Gabriele Fanta • 20.04.2016•

„Neu im Job“

Neulich ist mir bewusst geworden, dass ich für Berufseinsteiger direkt zu den Dinosauriern im Unternehmen gehöre, und das bei gerade mal 3 Jahren Betriebszugehörigkeit in diesem Unternehmen. Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Arbeitstag bei McDonald’s, wie eigentlich an jeden jeweils ersten Tag der vorhergehenden Stationen. Der allererste Tag beim ersten „richtigen“ Arbeitgeber ist bestimmt der besonderste – und wie sich der bei McDonald’s anfühlt, beschreibt heute Robert Hoenerbach. Er arbeitet seit kurzem im Bereich Corporate Affairs und kümmert sich dort vor allem um unsere Social Media Themen. Und bei Ihnen… ich bin sicher, dass Sie sich auch so manchen Tag 1 in Erinnerung rufen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Einstieg in das Berufsleben: ein Schritt, den wohl jeder mal erlebt und mancher noch vor sich hat. Unumgänglich, prägend, aufregend. Über meinen persönlichen, der nun etwas mehr als anderthalb Monate zurückliegt, darf ich hier schreiben.

Am 1. März hatte ich meinen ersten Arbeitstag in der Abteilung Corporate Affairs (Unternehmenskommunikation) bei McDonald’s Deutschland. Die ersten Gedanken am Arbeitstag Nummer eins scheinen zunächst recht trivial zu sein: Was ziehe ich an, wann gehe ich das erste Mal (als bekennender Raucher) an die frische Luft, darf ich mir immer weiter Kaffee holen oder wirke ich dann gleich wie ein Junkie, der jede Gelegenheit nutzt, sich vom Schreibtisch abzuwenden? Zu Unrecht glaubt man nämlich, dass jeder Schritt, jede Bewegung von den neuen Kollegen genauestens und mit Argusaugen beobachtet wird. Die neuen Kollegen; sicherlich der Faktor, der am meisten für Spannung und Aufgeregtsein sorgt.

Die erste BegegnuRobert Hoenerbachng war knapp, aber sehr herzlich. Am ersten Morgen wurde ich nämlich gleich ins Abteilungsmeeting geworfen. Erster Gedanke beim Blick in die Runde: Mein Outfit müsste funktionieren, passt hier zu den anderen. Dann wurde ich kurz vorgestellt und stellte mich selbst vor. Nach wenigen Minuten ging es zurück zum Tagesgeschäft. Während mir bis dahin für mich unbekannte Business-Vokabeln (Germanistik-Student) wie „Plan to win“, „Be Our Guest Card (BOG)“ und „Franchise Leadership Council (FLC)“ um die Ohren flogen, blickte ich von Kollege zu Kollege und zwischendurch immer mal wieder an die Wand. „Was das alles heißt, lernst du noch“, sagte meine Tischnachbarin lächelnd zu mir.

Nach wenigen Stunden fühlte ich mich im neuen Team sehr wohl. Mir wurde sehr herzlich, offen und interessiert begegnet, sodass es mir nach kurzer Zeit leicht fiel, Fragen zu stellen und auch nach Arbeit zu bitten – ohne aufdringlich zu wirken. Und Fragen hat man unendlich viele, wenn man das erste Mal die Möglichkeit hat, tiefe Einblicke in ein riesiges und komplexes Unternehmen zu werfen.

Schließlich, wenn man nach einigen Wochen glaubt, das Meiste verstanden zu haben und weiß, was man in Zukunft konkret zu tun hat, ist es an der Zeit seinen Platz innerhalb der Abteilung und im Gesamtkonstrukt des Unternehmens zu finden. Neu für mich ist es, richtige Verantwortung zu übernehmen und mich für meine Projekte, Ideen und Konzepte einzusetzen – auch wenn ich „der Neue“ bin. Ein gewisses Maß an Empathie kann an dieser Stelle hilfreich sein, genauso wie ein gesundes Selbstbewusstsein, gefördert durch das positive Klima am direkten Arbeitsplatz.

