Unternehmenskultur braucht Dialog

Die vergangenen Wochen war ich sehr intensiv im Dialog. Nicht nur mit unserem People-Team, sondern auch darüber hinaus mit unserem Sozialpartner während der Tarifverhandlungen und auch unseren Franchise-Partnern anlässlich der Halbjahres-Meetings. Mancher gelingt besser, mancher benötigt Zeit, um zu Ergebnissen zu führen. Voraussetzung ist, dass man sich überhaupt auf Dialog und Austausch einlässt.

Als Vertreterin meines Arbeitgebers suche ich gerne den Dialog. Im Unternehmen wie auch darüber hinaus. Manchmal fehlt allerdings das Gegenüber. So wie diese Woche zum Beispiel. Wir setzten uns intensiv mit unseren Bewertungen auf kununu.de auseinander. Getreu nach dem Motto „Feedback ist ein Geschenk“ kümmert sich eine Mitarbeiterin in meinem Team um die Rückmeldungen unserer Mannschaft wie auch um unsere Reaktionen, die wir auf dieser Plattform öffentlich sichtbar einstellen. Über diese anonymen Bewertungen erfahre ich teilweise von Sachverhalten aus unserem Unternehmen, die leider intern nicht direkt zur Sprache gebracht werden. Obwohl wir Dialogoptionen anbieten und auch all meine Kontaktdaten inklusive Mobilnummer im Unternehmen öffentlich zugänglich sind. Vielleicht sind die Hürden für einen Bereichs- oder Hierarchie-übergreifenden Dialog zu hoch? Vielleicht sind anonyme Formate zum „Dampf ablassen“ einfacher, als sich einer direkten Gesprächssituation zu stellen?

Und was ist, wenn wir Dialog einfordern? Dieses Thema besprechen wir mit den Führungskräften, die nah an ihrer Mannschaft dran sein sollten. Vielleicht müssen wir alle mit Personalverantwortung noch viel häufiger Dialog zu den Kleinigkeiten des Berufsalltags mit unseren Teams üben, damit die Kommunikation auch bei großen, schwierigen und belastenden Themen gelingt. Und zwar bevor Mitarbeiter keinen anderen Kanal mehr sehen als eben externe Bewertungsplattformen. Die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur, oder besser, unseres Miteinanders, geht nur im Dialog. Lassen Sie mich an dieser Stelle aber auch deutlich sagen, dass das keine einseitige Sache sein kann. Führungskräfte, Kollegen und Mitarbeiter verdienen es, direkt Impulse zu bekommen, denn nur so lassen sich Lösungen in der offenen Kommunikation finden. Liebe Leser und liebe Kollegen, das wäre doch mal eine gute Sache für den Selbstversuch.

Kommentare

  1. Eindimensional und spontan Feedback über Social Media Kanäle zu geben, ist leider eine Schattenseite unserer digitalen Welt. Zu einer konstruktiven Kritik gehört immer Mut zum persönlichen Dialog, um Dinge konkret analysieren und verbessern zu können. Entscheidende Frage hierbei ist, wie dieser Mut wieder gestärkt werden kann.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Und wir werden weiter daran arbeiten, dass wir im Miteinander und im Dialog auch kritische Themen offen diskutieren können. Nur so gelangt man zu Lösungen. „Feedback ist ein Geschenk“ – diese Haltung müssen wir fördern!“

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