Jobvergabe ohne Vorrangprüfung: eine Chance für Flüchtlinge

Übergabe von 20.000 Sprachkursen für Flüchtlinge an Raimund Becker, Bundesagentur für Arbeit

Deutschland diskutiert über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen. Und auch McDonald’s bezieht Stellung. In einer Video-Botschaft hat sich vor einigen Tagen  unser Vorstandsvorsitzender Holger Beeck klar positioniert: McDonald’s steht für eine offene Willkommenskultur. iphone 5s remplacement écran Und in dieser Kultur hat Fremdenhass keinen Platz.

Mittelfristig brauchen die vielen Flüchtlinge in Deutschland aber vor allem konkrete Perspektiven. Und ich bin überzeugt: Das beste Angebot, das wir als Gesellschaft den Flüchtlingen machen können, ist ein Arbeitsplatz. Denn damit geben wir den Menschen die Möglichkeit, ihr Leben hier in Deutschland wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Ein Blick auf die aktuelle Gesetzeslage zeigt, dass dies für Asylbewerber in Deutschland nicht so einfach ist. Der Grund hierfür ist die sogenannte Vorrangprüfung: Der zufolge werden Deutsche und EU-Bürger bei der Jobvergabe gegenüber Asylbewerbern bevorzugt. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun empfohlen, Flüchtlinge auch ohne Vorrangprüfung in Deutschland arbeiten zu lassen und die bisherige Regelung für zwei Jahre auszusetzen.

Wir bei McDonald’s begrüßen diesen Vorschlag sehr. Denn Menschen brauchen Chancen und jeder Mensch in unserem Land hat Chancen verdient. Und dies unabhängig von der Herkunft, dem Alter, dem Geschlecht oder dem Bildungshintergrund. Die wichtigste Bedingung, um diese Chancen überhaupt nutzen zu können, ist der Erwerb der deutschen Sprache. McDonald’s fördert darum bereits seit Jahren seine Mitarbeiter mit Sprachkursen. Angesichts der Flüchtlingskrise haben wir uns entschlossen, nun auch in diesem Bereich ein Zeichen zu setzen: Gemeinsam mit unserem Partner LinguaTV stellen wir der Bundesagentur für Arbeit (BA) 20.000 Online-Sprachkurse zur Verfügung.

Als Arbeitgeber sind wir heute mehr denn je auch Chancengeber. Und wir wissen, wovon wir sprechen: Etwa die Hälfte unserer Mitarbeiter hat keinen deutschen Pass. Aktuell arbeiten in unseren Restaurants Menschen aus 125 Nationen jeden Tag friedlich miteinander. Das ist nicht immer einfach. Denn wir alle sind verschieden. Integration gelingt nur, wenn man sich gegenseitig mit Respekt und Verständnis begegnet.

Ein Beispiel von vielen ist die Geschichte von Ahmad Atai: Ahmad kam im Oktober 2009 mit 17 Jahren ohne Deutschkenntnisse aus Afghanistan nach Deutschland,. Das erste Jahr verbrachte er in einem Asylbewerberheim und durfte nicht arbeiten. Im Anschluss bekam er die Chance auf eine Arbeitserlaubnis, wenn er einen Arbeitgeber finden würde, der ihn einstellen und eine Arbeitserlaubnis für ihn beantragen würde.  Bei einem Besuch in einem McDonald’s Restaurant wurde er auf einen arabisch sprechenden Mitarbeiter aufmerksam, was Ahmad ermutigte sich hier als Mitarbeiter zu bewerben. Es handelte sich um den Restaurant Manager, der ihn kurzer Hand einstellte. Seitdem ist Ahmad Atai Teil der McFamily und arbeitet daran, seine Chance bei McDonald’s zu nutzen. Er verbesserte mit großem Engagement seine Sprachkenntnisse bewarb sich im Februar 2013 für eine Ausbildung bei McDonald’s.

Ahmad Atai

Im Juli 2015 bestand Ahmad die IHK-Prüfung zur Fachkraft im Gastgewerbe und erhält nun die Möglichkeit, den Aufbau zum Fachmann für Systemgastronomie in 18 Monaten zu machen. Diese kaufmännische IHK–Ausbildung kann  ins Restaurant Management führen und ermöglicht Ahmad viele neue Perspektiven in der Zukunft. Ahmad hat es in den letzten Jahren weit gebracht. Er istmomentan in Deutschland weiterhin nur geduldet, doch er möchte seinen Weg bei McDonald’s unbedingt weitergehen. Und wir werden Ahmad Atai nach Kräften dabei unterstützen. Genauso wie unsere vielen anderen Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln. Denn für uns ist Vielfalt eine Chance.

Ich freue mich über regen Meinungsaustausch.

Kommentare

  1. Hallo,

    Nachdem ich diesen Blog gelesen habe, bin ich sehr an einem Einstieg bei Ihnen interessiert. Können Sie mir sagen, welche Möglichkeiten Sie für Studenten anbieten?

    Viele Grüβe,

    Amilia Schiefer

    • Hallo Frau Schiefer,

      es freut mich, dass Sie sich für McDonald’s als Arbeitgeber interessieren. Die besten Informationen finden Sie auf unseren Karriereseiten mcdonalds.de/karriere sowie auf mcdonalds-ausbildung.de.
      Viel Erfolg für Ihre Zukunft

      Wolfgang Goebel

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Pflichtfeld

-