Der Einstieg in das Berufsleben: Er ist unbestreitbar enorm aufregend, spannend und lässt einen eine gewisse Unsicherheit spüren, die man von sich sonst vielleicht nicht kennt. Aber das Schöne – um einmal pragmatisch zu sprechen – ist ja, dass es keinen Weg gibt, ihn zu umgehen. Die Gewissheit, dass ihn jeder erlebt, dass die Menschen, die einen am Arbeitsplatz aufnehmen, genauso gespannt auf „den Neuen“ sind und die Tatsache, dass man ja auch aus gutem Grund einsteigen darf, können durchaus beruhigende Wirkung haben. Ich jedenfalls kann sagen – ohne zu übertreiben – dass ich nach spätestens 15 Minuten Spaß am Berufsleben hatte. Mal schauen, wie lange der anhält.

Herzlichen Dank!

Robert Hoenerbach

Gabriele Fanta • 06.04.2016•

Raus aus der Komfortzone

Ende dieser Woche steht für mich ein Reise zur weltweit größten Konferenz unseres Unternehmens an. Die sogenannte Worldwide Convention ist eine Veranstaltung der Superlative, die direkt zeigt, wie groß, vielfältig und einfach überwältigend riesig die Welt eines Unternehmens mit über 1,9 Millonen Mitarbeitern ist. Natürlich findet die Convention im Heimatland der Burger statt, den USA. Und jetzt bin ich schon beim Thema – raus aus der Komfortzone.

Zunächst rein in den Flieger und vor Ort durch die Immigration. Und dann geht’s direkt mit dem Programm los. Schließlich geht es für die Teilnehmer nicht nur darum, möglichst viel mitzunehmen. Sondern auch darum, zum Erfolg dieser Veranstaltung beizutragen. Konkret gibt’s für mich jeden Tag eine andere Plattform, auf der ich mich beweisen muss. Einen Vortrag auf Englisch in der Haupthalle am Stand der Personalabteilung halten. Einen weiteren beim internationalen HR-Meeting. Dazu diverse Meetings mit Kolleginnen und Kollegen aus nahezu allen Ländern der Welt. Nicht in meiner Muttersprache, sondern ganz klar auf Englisch. Obwohl ich vor über zehn Jahren eine Weile in den Staaten gearbeitet habe, kostet mich das Überwindung. Weniger das Sprechen vor Publikum, sondern vielmehr die Fragen und Antworten. Die Suche nach dem richtigen Begriff, den man auf Deutsch gerade auf der Zunge hatte, der sich nun im Dialog aber im Kopf nicht ins Englische übersetzen lässt. Der Verlust der Wortgewandtheit. Oder ganz einfach das Überangebot an Eindrücken, Begegnungen und Informationen, das natürlich verarbeitet werden soll.

Meine eigenen Grenzen spüre ich in diesen Tagen deutlich. Auf der anderen Seite ist nichts schöner, als sich selbst beim Überwinden dieser Grenzen zu beobachten. Ganz klar – raus aus der Komfortzone ist zunächst unbequem. Das Zurückkommen ist allerdings richtig Klasse!

Eine schöne Woche & bis bald

NEU und ANDERS

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor ein paar Tagen hat sich mein bisheriger Chef und Vorgänger auf dieser Plattform von Ihnen verabschiedet. Mit dem Employerbranding-Blog.de hat Wolfgang Goebel im Jahr 2011 einen neuen Weg beschritten, aus seinem Arbeitsalltag wie seinem persönlichen Erleben von Trends und Entwicklungen im Bereich Human Resources, oder wie wir den nennen, People zu berichten.

Diese gute Tradition möchte ich fortsetzen, schließlich durfte ich zu Beginn meines Wegs bei McDonald’s Deutschland schon mal als Gast einen Beitrag über das Neu- und Anderssein veröffentlichen. Tja, beide Stichworte passen heute ganz gut: vor ein paar Tagen bin ich NEU in die Position meines Vorgängers gekommen. Und ANDERS wird es jetzt für viele Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch unsere Franchise-Partner, die mit Wolfgang Goebel eine erhebliche Wegstrecke zurückgelegt haben. Wenn jemand über 30 Jahre im Unternehmen ist, dann kennt man sich. Wenn man knapp drei Jahre an Bord ist, bleibt man für viele neu und damit eine Unbekannte. Wie ist die überhaupt so? Was wird sie ändern?

