Duale Ausbildung – mehr Information, weniger Bürokratie

Der September ist für viele junge Menschen ein ganz besonderer Monat. Der erste Schritt ins Erwerbsleben steht an, der Ausbildungsstart. Passend zu diesem entscheidenden Datum veröffentlicht McDonald’s heute die Ergebnisse unserer dritten Azubistudie, die wir in bewährter Form wieder mit dem Institut für Demoskopie Allensbach und dem Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance, erstellt haben. Für uns als Unternehmen mit ca. 1.500 Auszubildenden und Dualen Studenten sind die Erkenntnisse aus der Studie mehr als wertvoll. Schließlich stehen wir zusammen mit unseren Franchise-Partnern seit knapp 19 Jahren zu den Chancen und Möglichkeiten, die eine duale Ausbildung bietet.

Leider sehen immer weniger Schulabgänger die Möglichkeiten, die in der dualen Ausbildung stecken. Der Weg zur Hochschule scheint für viele der einzig vielversprechende zu sein. Obwohl die Fakten eine etwas differenzierte Sprache sprechen, schließlich brechen ca. 30 % der Studenten ein Bachelorstudium ab. Aus vielfältigen Gründen, oft allerdings aufgrund von Leistungsproblemen und fehlender Eigenmotivation. Vielleicht spielt hier eine Erkenntnis aus unserer aktuellen Studie eine Rolle. Denn 56% der befragten Schüler sehen sich von der Schule nur unzureichend über mögliche Perspektiven nach dem Schulabschluss informiert. Bei den Studenten sind es sogar 64%. Und das, obwohl in den vergangenen Jahren viele Behörden, Träger und Institutionen in Aufklärung investiert haben. Offenbar kommen diese Informationsangebote bei den Schülern und jungen Erwachsenen nicht an.

Die Teilnehmer der Befragung wünschen sich vor allem von den Schulen, Universitäten und Unternehmen mehr Unterstützung bei der Berufswahl. Rat suchen sie sich dagegen weiter bei Eltern, Freunden und im Netz. Die digitale Welt kann dabei also Chance wie Hemmschuh sein, schließlich bietet das Netz und soziale Plattformen eine unüberschaubare Fülle von Informationen an. Wir auf Unternehmensseite müssen daher Sorge tragen, dass wir über Einstiegs- wie Ausbildungsmöglichkeiten so informieren, dass sich ein Schulabgänger ein gutes Bild machen kann. Im Idealfall sogar mit direktem Praxisbezug, sei es in Form eines Praktikums oder von Probearbeitstagen. Wir sind diesen Weg schon erfolgreich gegangen. Viele unserer Auszubildenden haben ihren neuen Arbeitsplatz genauso kennengelernt. Andere, vor allem benachteiligte junge Menschen, teilweise ganz ohne Schulabschluss oder Geflüchtete, bekommen in unseren Restaurants eine Chance, die sie anderswo nicht erhalten können. Wir sind in der Systemgastronomie traditionell davon überzeugt, dass wir genau solchen Mitarbeitern und Auszubildenden einen Weg aufzeigen können.

Natürlich ist es für unsere Ausbilder herausfordernder, hier Grundlagenarbeit zu leisten und sich auf jeden dieser Kollegen im Detail einzulassen. Dazu setzen wir in der Ausbildung auf handlungsorientiertes Lernen, das die Brücke zwischen fehlender, formaler Qualifikation und nicht ausreichenden Kenntnissen hin zu Erfahrungswissen und eigenständigem Erleben schlägt. Glücklicherweise mit Erfolg –denn wir übernehmen im Anschluss an die Ausbildung rund 80% der Absolventen als Mitarbeiter. „Du hast die Zukunft, wir haben den Plan“ – getreu dieses Leitzsatzes entwickeln wir aus unseren Auszubildenden unser Restaurant-Management von Morgen. Ich bin überzeugt, dass uns das auch mit dem Azubi-Jahrgang 2017 gelingen wird. Guten Start für Euch, liebe Azubis. Und haltet die ersten Wochen gut durch – wir glauben an Euren Ausbildungserfolg!

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