt von der Frage, der beruflichen Tätigkeit etwas mehr Sinn, etwas mehr im Sinne von Gemeinwohl zu geben. So wurde dann mit Partnern die Idee dieses Taxiservices geboren. Und zwar mit „Purpose“ – und mit sorgfältiger Finanzierung sowie Business Plan, damit das Sinnstiftende, Erfüllende möglich werden kann.

Vielleicht ein guter Tipp für alle, die sich im eigenen Berufsleben etwas mehr Berufung wünschen – am besten kommt man mit Plan zum Ziel.

Bilanz und Ausblick zum Jahreswechsel

Dieses Jahr rahmen die Feiertage rund um den Jahreswechsel eine nahezu komplette Arbeitswoche ein. Jedenfalls für manche, die nicht im Schnee oder bei Verwandten oder gemütlich zu Hause die Zeit genießen. In unseren Büros geht’s deshalb fast besinnlicher als vor Weihnachten zu. Aufräumen, Ausmisten oder der Jahresabschluss stehen an.

Für die allseits beliebten guten Vorsätze die perfekte Jahreszeit. Was lief im letzten Jahr besonders gut? Was ist verbesserungswürdig? Welche Themen haben uns weiter gebracht? Welche Projekte sind nicht ganz so gut geglückt wie erwartet, oder was ist im Nachhinein vielleicht sogar unnötig gewesen? Die Bestandsaufnahme ist gerade vor Beginn eines neuen Kalenderjahres total wichtig – möglichst aufrichtig natürlich, wenn wir das kommende gut beginnen möchten.

In vielen Unternehmen stehen rund um den Jahreswechsel die Zielerreichungs- und Zielvereinbarungsgespräche an. Ist übrigens auch als Vorgesetzter oder Chef nicht immer das Einfachste, wenn man aus diesen Anlässen das Beste machen möchte. Ich kann nur empfehlen, dass sich beide Gesprächsbeteiligte vorbereiten und das „alte“ Jahr unter die Lupe nehmen – Highlights wie Lowlights im Besonderen. Daraus für 2017 die „guten Vorsätze“ wie beispielsweise Entwicklungsfelder ableiten, realistische – also erreichbare – Ziele vorschlagen und diese in gut portionierte und idealerweise messbare Etappenziele herunterbrechen. Das alles in wertschätzender Atmosphäre, verbunden mit dem guten Vorsatz, dass das nächste Gespräch nicht wieder zum Jahresende stattfinden möge. Das jedenfalls nehme ich mir fest vor.

Mehr Zeit haben für die Mitarbeiter, für den kontinuierlichen Dialog und für das Dranbleiben an den Zielen wie den Menschen. Rutschen Sie gut rüber in ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2017!

Weihnachtsgeschenke

Nicht, dasMcDonalds_Vielfalt_308x231s Sie denken, ich beschreibe heute die Work-Life-Balance zwischen Online-Shopping, Betriebsweihnachtsfeier und Adventsbacken. McDonald’s wurde in den letzten sieben Tagen gleich doppelt unerwartet beschenkt – indem man unsere Leistungen auf ganz besondere Art und Weise gewürdigt hat. Und da die Vorweihnachtszeit ja viel mit Besinnlichkeit und Innenhalten zu tun hat, möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Euch, liebes Team, und ebenso bei unseren Partnern bedanken. Geschenke bekommt man zumeist nicht ohne Grund und Anlass. Lassen Sie mich auf die beiden schönen Anlässe blicken:

  • Freitag vergangener Woche konnte das People Team den HR Excellence Award in Empfang nehmen. Die Leistung bestand nicht in einer komplexen, strategischen Thematik. Sondern in der Vereinfachung unseres Bewerbungsprozesses, wichtig für die „Candiate Experience“. In einer schnell-lebigen und mobilen Zeit, auf einem Arbeitsmarkt, der für die Bewerber alle Chancen bietet, müssen wir es Kandidaten einfacher machen als bisher und auch technische Hürden abbauen. Das war gar nicht so einfach, wie das Endergebnis letztendlich daherkommt. Was kann man weglassen, was benötigen wir unbedingt, um uns ein Bild von einem Kandidaten zu machen? Sozusagen „Reduce to the max“ – auf insgesamt nur eine Minute. Wir denken, dass wir gerade den jüngeren Recruiting-Zielgruppen damit unglaublich entgegen kommen. Und wir hoffen natürlich, dass wir damit viele junge und ebenso jung gebliebene Talente für Arbeiten bei McDonalds begeistern können. https://www.hr-excellence-awards.de/gewinnerliste-2016/
  • Begeistern konnten wir auf jeden Fall die US-Regierung, die uns heute Nacht den „Award for Corporate Excellence“ verliehen hat. http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2016/12/264982.htm
    Im Übrigen für McDonald’s zum allerersten Mal. Für unser Engagement in Deutschland rund um die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Wir glauben trotz der aktuell immer noch sehr divers geführten öffentlichen Diskussion rund um das Thema Migration weiter fest daran, dass mit einer Beschäftigung die Chancen auf gelungene Integration steigen. Diesen Weg werden wir zusammen mit unseren Partnern, Franchise-Nehmern, Sprachkursanbietern und natürlich der Bundesagentur für Arbeit weiter gehen und ausbauen. Integration kann nur zusammen gehen. Die Anerkennung für unser Tun ist ein großer Ansporn. https://www.mcdonalds.de/de/web/presse/uber-uns/home

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit – vielleicht sogar mit dem einen oder anderen unerwarteten Geschenk.

Virtuelles Teamwork

Heute mache ich mich auf den Weg nach Oakbrook, Illinois, der Zentrale von McDonald’s weltweit. Dort entstehen zumeist die Strategien, die Leitlinien und damit die Grundlage für unsere Unternehmenskultur. Im Bereich People arbeiten wir gerade an neuen Strukturen der Zusammenarbeit und notwendigen Veränderungen insbesondere in der gelebten Unternehmenskultur. Oder sagen wir besser: an einem zukunftsfähigen Miteinander.

Wie in vielen großen Unternehmen hat sich die Art der internationalen Kooperation geändert. Vieles wird virtueller, über Ländergrenzen hinweg flexibler. Beispielsweise sitzen internationale Teams nicht mehr zwingend am gleichen Standort. Kommunikation wie Führung ändert sich damit natürlich auch. Und damit folgt die Frage, wie man sich so ein gutes Miteinander erarbeiten kann, selbst wenn man sich ganz selten persönlich begegnet. Ich habe für mich festgestellt, dass ich im internationalen Umfeld wie auch innerhalb Deutschlands via Email, Telefon oder Conference-Tools klarkomme. Präsenzkultur ist für mich nicht entscheidend für das Arbeitsergebnis. Auf der Beziehungsebene fällt es mir allerdings deutlich leichter, eine Unterhaltung zu beginnen, wenn ich meinem Gegenüber schon mal persönlich begegnet bin.

Und wie arbeiten wir diese Woche an so gewichtigen Themen? Ausnahmsweise nicht virtuell! Wir als internationale Personalverantwortliche gestalten an einem Ort gemeinsam das „Wie“ unserer Zusammenarbeit von Morgen mit. Als ein Team, das sich größtenteils nicht oder nur sporadisch „in echt“ begegnet ist. Ich freue mich darauf – und auf eine intensive „quality time“ „face to face“.