Ganz klar hab‘ ich großen Respekt vor den Fußstapfen. Und dem Erbe. Auf der anderen Seite weiß ich selbst, dass ich nur dann erfolgreich sein werde, wenn ich es „anders“ mache. Auf meine eigenen Art, authentisch also, passend zu meinen Überzeugungen, meinem Führungsstil und so weiter. Und damit andere nachvollziehen können, was so alles anders ist, werde ich häufiger erklären, warum ich was auf welche Art und Weise selbst tue oder erwarte. Nachvollziehbar und klar für die eigenen Teams sein, ist eine wesentliche Säule für den Erfolg einer Führungskraft. Denn nur so gelingt es, Kolleginnen und Kollegen wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzuholen und auf den Weg zu einem Ziel mitzunehmen.

In unserer People Strategie haben wir für jedes Strategiefeld einen Anspruch formuliert. Der für Führung lautet:

„Wir unterstützen all unsere Manager dabei, Vorbilder für ihre Mitarbeiter zu werden. Damit wir unsere Führungskultur stärken und Teams erfolgreich machen.“

Das zumindest bleibt bei allem, was neu und auch anders ist, eine gemeinsame Haltung zu einem großen Anspruch, als Führungskraft Vorbild zu sein.

Für den Start in den er-„neuen“ Dialog wünsche ich mir Ihre Gedanken zu diesem Thema.

Herzlichen Dank und bis bald!

Reibungsloser Übergang

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

an dieser Stelle darf ich mich von Ihnen in meiner Funktion als Vorstand Personal von McDonald’s Deutschland verabschieden. Danke sage ich für Ihre jahrelange Treue, Ihr Interesse und Ihr Feedback. Ich habe in meinem Blog versucht die vielen Facetten meiner Arbeit darzustellen, auf einem vielleicht ungewöhnlichen, aber auf jeden Fall sehr persönlichen Weg. Vielleicht war für Sie beim einen oder anderen Artikel ein bisschen Inspiration dabei.

Nun ist es vollbracht, meine Nachfolgerin Gabriele Fanta hat übernommen und ich starte mein Studium Nonprofit-Management and Governance am 01. April an der Uni Münster.

Hier finden Sie einen Artikel über unsere Zeit der Übergabe. Er beschreibt, finde ich, in sehr einfühlsamer Art und Weise die sachliche, aber auch die emotionale Seite der Transition.

Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund,
Ihr
Wolfgang Goebel

Gabriele Fanta • 27.01.2016•

Aus McJob wurde McChance: Hürdenlauf zum Dialog mit der Gewerkschaft

Am Anfang war der „McJob“. Ein Job bei McDonald’s stand sinnbildlich für schlechte Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche: lange Arbeitszeiten, nicht vergütete Überstunden, ungerechte Bezahlung und harte Bedingungen. Ein McJob wurde mit unzufriedenen Mitarbeitern und der unbeliebtesten Standspur auf dem Arbeitsmarkt verbunden. Das hat sich gewandelt. Heute erkennen viele Berufseinsteiger, Quereinsteiger, Geringqualifizierte und Neuankömmlinge die Chancen, die ihnen beim größten Arbeitgeber der Gastronomie in Deutschland geboten werden.

Für uns ist „McJob“ längst zur „McChance“ geworden. Wie war dieser Wandel möglich?

Der Wandel wurde maßgeblich durch unser Unternehmen selbst und durch unsere Franchise-Nehmer vorangetrieben. Der Wille zum Wandel war da. Hierfür sind wir neue Wege gegangen. Beispielsweise haben wir alte Vorbehalte gegenüber der Gewerkschaft überwunden. Wir sind einen Schritt aufeinander zu gegangen und haben angefangen, miteinander zu reden.

Als Gründungsmitglied im Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) haben wir uns zusammen mit der NGG bereits 2007 auf einen bundesweit geltenden Tarifvertrag geeinigt. Darin sind die Löhne und weitere tarifliche Leistungen geregelt. Ich selbst war an diesen Verhandlungen beteiligt. Wir haben sehr hart und intensiv gerungen – am Ende stand aber ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sein können.

Inzwischen hat sich ein konstruktiver Dialog und ein Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten aufbauen können und wir sind stolz auf die Errungenschaften der Tarifpartnerschaft und der Tariftreue. Für uns als Unternehmen McDonald’s Deutschland bildet die Tarifpartnerschaft eine feste Leitlinie der Unternehmenspolitik. McDonald’s Deutschland und alle seine 238 Franchise-Nehmer sind seit 2007 tarifgebunden.

McJob ist passé, McChance ist die Zukunft!

McDonald’s Deutschland hat sich vom reinen Arbeitgeber zu einem Chancengeber für rund 58.000 Beschäftigte aus ca. 125 verschiedenen Nationen entwickelt. Kürzlich hat McDonald’s Deutschland der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Sprachkurse zur Verfügung gestellt und damit ein Zeichen für die Willkommenskultur in unserem Land gesetzt. Menschen brauchen Chancen und sie brauchen die Mittel, um diese Chancen nutzen zu können. Für Neuankömmlinge und Flüchtlinge heißt dies vor allem, sie durch Arbeit und Sprache schnell zu integrieren. Junge Menschen, Quereinsteiger oder auch Menschen, die bei uns eine neue Heimat suchen, sollen in Deutschland willkommen sein und ankommen dürfen. Aus unserer Sicht gelingt dies vor allem in den Betrieben und über den Arbeitsmarkt. Bei uns werden sie schnell Teil eines Teams und stehen auf eigenen Beinen. Als Unternehmen schaffen wir zusammen mit unseren Franchise-Nehmern pro Jahr rund 1.000 Ausbildungsplätze. Mit maßgeschneiderten Förder- und Weiterbildungsangeboten bieten wir unseren Mitarbeitern Zukunftsperspektiven.

Wir wollen die konstruktive Gesprächskultur mit der Gewerkschaft fortsetzen. Wir haben in den vergangenen Jahren des Dialogs viel gelernt und vor allem voneinander gelernt. Auch wenn wir in Zukunft gegensätzliche Positionen zu einigen Themen haben werden, wissen wir doch, dass wir in verlässlichem Austausch miteinander zu Ergebnissen kommen können, die für beide Seiten vertretbar sind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zu gehen? Ich glaube, den spürt man!

Vor 30 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn bei McDonald’s. In dieser Zeit habe ich sehr viele verschiedene Tätigkeiten mit Freude ausgeführt.

Hamburger braten, Pommes schütteln, Gäste bedienen, Toiletten schrubben, Mitarbeiter trainieren, ein Restaurant leiten, Franchise-Nehmer beraten, eine Region anführen, in der Geschäftsleitung mitwirken. Ich habe jede Aufgabe bei McDonald’s gerne gemacht und aus voller Überzeugung. Nun nach zehn Jahren im Vorstand, davon mehr als acht Jahre für das Personalressort zuständig, fühle ich, dass es Zeit ist meinen Platz zu räumen und den Staffelstab zu übergeben. Gerade die Möglichkeit, im Personalbereich zu arbeiten und mitzuhelfen Arbeitsbedingungen zu verbessern, Aus- und Weiterbildung voranzubringen, sich in Tarifverhandlungen für faire Löhne einzusetzen, hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ein Unternehmen, eine Marke, ein Arbeitgeber ist ja nicht etwas völlig losgelöstes, irgendwo im Universum, sondern wird von Menschen für Menschen gemacht und entwickelt. Ich bin so stolz, Teil dieser großartigen Gemeinschaft von Menschen bei McDonald’s zu sein. Und ich bin stolz, über acht Jahre einen Personalbereich geleitet zu haben, der sich in dieser Zeit vom Verwalter zum erstklassigen Dienstleister und Gestalter verwandelt hat. Ich danke meinem Team ausdrücklich dafür!

„Läuft also bei uns“ und warum gehe ich dann? Ich habe mir gewünscht, McDonald’s zu verlassen, wenn ich das Gefühl habe, dass die meisten Menschen es schade finden. Und ich denke, dass es Zeit ist für neue Impulse, neue Sichtweisen und neues Denken. Meine Zukunft sehe ich in einer Non-Profit Organisation. Dafür möchte ich mich ab dem 01.04.2016 beruflich qualifizieren. Darauf freue ich mich, trotz einer Träne im Knopfloch.

Ihr Wolfgang Goebel

Lesen Sie hier die Pressemitteilung: http://www.mcdonalds.de/web/presse/uber-uns

Jobvergabe ohne Vorrangprüfung: eine Chance für Flüchtlinge

Übergabe von 20.000 Sprachkursen für Flüchtlinge an Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Deutschland diskutiert über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen. Und auch McDonald’s bezieht Stellung. In einer Video-Botschaft hat sich vor einigen Tagen  unser Vorstandsvorsitzender Holger Beeck klar positioniert: McDonald’s steht für eine offene Willkommenskultur. Und in dieser Kultur hat Fremdenhass keinen Platz.

Mittelfristig brauchen die vielen Flüchtlinge in Deutschland aber vor allem konkrete Perspektiven. Und ich bin überzeugt: Das beste Angebot, das wir als Gesellschaft den Flüchtlingen machen können, ist ein Arbeitsplatz. Denn damit geben wir den Menschen die Möglichkeit, ihr Leben hier in Deutschland wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Ein Blick auf die aktuelle Gesetzeslage zeigt, dass dies für Asylbewerber in Deutschland nicht so einfach ist. Der Grund hierfür ist die sogenannte Vorrangprüfung: Der zufolge werden Deutsche und EU-Bürger bei der Jobvergabe gegenüber Asylbewerbern bevorzugt. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun empfohlen, Flüchtlinge auch ohne Vorrangprüfung in Deutschland arbeiten zu lassen und die bisherige Regelung für zwei Jahre auszusetzen.

Wir bei McDonald’s begrüßen diesen Vorschlag sehr. Denn Menschen brauchen Chancen und jeder Mensch in unserem Land hat Chancen verdient. Und dies unabhängig von der Herkunft, dem Alter, dem Geschlecht oder dem Bildungshintergrund. Die wichtigste Bedingung, um diese Chancen überhaupt nutzen zu können, ist der Erwerb der deutschen Sprache. McDonald’s fördert darum bereits seit Jahren seine Mitarbeiter mit Sprachkursen. Angesichts der Flüchtlingskrise haben wir uns entschlossen, nun auch in diesem Bereich ein Zeichen zu setzen: Gemeinsam mit unserem Partner LinguaTV stellen wir der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Online-Sprachkurse zur Verfügung.

Als Arbeitgeber sind wir heute mehr denn je auch Chancengeber. Und wir wissen, wovon wir sprechen: Etwa die Hälfte unserer Mitarbeiter hat keinen deutschen Pass. Aktuell arbeiten in unseren Restaurants Menschen aus 125 Nationen jeden Tag friedlich miteinander. Das ist nicht immer einfach. Denn wir alle sind verschieden. Integration gelingt nur, wenn man sich gegenseitig mit Respekt und Verständnis begegnet.

Ein Beispiel von vielen ist die Geschichte von Ahmad Atai: Ahmad kam im Oktober 2009 mit 17 Jahren ohne Deutschkenntnisse aus Afghanistan nach Deutschland,. Das erste Jahr verbrachte er in einem Asylbewerberheim und durfte nicht arbeiten. Im Anschluss bekam er die Chance auf eine Arbeitserlaubnis, wenn er einen Arbeitgeber finden würde, der ihn einstellen und eine Arbeitserlaubnis für ihn beantragen würde.  Bei einem Besuch in einem McDonald’s Restaurant wurde er auf einen arabisch sprechenden Mitarbeiter aufmerksam, was Ahmad ermutigte sich hier als Mitarbeiter zu bewerben. Es handelte sich um den Restaurant Manager, der ihn kurzer Hand einstellte. Seitdem ist Ahmad Atai Teil der McFamily und arbeitet daran, seine Chance bei McDonald’s zu nutzen. Er verbesserte mit großem Engagement seine Sprachkenntnisse bewarb sich im Februar 2013 für eine Ausbildung bei McDonald’s.

Ahmad Atai

Im Juli 2015 bestand Ahmad die IHK-Prüfung zur Fachkraft im Gastgewerbe und erhält nun die Möglichkeit, den Aufbau zum Fachmann für Systemgastronomie in 18 Monaten zu machen. Diese kaufmännische IHK–Ausbildung kann  ins Restaurant Management führen und ermöglicht Ahmad viele neue Perspektiven in der Zukunft. Ahmad hat es in den letzten Jahren weit gebracht. Er istmomentan in Deutschland weiterhin nur geduldet, doch er möchte seinen Weg bei McDonald’s unbedingt weitergehen. Und wir werden Ahmad Atai nach Kräften dabei unterstützen. Genauso wie unsere vielen anderen Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln. Denn für uns ist Vielfalt eine Chance.

Ich freue mich über regen Meinungsaustausch.

Der Azubi-Rap: manchmal fällt es schwer mutig zu sein.

Alexis, Philipp und Luca haben einiges gemeinsam. Die drei jungen Männer sind Freunde, sie sind Azubis bei McDonald’s und sie sind es gern. Sie lieben ihren Job. Und da gibt es noch etwas, dass sie verbindet: die Liebe zur Musik, und daraus ist etwas Tolles entstanden, der „Azubi-Rap“.

Doch der Reihe nach: Zur Begrüßung unserer neuen Azubis findet jedes Jahr eine große Einführungsveranstaltung statt, bei der die bestehenden Azubis die Gelegenheit haben, den neuen Azubis die Ausbildung bei McDonald’s näher zu bringen. Daraufhin hatten die drei Azubis aus Nürnberg eine besondere Idee. Man könnte doch einen Song über ihre Tätigkeit bei McDonald’s schreiben, cool, lässig und vor allen Dingen, anders. Alle drei waren sofort begeistert. Sie fingen an zu texten, was das Zeug hielt. Änderten, verbesserten, und heraus kam dann schließlich ein Rap der außergewöhnlich ist. Außergewöhnlich in Melodie und Text, gemacht mit viel Leidenschaft und Authentizität.

Ich hörte das Lied Ende letzten Jahres zum ersten Mal, und der Rap zog mich sofort in seinen Bann. Die Tätigkeit von unseren Azubis wird darin so passgenau und treffsicher beschrieben, dass man direkt das Bedürfnis verspürt, den Song mit der ganzen Welt zu teilen. Bei einem persönlichen Treffen mit den drei „Rappern“ habe ich gespürt, die meinen was sie singen.

Mein Team und ich trafen die Entscheidung, unseren Azubis, die den Song ursprünglich nur mit einem iPhone aufgenommen haben, die Möglichkeit zu geben, alles im Tonstudio nochmal professionell aufzunehmen und ein Musikvideo zu drehen. Inhaltlich haben wir uns weitestgehend rausgehalten, wir wollten nicht, dass die Authentizität verloren geht. Alexis, Philipp und Luca hatten seitdem mehrfach die Gelegenheit ihren „Azubi-Rap“ live auf internen Veranstaltungen zu performen, mit Riesenerfolg und viel Gänsehaut übrigens.

Oft höre ich, das Ding hat Potenzial zur Hymne. Soweit so gut, jetzt stellt sich natürlich die Frage wie geht es weiter mit dem Rap? Sollen wir das Video auf unsere Facebook Karriereseite, auf Youtube und auf die sonst gängigen Social Media Plattformen online stellen? Hier teilt sich mein Team in zwei Lager: Die Mutigen würden es am liebsten sofort und überall live stellen und teilen. Auch unsere drei Azubis fänden das cool.

Es gibt aber auch die „Warner“, die einen Shitstorm für möglich halten und für die die Unversehrtheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität hat. Azubi- und Unternehmenssongs sind ja in der Vergangenheit nicht unbedingt auf positive Resonanz gestoßen.

Wir haben uns entschieden, das Video mit dem Artikel erstmal auf meinen Blog zu stellen und weiterhin für interne Veranstaltungen zu verwenden.

Und wir würden gerne Ihre Meinung dazu erfragen: also mutig sein und Risiken eingehen? Oder sind Unternehmenssongs schon zu verbrannt und wir sollten das Video weiterhin vorrangig intern nutzen?

Ich freue mich über Ihr Feedback!

Zum Video

Arbeitsagentur „Da wird Dir geholfen“

Ein starkes Unternehmen braucht fähige und motivierte Mitarbeiter. Die Rekrutierung von Mitarbeitern wird allerdings immer herausfordernder. Um diese Aufgabe effektiv meistern zu können, greifen wir auch gerne auf professionelle Unterstützung zurück. Ein wichtiger Partner bei der Rekrutierung von potentiellen Mitarbeitern ist die Bundesagentur für Arbeit.

Es hat mich sehr gefreut, dass wir vergangene Woche die Möglichkeit  hatten Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit zusammen mit seinem Referenten Daniel Terzenbach in unserem Hause (McDonald’s Hauptservicecenter) begrüßen zu dürfen. Der Besuch fand auf eine Initiative des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS) statt, sie nahmen sich einen ganzen Nachmittag Zeit für uns.

Sich Zeit zu nehmen für die Punkte, die unsere Franchise-Nehmer und uns in der Zusammenarbeit mit der Agentur beschäftigen, war auch für uns sehr wichtig. Wir haben im Vorfeld die Themen, die die Kollegen im Feld bewegen, abgefragt und aufbereitet, so dass wir für die Diskussion mit Herrn Becker gut vorbereitet waren.

Bevor wir in die Gespräche eingestiegen sind, sollten unsere Gäste einen praxisnahen Eindruck vom Restaurant- und Schulungsalltag bekommen.  Im nahe gelegenen McDonald’s Restaurant zeigte sich Herr Becker sehr interessiert an der Ausgestaltung der Arbeitsplätze und der Abläufe im Restaurant. Im Anschluss  hatten unsere Trainer und Operations-Kollegen die Gelegenheit Herrn Becker und Herrn Terzenbach unser Trainingszentrum „Hamburger University“ näher zu bringen und die Vielfalt und Qualität unseres Seminarangebotes zu zeigen.

Besuch von Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, am 11. Mai 2015 bei McDonald’s Deutschland mit Blick hinter die Kulissen, um sich ein Bild von den Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Systemgastronomie zu machen.

Für die Diskussionsrunde hatten wir uns besonders auf folgende Themen vorbereitet:

  • Erleichterung beim Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber und geduldete Menschen
  • Unterstützung durch die Agentur für Arbeit bei der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland
  • Vermittlung von Menschen mit Behinderungen
  • Transparente Darstellung der angebotenen Fördermaßnahmen

Beeindruckend war, dass Herr Becker bei allen Punkten über konkretes Detailwissen verfügte und somit eine sehr angeregte und fruchtbare Diskussion möglich war. Dies wurde auch dadurch erleichtert, dass beide Seiten offen und authentisch mit den Schwächen und Herausforderungen im jeweiligen System umgegangen sind. Am Schluss des Tages wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, an denen wir uns auch messen lassen.

Ich ziehe ein sehr positives Fazit des Besuchs, nicht zuletzt weil wir  ein weiteres Treffen am Ende des Jahres vereinbart haben,  bei dem wir dann ein Zwischenfazit unserer Zusammenarbeit ziehen können.

V.l.n.r.: Stefan Fehr, Training McDonald’s, Wolfgang Goebel, Vorstand Personal McDonald’s, Gabriele Fanta, HR McDonald’s, Andrea Belegante, stellvertr. Geschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Marcel Kolb, Training McDonald’s, Raimund Becker Vorstand Regionen Bundesagentur für Arbeit, Julia Reiser, Berufsausbildung McDonald‘s, Nicole Betzien, Franchise-Nehmerin McDonald’s, Melanie Misch, Berufsausbildung McDonald’s, Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie, Daniel Terzenbach, Referent Bundesagentur für Arbeit

Was sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit der Agentur für Arbeit?

Alles ist digital! Ist digital alles?

Zunächst sorry, der letzte Blogartikel ist schon eine ganze Weile her. Zum Schreiben brauche ich Ruhe und Zeit zum Nachdenken, beides war in den letzten Wochen nicht so gegeben.

Aber jetzt zum Thema:

Die meisten Einladungen, die ich derzeit bekomme, um als Redner bei Veranstaltungen aufzutreten, drehen sich rund um das Thema „Digitale Welt“: digitales Recruiting, digitale Performance Reviews, digitale Administration, etc.

Mir ist klar, dass es heute für ein Unternehmen selbstverständlich sein muss, beim Thema „Digital“ spitze zu sein. Uns ist auch klar, dass es für potenzielle Bewerber heutzutage ein absolutes Arbeitgeberattraktivitätskriterium und ein Zeichen von Modernität ist, wo man hier steht und wie man hier agiert.

Mit Stolz darf ich auch sagen, dass wir bei McDonald’s auf dem Weg sind, in der digitalen Welt nach vorne zu kommen und in dem Bereich ordentlich Gas geben, gerade auch im People Bereich. Doch ist digital das Nonplusultra? Es gibt  auch Momente in denen ganz andere Dinge zählen. Bei all dem modernen „Schnickschnack“, bei dem man heute auf jeden Fall  dabei sein mag, lebt vor allem das People Business von Menschen, die mit Herzblut und Leidenschaft dabei sind. Also: Echte Emotionen. Echte Menschen.

Dies erleben wir auch jeden Tag im Restaurant. Wäre es das Gleiche, wenn eine Maschine einem Kind mit dem Happy Meal einen Luftballon überreicht? Nein. Daher wird es nie dazu kommen, dass unsere Restaurants komplett digital werden.

Ich komme gerade von unserer Restaurant Manager Roadshow, bei der Service am Gast ein großes Thema war. Es war eine durchweg faszinierende Live-Veranstaltung, von Menschen für Menschen.

Sechs Städte in zwei Wochen, Aufbau – Abbau – Aufbau – Abbau und insgesamt mehr als 2500 Teilnehmer, Dauer jeweils sechs Stunden. Eine gelungene Mischung aus Information und Entertainment, die zum Ziel hatte unsere Restaurant Managerinnen und Restaurant Manager auf die Reise mit dem Titel „ich liebe es 2.0“ einzuladen.

Tolle Präsentationen von Marketing, Operations und natürlich auch aus dem People Bereich. Eine großartige Möglichkeit, auch für die Vortragenden ihre Performance auf der Bühne weiter zu verbessern und die Kolleginnen und Kollegen zu begeistern. Und auch der Spaß kam natürlich nicht zu kurz. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit 360° Fotos zu machen und diese anschließend über unser online Mitarbeiterportal in ihren sozialen Netzwerken zu teilen. Durchaus digital, aber auch hier standen die Menschen im Vordergrund.

Am besten kam aber ein „Azubi Rap“ an, eine Komposition von 3 Azubis, die in Sprechgesangform über ihr Leben als Azubis berichten – echt coole Sache.

Frage: „Hätte man die gesamte Veranstaltung nicht auch als Webcast, Podcast oder Town Hall Meeting inszenieren können? Klare Antwort: Ja schon, aber…, McDonald’s ist Emotion und Emotion ist McDonald’s und ich bin fest davon überzeugt, wenn man Menschen im Herzen treffen und sie auf eine Reise zum Erfolg mitnehmen möchte, so ist eine „Live Roadshow“ immer noch das Beste.

Mein Dank gilt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren.